Stand: 14.07.2020 16:23 Uhr

Google Pixel Buds: Solide Technik, hoher Preis

Knapp 200 Euro kosten die neuen Bluetooth-Kopfhörer von Google. N-JOY hat sie vorab getestet.

Solide - mit diesem Wort lassen sich die ersten vollständig kabellosen In-Ear-Kopfhörer von Google beschreiben. Seit dem 13. Juli 2020 sind die knapp 200 Euro teuren Kopfhörer in Deutschland auf dem Markt. N-JOY konnte die Kopfhörer vorab bereits testen. Das Fazit: Die neuen Google Pixel Buds ordnen sich nahtlos in die Rangfolge der großen Hersteller ein, Superkräfte fehlen ihnen allerdings.

Der Klang: Googles Pixel Buds landen zwischen Samsung und Apple 

Gitarrenlastige Musik von Rise Against ("Satellite") und Pop-Musik von Burak Yeter und Danelle Sandoval ("Tuesday") zeigen, dass Google beim Klang vieles richtig gemacht hat - auch im direkten Vergleich mit der Konkurrenz: Während Samsungs Galaxy Buds+ vor allem bei Gitarren-Sounds verwaschene Klänge abspielen, bieten die Google-Kopfhörer einen klaren Klang, der mit dem der Apple AirPods vergleichbar ist.

Beim elektronischen Pop siegen die Apple AirPods in unserem Test allerdings gegen die neue Konkurrenz von Google - der Bass der Apple-Kopfhörer klingt satter als der der Pixel Buds.  

Bedienung: Wischen und Wedeln

Die Bedienung der kabellosen Kopfhörer erinnert ein bisschen an die Zauber-Bewegungen des Harry-Potter-Universums: Wischt man nach vorne, wird es lauter, nach hinten leiser. Tippt man einmal drauf, wird der Song gestoppt oder gestartet, per Doppel-Tipper springt man zum nächsten Song. Möchte man mit dem Google Assistenten sprechen, hält man den Stecker im Ohr gedrückt.

Die Touchpad-Bedienung erinnert an die der Samsungs Galaxy Buds+ - doch während die Galaxy Buds+ manchmal haken oder nicht reagieren, fällt im direkten Vergleich auf, dass Googles Pixel Buds die Wischbewegungen schneller, fehlerfreier und sanfter umsetzen.

Akku-Leistung: Fünf Stunden Dauerbeschallung 

Vor allem bei den technischen Details fällt auf: Google orientiert sich an der Konkurrenz. Voll aufgeladen sollen die Kopfhörer etwa fünf Stunden Musik abspielen, Telefonate sollen zweieinhalb Stunden am Stück möglich sein. Die Kopfhörer zehn Minuten im mitgelieferten Etui aufzuladen, soll weitere zwei Stunden Musikhören ermöglichen.

Diese Laufzeiten gleichen denen der Apple- und Samsung-Alternativen. Google setzt hier also offenbar auf Bewährtes, statt mit dem Gerät neue Standards zu setzen.

Software: Simultan-Übersetzer dank Google Assistant 

Ein großes Versprechen, das Google mit seinen neuen Kopfhörern liefert, ist die Übersetzungsfunktion. Gemeinsam mit der Google-Übersetzer-App soll sie helfen, die Sprachbarriere im Urlaub abzubauen und Gesagtes in 40 Sprachen simultan zu übersetzen.

Eine ähnliche Funktion hat Google bereits in der ersten Generation der Pixel Buds angeboten, damals noch mit einem Verbindungskabel. Wie gut die Übersetzungsfunktion funktioniert, haben wir im ersten Kurztest noch nicht ausprobiert.

Fazit: Kaufen oder nicht?  

Die Google Pixel Buds wirken im ersten Test wie eine gute Alternative zu den Konkurrenzprodukten. Übertrumpfen können sie die Konkurrenten allerdings nur teilweise.

Wer sich dafür entscheidet, 200 Euro für Bluetooth-Kopfhörer auszugeben, sollte den Klang im Fachhandel testen - denn abgesehen vom Sound bieten die meisten aktuellen In-Ear-Kopfhörer fast identische Funktionen und Akkulaufzeiten.

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der Graf | 14.07.2020 | 12:00 Uhr

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