Stand: 22.12.2017 11:46 Uhr

Amazon Alexa: Sprachassistentin hört Gespräche mit

Computer - auf dieses Wort sollte Amazons Sprachassistent Alexa reagieren. Verbraucherschützer warnen jetzt, er reagiere auch auf "Komm Peter" und "absoluter" - eine Schwachstelle, mit der Amazon Geheimnisse belauschen könnte.

Zuhause auf dem Sofa - zwei Menschen unterhalten sich, einer sagt: "Ganz ehrlich - das ist absoluter Mist". Das Gespräch läuft weiter, doch im Hintergrund ist Amazons smarter Lautsprecher in Hab-Acht-Stellung gegangen. Das Licht leuchtet, sie hört zu, zeichnet auf, versucht 23 Sekunden lang aus der Erzählung einen Befehl abzuleiten und sendet das Gespräch an Amazon, die es speichern, analysieren und aufbewahren.

Amazon Alexa: Aktivierung erfolgt unfreiwillig

Um den Lautsprecher und den Assistenten zu aktivieren, müssen Nutzer einen Begriff festlegen. Zur Auswahl stehen "Alexa", "Amazon", "Computer" und "Echo". Bei der Verbraucherzentrale hatten sich Nutzer beschwert, der Assistent würde auch während normaler Unterhaltungen anspringen.

Verbraucherzentrale testet den Sprachassistenten

Die Marktwächter haben ein Experiment gemacht. Sie haben die Schlüsselwörter in Gesprächssituationen verpackt und die Begriffe auch abgewandelt. Zum Beispiel: "Ich möchte unbedingt Urlaub am Amazonas machen" oder "In den Bergen haben wir ständig Echos gehört". Je nachdem an welcher Stelle das Schlüsselwort im Satz war und wie ähnlich es dem Original klang, hat sich der Assistent angeschaltet.

Abwandlungen der Weckwörter lassen Alexa zuhören

Amazons Sprachassistentin Alexa reagiert also nicht nur auf ihre Wecknamen, sondern auch auf Abwandlungen dieser Befehlswörter. Davor warnen die Marktwächter der Verbraucherzentrale. Dadurch könnte Amazon an Geheimnisse von Nutzern gelangen, die sie gar nichts angehen.

 

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Die Verbrauchschützer kritisieren diese Ungenauigkeit. Sie sorgen sich um den Datenschutz und die Privatsphäre der Nutzer. Das Problem: Laut Verbraucherzentrale gibt es keine Möglichkeit, dem Sprachassistenten beizubringen, dass er nur und ausschließlich auf "Alexa", "Amazon", "Computer" oder "Echo" reagieren soll.

Deswegen momentan die einzigen Tipps: Schaltet das Mikrofon eurer smarten Lautsprecher aus, wenn ihr Besuch bekommt oder stellt die sprechende Box nicht ins Wohnzimmer.

So überprüft ihr, was Amazon aufgenommen hat

Um Alexa zu Hause zu nutzen, müsst ihr auf dem Smartphone eine App installieren. In der App seht ihr, welche Fragen ihr dem Assistenten gestellt hat und was Alexa aufgezeichnet hat. Hier könnt ihr diese Anfragen auch löschen. Dann, so sagt Amazon, speichern auch sie die Daten nicht länger.

 

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