Stand: 06.06.2017 11:52 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

Apple schickt Siri ins Wohnzimmer

Apple bemüht sich bei allen neuen Technologien mitzuspielen. Echte Neuerungen hat das Tech-Unternehmen in diesem Jahr aber nicht gezeigt. Aus dem Trendsetter von einst ist ein technologischer Mitläufer geworden.

Apple hat mit dem iPhone das Zeitalter der Smartphones eingeläutet. Das ist mittlerweile neun Jahre her. Richtungsweisende Zukunftsvisionen sucht man bei Apple seitdem vergebens. Stattdessen - so scheint es - baut das Unternehmen lediglich die Produkte der Konkurrenten Google und Amazon nach. Die Neuerungen im Überblick:

1. iOS 11: Das neue Betriebssystem kämpft gegen das Handy am Steuer

Längst überfällig ist die neue Funktion "Nicht stören während der Fahrt". Das Smartphone erkennt ab Herbst, wenn Apple die neue Betriebssystem-Version iOS 11 veröffentlicht, wann ihr in einem Auto unterwegs seid. Dann schaltet sich die erweiterte "Nicht stören"-Funktion ein und sorgt dafür, dass euch keine Nachrichten mehr während der Autofahrt stören. Oder wie der Apple-Chef Tim Cook es ausdrückte: "Lass Deine Augen auf der Straße". Die Funktion antwortet auf die Nachrichten, zum Beispiel mit einem Text wie "Ich kann gerade nicht. Ich fahre gerade". Beifahrer, so erklärte der Chef, könnten die Funktion aber auch ausschalten.
Ganz neu ist die Idee nicht - doch bisher existieren nur Apps für das Konkurrenz-System Android. Wie gut und hilfreich Apples neue Funktion ist, wird sich erst im Herbst zeigen.

 

2. iOS 11: Siri lernt uns besser kennen

Das Herzstück des Apple-Betriebssystems ist die Sprachassistentin Siri. Sie soll die Nutzer noch besser kennenlernen. Deswegen merkt sich Siri ab Herbst, was wir suchen, und versucht zu verstehen, was uns interessiert. Ein Beispiel zeigte der Konzern bei der Produkt-Vorstellung in San José. Ihr informiert euch über euer iPhone über Island und die Hauptstadt Reykjavik. Siri merkt sich das und zeigt euch beim Schreiben einer iMessage schon nach den Buchstaben "Rey" die Wortvervollständigung zu "Reykjavik" an. Oder ihr bekommt in der "News"-App Nachrichten aus Island ausgespielt.
Außerdem verkündete Apple viele kleine Neuerungen für iOS 11: Der Kartendienst "Maps" zeigt jetzt auch einzelne Geschäfte in Einkaufszentren oder Flughäfen an. Aus Live-Fotos können die Nutzer bald unendliche Loops erstellen oder sie rückwärts abspielen - beides Funktionen, die auch Konkurrent Google bereits angekündigt hat. Außerdem bekommt der App-Store eine neue Optik.

 

3. Siri darf ins Wohnzimmer: Apples Lautsprecher-Box heißt HomePod

Er spricht, spielt Musik, reagiert auf die Stimme seines Besitzers: Apples HomePod. Amazon bietet seine sprechende Lautsprecher-Box für zu Hause, den Echo, bereits in Deutschland an. Google hat seinen Lautsprecher "Home" für dieses Jahr für Deutschland angekündigt. Klar, dass auch Apple so einen Home-Assistenten braucht. "Wir nennen ihn HomePod", kündigte Apple die neue Box an, die die gleichen Funktionen bietet wie die Konkurrenten, nur - nach Apple Angaben - einen besseren Klang als Amazons Echo haben soll - und deutlich teurer ist. HomePod soll 350 US-Dollar kosten - Echo kostet 180 Euro. Der Verkaufsstart in den USA, Großbritannien und Australien ist für Dezember 2017 geplant. Im kommenden Jahr folgen dann andere Länder.

 

4. AR und VR: Lange ignoriert, steigt Apple jetzt doch noch ein

Die Trends Virtual Reality und Augmented Reality waren Apple bisher weitestgehend egal. Das ändert sich jetzt. Die neuen iMacs sollen den Käufern die Möglichkeit bieten, die teuren VR-Brillen flüssig zu nutzen. Etwas Ähnliches gilt für die Augmented Reality - die erweiterte Realität. Den ersten Hype erlebte die neue Technologie mit dem Spiel "Pokémon Go". Die Monster erscheinen auf dem Handy-Display und zwar nur dann, wenn der Nutzer auch tatsächlich mit dem Handy durch die Straßen oder Parks läuft. Apple sagt jetzt: Ihre iPhones haben bereits genug Leistung, um die Erweiterte Realität darzustellen und rufen die Programmierer auf, neue Spiele und Apps dafür zu entwickeln.

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