Stand: 25.10.2017 12:39 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

Google Home: Die Mini-Version im Praxis-Test

Googles neuer smarter Mini-Lautsprecher sieht aus wie ein Stein. Für zwei Tage ist er in das Bad unserer Redakteurin eingezogen. Ihr Fazit: nette Spielerei.

Der neue Mitbewohner im Badezimmer ist unscheinbar. Wie ein kleiner grauer Stein liegt er auf dem Fensterbrett - immer bereit, Fragen zu beantworten, Musik abzuspielen oder Nachrichten vorzulesen. Bereits nach wenigen Minuten wirkt der 59 Euro teure smarte Lautsprecher, als wäre er immer Teil der Einrichtung gewesen, auch, weil er sehr unauffällig ist.

Google Home Mini: Wo soll ich ihn hinstellen?

Google hatte in den USA das Problem, dass der Home Mini bei einem Test die gesamte Kommunikation aufgezeichnet hat. Der Lautsprecher schaltete sich nicht automatisch aus. Das ist im N-JOY Test nicht passiert, auch weil Google das Problem behoben hat. Trotzdem wohnte die Box im Badezimmer. Hier finden nur selten private Unterhaltungen statt und er kann schnell per Zuruf Musik starten. Um dem Gerät nicht zuviel zu verraten ist der Tipp: Stellt ihn nicht ins Schlaf- oder Wohnzimmer, sondern besser in Zimmer, in denen ihr keine privaten Gespräche führt.

Google Home Mini: Wobei hilft er im Alltag?

Der Google Home Mini funktioniert mit dem Google Assistant, das ist der Sprachassistent, der auch auf Android-Telefonen die Fragen der Besitzer beantwortet. In unserem Alltagstest haben wir nur die wenigsten Funktionen des Google Home verwendet. Die Wichtigsten:

  • Musik und Radioprogramme starten
  • Aktuelle Nachrichten von Deutschlandfunk und Tech-Portalen wiedergeben
  • Öffnungszeiten herausfinden
  • Verkehrslage auf dem Weg zur Arbeit oder zum Kino
  • Wettervorhersage
  • Witze erzählen

Tatsächlich soll der Google Home viel mehr können: Termine aus dem Kalender vorlesen, Spiele spielen, Wissensfragen beantworten oder auch vorspielen, wie bestimmte Tiere, beispielsweise Delphine, klingen.

Wie gut beantwortet der Google Home Mini Fragen?

Der große Pluspunkt: Der Assistent hat die meisten Befehle verstanden und ausgeführt. Fragen mit Wertungen: "Welcher ist der beste Fußballverein der Welt?" oder "Welche ist die beste Wecker-App der Welt?" hat er nicht beantwortet. Das Ergebnis: Das hat er nicht verstanden.

Auch eine spezielle Playlist zu starten, schien fast unmöglich. Auf einzelne Künstler hingegen konnte der Assistent reagieren und die passenden Songs abspielen. Radioprogramme zu starten, beherrschte auch der große Bruder "Google Home", den wir vor einigen Wochen getestet haben.

Was ungewohnt war: Die Frage muss präzise gestellt werden. Versprecher, kurze Pausen während des Sprechens oder kurze Wortfindungsstörungen bestraft der Sprachassistent sofort. Er versteht es nicht.

Googles smarte Mini-Box: Wie gut klingt die Musik?

Für einen kleineren Raum wie das Bad ist die Klangqualität ausreichend. Zwar lässt ein so kleiner Lautsprecher vermuten, dass er blechern klingt, im Test war das allerdings kein Problem. Aber: Meist war die Lautstärke recht leise. Eine Musikanlage in einem großen oder belebten Raum kann er natürlich nicht ersetzen.

Was passiert mit den Fragen, die ich Google Home Mini stelle?

Jede Frage, die ihr an den Google Home Mini und den integrierten Sprachassistenten richtet, landet in euren Google-Aktivitäten. Heißt, jeder Sprachbefehl, den ihr mit "OK Google" einleitet, schickt die smarte Box ins Netz. So erkennt sie, was ihr sagt, bietet Antworten an, übermittelt die Daten aber auch an den Suchmaschinenkonzern. Was ihr alles gefragt habt, könnt ihr in euren Google-Aktivitäten nachgucken. Aber, nicht erschrecken: Hier sammelt der Konzern auch alle Suchanfragen, die ihr eintippt, wenn ihr im Browser mit eurem Google-Account angemeldet seid und auch Navigationsanfragen über die Kartenapp Maps.

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der Graf | 25.10.2017 | 14:20 Uhr

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