Stand: 23.10.2017 14:01 Uhr

PayPal: Freunde per Facebook-Messenger bezahlen

Facebook hat eine neue Funktion vorgestellt: Nutzer in den USA können demnächst Geld über den Messenger ganz einfach per Chat-Nachricht an Freunde überweisen.

Bargeld war gestern - heutzutage bezahlt man mit Messenger-Apps. So sieht es zumindest Facebook. In den USA bietet das soziale Netzwerk seinen Nutzern seit 2015 die Möglichkeit, über die Messenger-App Geld an Freunde zu überweisen. Dazu mussten Nutzer lediglich die Daten ihrer Debitkarte - die US-amerikanische Version der deutschen EC-Karte - hinterlegen. Anschließend haben sie im Chat dann nicht nur die Möglichkeit, Bilder, Videos oder Sprachnachrichten zu verschicken, sondern eben auch einen Geldbetrag: Dollar-Symbol über der Tastatur anklicken, Betrag eingeben, absenden - schon ist der Geldbetrag überwiesen.

Um das Geld zu empfangen, reicht ein Klick auf die Nachricht, schon wird der Betrag auf das Konto des Empfängers überwiesen. Natürlich muss dazu auch der Empfänger seine Debitkarte-Daten beim Facebook-Messenger hinterlegt haben.

Bezahlen per Messenger - auch mit PayPal möglich

Jetzt hat, wie die Fachseite Engadget schreibt, Facebook angekündigt, dass das Überweisen von Geld an Freunde mit Hilfe des Messengers bald auch mit PayPal möglich sein wird. Heißt: Nutzer in den USA können ihr Facebook- und ihr PayPal-Konto verknüpfen und zukünftig einfach über den Online-Bezahldienst über den Messenger Geld überweisen.

Peer-to-Peer-Bezahlapps voll im Trend

Geld mit dem Facebook-Messenger überweisen soll genauso einfach sein, wie ein Bild zu verschicken.

Das Smartphone als Portemonnaie zu nutzen, wird international immer beliebter. Dabei geht es aber nicht mehr nur darum, mit dem Handy im Laden bezahlen zu können. Auch sogenannte Peer-to-Peer-Bezahlapps, also Apps, mit denen man seinen Freunden ganz einfach und unkompliziert Geld überweisen kann, gewinnen an Popularität. So wie die zu PayPal gehörende App "Venmo" - bei den Unter-30-Jährigen in den USA hat sich der Name "Venmo" mittlerweile als eigenständiges Verb durchgesetzt. Anwendungsbeispiel Restaurant-Besuch mit Freunden: Einer legt aus, die Freunde überweisen ihren Anteil bargeldlos per App, statt den Zahlenden mit einem Haufen Kleingeld zuzuschütten.

Allerdings bleibt das Problem der kritischen Masse: Eine Peer-to-Peer-Bezahlapp ist erst dann richtig praktisch, wenn genügend Freunde sie ebenfalls nutzen. Bei "Venmo" in den USA ist das mittlerweile anscheinend der Fall. Jetzt bietet Facebook mit seinem Messenger die gleiche Funktion an, damit dürfte das soziale Netzwerk automatisch der Platzhirsch unter den Peer-to-Peer-Bezahlapps werden.

Bezahlfunktion auch in Deutschland?

Wann und ob Facebook die Bezahlfunktion nach Deutschland bringt, ist unklar. Im Gegensatz zu den USA fristen Peer-to-Peer-Bezahlapps in Deutschland eher ein Nischendasein. Zwar gibt es auch hierzulande schon Apps wie Payfriendz, die einen ähnlichen Dienst anbieten, aber die Pleiten der Peer-to-Peer-Bezahlapps Paymey und Avuba zeigen, wie schwer es in Deutschland ist, einen Dienst anzubieten, der sich auf diese Art der Geldüberweisung konzentriert.

Dieses Thema im Programm:

N-JOY | 23.10.2017 | 14:50 Uhr

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