Stand: 14.02.2018 11:53 Uhr | AutorIn: Anthrin Warnking

Fasten: Diese Apps helfen beim Verzicht

Es ist Fastenzeit! Warum es euch so schwer fällt, auf Zigaretten, Alkohol, das Smartphone oder Süßigkeiten zu verzichten, und wieso ihr eurem Gehirn damit trotzdem etwas Gutes tut, erfahrt ihr in diesem N-JOY Brainhack. Außerdem haben wir App-Tipps, die euch beim Verzichten unterstützen können.

Kaffee, Schokolade, Instagram, Netflix, Alkohol - all diese Dinge gönnnt man sich eigentlich gerne. Entscheidet ihr euch aber, darauf für eine Weile zu verzichten, fällt das schwer. Der Grund: Das menschliche Gehirn ist süchtig nach Belohnungen und soll beim Fasten plötzlich einen Entzug machen. Das passt ihm natürlich nicht - und das macht euch das Durchhalten schwer.

Wie es trotzdem funktioniert? Ganz einfach: machen und nicht aufgeben. Erfolg ist für das Gehirn nämlich auch eine Art von Belohnung. Je länger ihr beim Fasten stark bleibt, desto größer wird dieses Erfolgserlebnis. Ihr seid motiviert und vergesst die "Entzugserscheinungen".

App-Tipps

Sie spielen mit unserem schlechten Gewissen und stellen uns eine Belohnung in Aussicht: Mittlerweile gibt es zahlreiche Apps, die euch helfen wollen, euch selbst besser zu kontrollieren. Gerade zur Fastenzeit, in der viele ihren eigenen Konsum kritisch hinterfragen, können diese Apps nützlich sein. Wir haben Apps gecheckt, die bei unterschiedlichen Verzicht-Vorhaben helfen wollen.

Kampf der Qualmerei!

Ihr wollt aufhören zu rauchen oder eure Qualmerei in der Fastenzeit zumindest ein bisschen reduzieren? Dann gibt es zahlreiche Apps mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die euch dabei unterstützen können.

  • Für Gesundheitsfreaks: "Rauchfrei Pro" (für iOS, 99 Cent) zeigt euch an, wie positiv sich euer Körper entwickelt, wenn ihr nicht raucht: Zu wie viel Prozent sind Geruchs- und Geschmackssinn schon zurückgekehrt? Wie viel Lebenszeit habt ihr durch den Rauchentzug schon gewonnen? Sehr schlicht, aber mit ähnlichen Funktionen, kommt die kostenlose iOS-App "Rauchfrei App Pro" daher. Android-Nutzer können ihren gesundheitlichen Fortschritt mit der kostenlosen App "aha!Rauchfrei" verfolgen.

  • Für Sparfüchse: ... reichen die oben genannten kostenlosen Apps ("Rauchfrei App Pro" für iOS / "aha!Rauchfrei" für Android) völlig aus. Dort könnt ihr eingeben, wie viel ihr früher geraucht habt. Die Apps zählen mit, wie viele Zigaretten ihr nicht geraucht habt und wie viel Geld ihr dadurch gespart habt. Sehr charmant ist die Idee, die hinter "Get Rich or Die Smoking" (kostenlos für Android) und "Rauchfrei Gratis" (kostenlos für iOS) steckt: Dort könnt ihr euch konkrete finanzielle Ziele setzen (ein Kinobesuch, ein Urlaub, ...) und darauf hin arbeiten.

  • Für Soziale: ... empfehlen wir die kostenlose App "QuitNow" (für iOS und Android). Die App beinhaltet - neben den schon genannten Standardfunktionen - eine Community, die sich gegenseitig ermutigt und Tipps gibt. Solltet ihr doch mal in Versuchung geraten, könnt ihr euch hier den Rücken stärken lassen.

 

Kampf dem ungesunden Kram!

Eine Tafel Schokolade am Abend, die zehnte Tasse Kaffee auf der Arbeit, fast jeden Tag Fleisch und ein Glas Wein - oft denken wir gar nicht über unseren Konsum nach. Wenn ihr euch in der Fastenzeit eine Challenge setzen wollt, empfehlen wir euch diese Apps:

  • Für Alkohol-Faster: Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen hat für iOS und Android die kostenlose App "Trinktagebuch" rausgebracht, mit der ihr dokumentieren könnt, wie viel Alkohol ihr trinkt. Dabei könnt ihr euren Konsum mit offiziellen Alkohol-Grenzwerten vergleichen und seht in einer Verlaufskurve, wann ihr getrunken habt und wann ihr abstinent wart. Außerdem könnt ihr euch persönliche Ziele setzen. Wie wäre es mit 40 Tagen und 40 Nächten - oder zum Start mit sechs alkoholfreien Tagen pro Woche?

  • Für Gesundheitsfreaks: ... die darauf achten wollen, wie viele Kalorien sie zu sich nehmen, um bewusster zu essen, empfehlen wir eine der zahlreichen Kalorienzähler-Apps. Einfach eingeben, was ihr esst, und die App rechnet für euch. Positiv hervorzuheben ist hier die kostenlose App "MyFitnessPal" für Android und iOS. Das Ernährungstagebuch ist übersichtlich und bietet eine große Nahrungsmitteldatenbank.

  • Für Challenge-Liebhaber: ... die auf Schokolade, Fleisch, Alkohol oder anderen ungesunden Kram verzichten wollen und Druck von außen brauchen, gibt es für iOS und Android die kostenlose App "Goalify". In der App könnt ihr euch Ziele setzen ("Ich möchte heute nur zwei Kaffee trinken", "Heute kein Fast Food"), um an euren Gewohnheiten zu arbeiten - und: Ihr könnt die Challenges nicht nur für euch selbst, sondern auch für eure Freunde erstellen. So könnt ihr euch gegenseitig Mut machen und die Fortschritte der anderen mitverfolgen. Die Ergebnisse sind in der kostenlosen App hübsch und übersichtlich aufbereitet.

 

Kampf der Smartphone-Sucht!

Ihr tippt rund um die Uhr auf eurem Handy rum und wollt das ändern? Dann gibt es viele Apps, die euch helfen können.

  • Für Naturliebhaber: Eine witzige Idee steckt hinter der App "Forest". Das Prinzip: Ihr pflanzt in der App einen Samen für einen Baum. Je länger ihr das Handy anschließend in Ruhe lasst und konzentriert arbeitet, desto größer wird euer Baum. Beendet ihr die App, um am Handy rumzuspielen, verdorrt euer Baum. So habt ihr einen Anreiz, das Handy nicht bei jeder Kleinigkeit in die Hand zu nehmen - und werdet "bestraft", wenn ihr es doch tut. Nachteil: "Forest" kostet in iOS 2,29 Euro und enthält in der Android-Version Werbung und In-App-Käufe. Außerdem möchte sie Zugriff auf zahlreiche Dienste auf eurem Handy.

  • Für Challenge-Liebhaber: Ihr braucht Druck und Kontrolle, um euer Vorhaben durchzuziehen? Dann seid ihr in der kostenlosen "ShutApp" für iOS richtig. In der App könnt ihr einstellen, wie lange ihr euer Handy nicht benutzen wollt - und eure Freunde zu eurer Challenge einladen oder sie ebenfalls herausfordern. Der Timer zählt die Zeit dann runter. Beendet ihr die App vor Ablauf der Zeit, um etwas anderes am Smartphone zu machen, bekommt ihre direkt eine Push-Nachricht, dass ihr zehn Sekunden Zeit habt, in die App zurückzukehren. Nach Ablauf der zehn Sekunden stoppt der Timer und eure Freunde, die ihr zur Challenge eingeladen habt, werden benachrichtigt. Eine simple App, die in unserem Test - im Gegensatz zu anders lautenden Bewertungen im AppStore - prima funktioniert hat.

 

Kampf dem Snooze-Button!

Ihr quält euch morgens möglichst lange und drückt bei eurem Smartphone-Wecker immer wieder auf "Schlummern", bevor ihr endlich aufsteht? Zeit, diese Angewohnheit loszuwerden - zum Beispiel mit diesen Apps:

  • Für Denker: "Puzzle Alarm Clock" fordert eure grauen Zellen heraus: Kleine Rechenaufgaben, Muster-Rätsel und Memory-Partien holen euch abrupt aus dem Schlaf. Fünf Aufgaben müsst ihr lösen, bevor die App euch Ruhe gönnt. Schwerhörige Morgenmuffel weckt die App mit einem Explosionsgeräusch. Um sicher zu gehen, dass ihr wirklich wach seid, fragt die App noch mal nach: "Bist du wirklich wach?" Nervtötend, aber effektiv! Allerdings können wir die App nur für Android empfehlen.

  • Für Challenge-Liebhaber: Die Macher von "Alarmy" quälen euch jeden Morgen. Während des Alarms zeigt der Wecker euch einen Ort in eurer Wohnung, den ihr vorher mittels Foto hinterlegt habt. Jetzt müsst ihr aufstehen, das Handy mitnehmen und das Foto noch mal aufnehmen. Ist das Bild eurer Haustür, eures Waschbeckens oder der Waschmaschine identisch mit dem hinterlegten Bild, seid ihr wach und der Wecker stumm.

  • Für Soziale: Wenn die Wecker-App "Waky" (iOS) bzw. "Wakie" (Android) klingelt, ist ein Fremder am Telefon. Er möchte mit euch aufstehen oder euch beim Aufwachen helfen. Wenn ihr den Wecker stellt, gebt ihr ein Thema vor - zum Beispiel: "Ich will über mein Liebesleben reden". Die App verbindet euch zum Aufstehen mit einem Menschen irgendwo auf der Welt. Für wortkarge Morgenmuffel nicht geeignet.

 

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