Stand: 20.02.2019 22:00 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

Galaxy Fold: Luxus zum Falten?

Aufklappen, zuklappen - weiterbenutzen! Samsung hat eine Revolution des Smartphone-Marktes angekündigt und zumindest Innovation geliefert. Mit dem Galaxy Fold will Samsung die Konkurrenz abhängen und beweisen: Innovation? Können wir!  

Es ist wie ein Buch, nur mit Display. Oder: Es ist wie ein Tablet, nur zusammenfaltbar. Oder: Es ist wie ein Smartphone, nur zum Auffalten. Es gibt viele Möglichkeiten, das neue Samsung Galaxy Fold zu beschreiben - und alle sind irgendwie richtig, aber keine beschreibt es exakt.  

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Galaxy Fold: Eine neue Kategorie des Smartphones 

Samsung hat ein Smartphone mit faltbarem Display vorgestellt. Eine Kategorie des Telefons, die es bis heute noch nicht gegeben hat. Zwar hat der US-Hersteller Royole Samsung den Titel des "ersten" faltbaren Geräts bereits Anfang November 2018 weggeschnappt. Doch schon Samsungs Marktmacht verändert die Massentauglichkeit eines faltbaren Smartphones. Während das Gerät eines bislang nahezu unbekannten Unternehmens eher eine kleine Menge potentieller Käufer anspricht, erreicht Samsung wohl die große Mehrheit der Smartphone-Nutzer. Denn auch 2018 hat Samsung sich seinen Platz an der Spitze der meistverkauften Geräte im europäischen Raum (EMAE) gesichert. Sodass die Südkoreaner wohl davon ausgehen können, dass technikbegeisterte Fans ungeduldig darauf warten, das neue Gerät auszuprobieren. 

Samsung Galaxy Fold: So soll es funktionieren 

Es hat zwei Bildschirme: einen, der im zugeklappten Modus leuchtet, der so groß ist wie ein kleines Smartphone und sich mit seinen 4,6 Zoll auch mit einer Hand bedienen lassen soll. Das zweite Display zeigt sich erst, wenn der Nutzer das Gerät aufklappt. Dann beginnt es zu leuchten und entfaltet eine 7,3 Zoll große Bildschirmfläche. Dieses zweite Display ist wie das Blatt Papier zwischen den Buchrücken. Sobald der Nutzer es aufklappt erlischt das äußere Display und der größere Bildschirm beginnt zu erstrahlen.  

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Der Wechsel zwischen Auf- und Zuklappen soll fließend sein. Die Inhalte, die Nachrichten, die Videos, die Tastatur sollen unverändert auf das jeweils größere oder kleinere Display übergeben werden. Wer ein Video streamt, soll durch das Aufklappen an der gleichen Stelle weitergucken können, wer eine Nachricht schreibt, soll an derselben Position weitertippen können, nur eben auf einem größeren Display.  

Diesen fließenden Wechsel, den Samsung sich erträumt, ermöglicht das Google-Betriebssystem Android erst mit der nächsten Betriebssystemversion "Android Q" (Version 10), die vermutlich erst im Sommer 2019 in der finalen Version bei den Nutzern landet. Für die erste Version des Falt-Smartphones hat Samsung deswegen auf der Basis des Android-Systems eine eigene Oberfläche namens "One UI" entwickelt.  

Samsung Galaxy Fold: Die technischen Details 

Knapp 2.000 US-Dollar soll das neue Smartphone kosten und zum Start in schwarz, silber, grün und blau angeboten werden. Bereits Ende April sollen die ersten Nutzer es in den Händen halten können. Es soll "Luxus" sein, so formuliert Samsung es selbst bei der Vorstellung und wartet mit Zahlen auf. Zwei Akkus mit je 4.850 Milliamperstunden (mAh) stecken in dem Gerät, 12 Gigabyte Arbeitsspeicher sollen den flüssigen Wechsel vom kleinen auf den großen Bildschirm sicherstellen und 512 Gigabyte Speicherplatz sollen genug Platz für Filme, Fotos und Chats bieten. Auch auf die Frage wie viele Kameras ein faltbares Smartphone braucht, hat Samsung eine Antwort: sechs. Drei Kameras hat Samsung auf der Rückseite, eingebaut, zwei auf der Innenseite und eine Linse auf der Front.

Galaxy Fold: Luxus hat einen neuen Namen 

Es ist innovativ, neuartig und die Technologie hinter dem faltbaren "FlexDisplay" ist zukunftsträchtig. In Form eines Smartphones bietet ein faltbares Display aber nur wenige Vorteile im Vergleich zu den aktuellen Geräten. Was die Neuvorstellung aus Südkorea aber sicher auslöst: Sie begeistert Technikverliebte und stillt die Neugier auf das Neue und Unbekannte. Es ist eine teure Spielerei, die Samsung mit dem Galaxy Fold vorgestellt hat. Eine Spielerei, die es sich im Elektromarkt wohl lohnt auszuprobieren, die aber momentan schon wegen des hohen Preises ein Vorführstück und ein Luxusprodukt ist, kein massentauglicher Alltagsgegenstand.

 

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