Stand: 01.10.2018 16:10 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

Facebook: So schützt ihr eure Daten

Wegen einer Sicherheitslücke konnten Hacker auf 50 Millionen Konten zugreifen. Diesmal konnten Nutzer sich nicht aktiv schützen. Trotzdem lohnt es sich, eure Einstellungen im Blick zu behalten.

Ausloggen, einloggen, fertig: Das war die Antwort von Facebook auf einen neuen Datenskandal. Durch ein Zusammenspiel aus drei Sicherheitslücken war es Hackern gelungen, auf 50 Millionen Nutzerkonten zuzugreifen. Die Hacker konnten sogenannte Token klauen - digitale Schlüssel, die entstehen, wenn sich ein Facebook-Nutzer in der App anmeldet, und die sicherstellen, dass er angemeldet bleibt.

Neu anmelden, bitte: 90 Millionen Facebook-Nutzer betroffen

Wer diesen digitalen Schlüssel hat, kann den zugehörigen Account benutzen, als sei es sein eigener. Das erklärte Facebooks Manager Guy Rosen in einer Pressekonferenz. Der Hacker könnte sich mit dem Token sogar bei Dritt-Anbieter-Apps über den Button "Mit Facebook einloggen" anmelden.

Der Konzern vermutet, dass die Schwachstellen länger als ein Jahr - seit Juli 2017 - existierten. Wie lange die Hacker die Sicherheitslücke bereits kannten und ausnutzten, hat der Konzern bisher nicht herausgefunden. Dennoch: Facebook hat sicherheitshalber die digitalen Schlüssel von 90 Millionen Nutzern - von allen, die im vergangenen Jahr die Vorschau-Funktion "Anzeigen aus der Sicht von" benutzt haben - zurückgesetzt, die Hacker so aus den Accounts ausgeschlossen und die Nutzer zu einem erneuten Log-In aufgefordert.

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Kein Passwort-Diebstahl: Nutzer konnten sich nicht schützen

Der aktuelle Skandal um die Sicherheit von Daten bei Facebook zeigt, dass durch die Größe des Netzwerks schon bei einem kleinen Fehler Millionen Menschen betroffen sein können. Denn die Hacker klauten nicht das Passwort, wie es bei klassischem Phishing der Fall ist, sondern einen von Facebook erstellten Schlüssel über eine Sicherheitslücke in der Webseite.

Was muss ich jetzt tun, um mich zu schützen?

Grundsätzlich nichts. Das Passwort ist noch sicher und die geklauten Token sollten jetzt unbrauchbar sein. Trotzdem lohnt sich ein Blick in die Facebook-Einstellungen.

Im Punkt "Sicherheit und Login" führt das Netzwerk auf, wo ihr aktuell noch angemeldet seid. Im besten Fall ist hier nur das aktuelle Smartphone hinterlegt. Es ist aber auch möglich, dass hier unzählige sehr alte Logins aufgeführt werden, vielleicht sogar auf Rechnern und in Städten, die ihr längst vergessen habt. Wenn das der Fall ist: Meldet euch einfach ab. Das geht direkt in den Einstellungen.

 

Der zweite Punkt in den Facebook-Einstellungen, den ihr euch einmal genauer ansehen solltet, heißt "Apps und Websites". Hier seht ihr, bei welchen Apps außerhalb von Facebook ihr mit eurem Account angemeldet seid. Prüft, ob ihr all diese Apps und Log-Ins noch nutzt und checkt, welche Daten ihr mit den Apps teilt. Entzieht den Apps im Zweifel den Zugriff.

 

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Wir verraten Schritt für Schritt, wie ihr euch auch auf Facebook vor den neugierigen Blicken fremder Menschen schützt:

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Der wichtigste Tipp: Überprüft bei jedem Bild, Video oder Beitrag, den ihr teilt oder veröffentlicht, mit dem kleinen Menü rechts, ob ihr es öffentlich oder nur mit Freunden teilen möchtet.

 

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