Stand: 27.12.2017 12:43 Uhr

Echo Dot einrichten: Darauf solltet ihr achten

Ein simples "OK" an der falschen Stelle kann zu ungewollten Bestellungen führen. Wir erklären, welche Einstellungen ihr beim smarten Lautsprecher ändern müsst, wenn er zu Hause einzieht.

Die Sprachassistenten kommen! Der US-Versandhändler Amazon hat jetzt verraten, dass das am häufigsten bestellte Produkt im Weihnachtsgeschäft die eigenen, smarten Boxen "Echo" waren. Falls ihr auch seit Kurzem einen dieser Sprachassistent besitzt: Wir erklären, welche Einstellungen ihr auf jeden Fall beim Einrichten anpassen solltet.

1. So ändert ihr das Aktivierungswort: Alexa, Amazon, Computer, Echo!

Amazons Sprachassistentin heißt "Alexa". Ein Name, der auch in realen Freundeskreisen häufig ist. Das kann zu Problemen führen, denn der Assistent zeichnet teils auch Gesprächsfetzen auf, wenn ihr etwas sagt, das nur entfernt wie das ausgewählte Schlüsselwort klingt. Deswegen ist es wichtig, ein Wort auszuwählen, das ihr nur selten im Gespräch mit euren Freunden nutzt. Wenn ihr gerne an den Amazonas in den Urlaub fahrt, nutzt nicht "Amazon", wenn Freunde, Geschwister, Eltern "Alex", "Alexandra", oder "Alexander" heißen, ersetzt das Schlüsselwort "Alexa" zum Beispiel gegen "Computer". Wenn euer Mitbewohner aber "Peter" heißt, kann der Sprachassistent auch aus Versehen "Computer" verstehen, obwohl ihr "Komm, Peter" ruft. Das hat die Verbraucherzentrale herausgefunden. Deswegen: Ändert das Schlüsselwort, damit Alexa nur zuhört, wenn ihr das auch wirklich wollt!

So geht's beim Echo Dot: Öffnet die Alexa-App, wählt über das Menü "Einstellungen" aus, wählt jetzt euer Gerät aus. Scrollt bis zum Punkt "Aktivierungswort", klickt darauf und wählt hier im Dropdown das Wort aus, das ihr am seltensten in Gesprächen nutzt. Mit dem Speicherknopf aktiviert ihr das neue Signalwort.

 

2. Deaktiviert den Einkauf per Sprachbefehl

Ein zu schnell ausgesprochenes "Okay" reicht teils, um über den Sprachassistenten ungewollt Produkte zu bestellen. Im N-JOY Test bestellten wir versehentlich ein Kochbuch. Die Krux: Bestellen per Sprache dauert nur wenige Augenblicke, stornieren funktioniert hingegen nur selten per Sprachbefehl - in den meisten Fällen müsst ihr den Fehlkauf per App auf dem Smartphone oder Tablet oder über den Online-Account am Rechner stornieren. Um Falschbestellungen auszuschließen - schützt die Bestell-Option per Code oder deaktiviert sie komplett.

So geht's: Öffnet die Alexa-App oder über den PC alexa.amazon.de und loggt euch ein. Öffnet die Einstellungen, wählt "Spracheinkauf" aus und deaktiviert hier den Schieberegler, um das Shoppen per Sprachbefehl ganz auszuschalten. Alternativ hinterlegt ihr hier einen vierstelligen Code. Den fragt der Assistent bei Bestellungen immer ab. So vermeidet ihr automatisierte Einkäufe - wie sie beispielsweise in den USA durch einen Nachrichtensprecher ausgelöst wurden.

 

3. Verlauf im Blick behalten: Welche Aussagen sammelt Amazons Echo?

Amazons Echo speichert, wie auch der Konkurrent Google Home, alles, was ihr zu ihm sagt. Diesen Verlauf könnt ihr einsehen und auch löschen. Die Aufnahmen verwendet Amazon, so schreibt das Unternehmen, um den Sprachassistenten zu verbessern. Aber natürlich auch um euer persönliches Profil zu vervollständigen. Da der Echo manchmal auch aufzeichnet, wenn ihr ihn gar nicht direkt ansprecht, solltet ihr immer wieder prüfen, was dort alles gespeichert ist und ab und an mal im Verlauf aufräumen.

So räumt ihr den Verlauf auf: In der Amazon-App findet ihr in den Einstellungen den Punkt "Verlauf". Hier seht und hört ihr alle Sätze, die ihr mit der Sprachassistentin ausgetauscht habt. Klickt auf einen der Sätze und ihr landet in einer Detail-Ansicht mit eurer Frage und der Antwort, darunter könnt ihr bewerten, ob Alexas Reaktion euch geholfen hat oder ihr könnt die "Sprachaufnahme löschen". Problem: Ihr könnt nur einzelne Aufnahmen in dem Menü löschen. Um alle Sprachaufnahmen zu löschen, müsst ihr in eurem Amazon-Account unter "Meine Geräte" "Sprachaufzeichnungen verwalten" anklicken. Dann löscht Amazon sämtliche Sprachaufnahmen. Alternativ kann das auch der Amazon-Kundenservice für euch erledigen, schreibt der Konzern.

 

4. Mikrofon ausschalten

Ein Kritikpunkt an den smarten Home-Assistenten: Sie hören immer mit und warten darauf, dass das Signalwort fällt. Sobald eine Box ein Wort das dem Signalwort ähnelt hört, aktiviert sie sich und lädt die gesprochenen Worte in die Amazon-Cloud hoch. Deswegen: Wenn ihr Besuch von guten Freunden habt, ihr vertrauliche Gespräche über Chefs, euren Partner, Krankheiten, oder Familie führt, schaltet das Mikrofon ab.

So schaltet ihr das Mikrofon aus: Amazons Echo-Lautsprecher haben oben in der Mitte einen "Mikrofon-Knopf". Drückt darauf, um die Aufnahmefunktion zu stoppen. So bleibt Privates privat.

 

5. Amazon Echo Dot: In welchem Zimmer sollte er stehen?

Amazon möchte seine Boxen am liebsten an belebten Stellen eurer Wohnung platzieren. Aber: Überlegt euch gut, ob auch ihr das möchtet. In der Anleitung zum Beispiel zu Googles sprechender Box "Home Mini" heißt es: "Nutzung von Google Home Mini durch Freunde: Wenn Sie Ihr Google Home-Gerät anderen zur Verfügung stellen, weisen Sie sie darauf hin, dass ihre Interaktionen möglicherweise von Google gespeichert werden". Das ZDF rät in einer Reportage zu einem Warnschild, das Besucher über das aktivierte Mikrofon informiert.

Auch wenn euch das zuviel vorkommt: Überlegt, wo ihr den Echo Dot tatsächlich verwendet. Stellt ihn lieber ins Bad oder die Küche, als ins Wohn- oder Schlafzimmer, denn das Mikrofon ist standardmäßig immer an. So habt ihr die Kontrolle darüber, was die Box über euch aufzeichnet und was nicht.

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der Graf | 27.12.2017 | 14:20 Uhr

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