Stand: 25.07.2018 15:00 Uhr

Betrug mit gefälschten Online-Stellenangeboten

Sie locken mit Jobs und benutzen die Bewerber, um Geld zu waschen: Das LKA Niedersachsen warnt vor einer gefährlichen Betrugsmasche.

Schon wieder Betrüger unterwegs! Im Netz inserieren aktuell Kriminelle Stellenangebote. Das Ziel: Ein Konto im Namen des Bewerbers einrichten, um darüber Geld zu waschen. Das Landeskriminalamt Niedersachsen warnt!

Betrug mit Stellenausschreibungen: So läuft er ab

In Internet-Portalen wie bei Ebay-Kleinanzeigen schalten die Betrüger Stellenanzeigen und suchen Bewerber. Die Kommunikation läuft nur per E-Mail. Die Betrüger bitten den Bewerber um persönliche Informationen, wie beispielsweise:

  • Kopie oder Foto des Personalausweises
  • Bewerbungsunterlagen mit Bild
  • Foto mit Ausweis in der Hand
  • Bankdaten

Hat der Bewerber die Informationen geschickt, soll er sich über das Video-Ident-Verfahren identifizieren. Das würde von einer Partnerbank durchgeführt. Der Bewerber muss dafür die App der Bank herunterladen und sich einloggen - die Zugangsdaten schicken die Betrüger mit. Nach dem Identifikationsverfahren würde der Arbeitsvertrag zugeschickt.

Betrug mit Stellenausschreibungen: Was im Hintergrund tatsächlich passiert

Sobald der Bewerber seine Ausweiskopie und Unterlagen einreicht, beantragen die Betrüger unbemerkt ein Bankkonto im Namen des Bewerbers. Um das Konto allerdings zu eröffnen, muss der Kontoinhaber, also der Bewerber, sich identifizieren - also am Video-Ident-Verfahren teilnehmen.

Die Betrüger gaukeln dem Bewerber vor, das Video-Ident-Verfahren diene lediglich der abschließenden Identifikation im Bewerbungsprozess. In Wahrheit schließt der Bewerber damit die von den Betrügern initiierte Kontoeröffnung ab.

Die Betrüger haben nun Zugriff auf das Bankkonto und nutzen es, laut LKA Niedersachsen, um Geld zu waschen. Der Kontoinhaber - also der Bewerber - erfährt von dem Konto teils erst, wenn die Polizei ermittelt, warnt das LKA.

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Betrug erkennen: So geht's!

Das System der Betrüger ist kompliziert - doch offenbar scheint es zu funktionieren, wie die Warnung der Polizeibehörde zeigt. Trotzdem ist es möglich die Betrugsmaschen zu erkennen.

Ein seriöser Arbeitgeber...

  • fordert keine Kopie des Ausweises oder
  • will kein Selfie auf dem man den Ausweis in der Hand hält.
  • lässt Bewerber kein Video-Identifikationsverfahren einer Bank durchlaufen.
  • stellt Mitarbeiter selten ohne Bewerbungsgespräch ein.

Die Polizei rät: Wer seine Daten bereits per Mail verschickt hat, sollte bei der örtlichen Polizei Anzeige erstattet. Und: Wer bei einem Identifikationsverfahren online teilnimmt, der sollte den Mitarbeiter fragen, wofür genau die Identifikation stattfindet. So kann der Bankmitarbeiter erklären, dass es sich um die Eröffnung eines neuen Kontos handelt und der Betrug fällt auf.

 

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