Stand: 23.01.2019 13:17 Uhr

Handy im Winter schützen: So entgeht ihr dem Handy-Kältetod

Der Touchscreen reagiert in Zeitlupe, der Akkustand fällt: Der Grund - die Kälte greift euer Smartphone an und kann Display und Akku langfristig schaden.

Der Mensch und das Smartphone haben einiges gemeinsam: Sie funktionieren am besten bei Plusgraden, bei Minusgraden werden sie langsamer und wenn sie zu lange in der Kälte sind, können dauerhafte Schäden entstehen. Wer sich aber warm anzieht, der kann den Winter in vollen Zügen genießen. Wir verraten euch, mit welchen Tricks, ihr euer Smartphone vor dem Kältetod rettet und welche Gefahren der Winter für euer Handy bereit hält.

1. Arbeitstemperatur: Zwischen Null und 35 Grad

Jedes Smartphone hat eine andere Arbeitstemperatur. Bei einem kurzen Blick auf die Zahlen wird aber klar: Kälter als Null ist für kein Smartphone gut. Apple- und Samsung- und Huawei-Geräte laufen bei 0 bis 35 Grad am besten, für HTC-Smartphones gilt eine Maximaltemperatur von 40 Grad und Sony und Motorola warnen vor "extremer Hitze oder Kälte", schreibt Handy.de. Die Folge: Bei Temperaturen, die darüber - oder auch darunter liegen - kann es sein, dass das Smartphone Schaden nimmt.

2. Kälte tötet den Akku

Wenn es kalt ist, läuft das Smartphone langsamer, der Akku ist schneller leer, teils schalten sich Smartphones auch selbst aus. Der Grund dafür: In einem Akku fließen Flüssigkeiten, bei Kälte werden die fester und zäher, dadurch wird der Widerstand im Akku größer und der Strom durchdringt die Flüssigkeit schwerer. Die Folge fasst Handy.de so zusammen:

Im schlimmsten Fall kommt die Stromversorgung vollständig zum Erliegen, wenn das Smartphone im Winter zu kalt wird. Rita Deutschbein, Handy.de

Der Welt erklärt ein Experte: Akkus würden besonders stark unter der Kälte leiden, wenn sie voll aufgeladen seien. "Die Zellen könnten dadurch große Energieverluste erleiden, das sei schlecht für die Laufzeit und die Lebensdauer des Akkus."

Die Tipps: Tragt euer Smartphone nah am Körper, benutzt Kopfhörer mit Sprachassistenten zum Telefonieren oder Nachrichten verschicken, statt das Smartphone langfristig der Kälte auszusetzen.

3. Bei Zimmertemperatur: Handy nicht bei Kälte laden

Das Smartphone hat sich ausgeschaltet, der Akku ist tot. Klar, dass der erste Weg, sobald wir eine Wohnung betreten der zur Steckdose ist. Das ist aber falsch und kann dem Smartphone schaden. Der Grund: Wechseln wir von extremer Kälte in einen zimmerwarmen Raum, kann sich innerhalb des Smartphone-Gehäuses Kondenswasser bilden. Dieses Wasser kann sich an Kontakten - auch solchen am Akku - absetzen. Die Gefahr erklärt Heidi Atzler vom Tüv Süd bei Techbook: "Das Wasser kann zu Kurzschlüssen und Korrosion führen".

Die Tipps: Erstens: Lasst das Smartphone eine halbe Stunde bei Zimmertemperatur aufwärmen, bevor ihr es an die Steckdose hängt. Und Zweitens: Wärmt das Smartphone nicht mit Fön oder auf der Heizung auf!

 

4. Kälte schadet dem Display

Je kälter die Luft, desto langsamer das Display: Der Grund für das Phänomen liegt in der Funktionsweise des Bildschirms. Die Flüssigkristalle im Display verändern sich durch die Kälte, sie werden träger, langsamer und brauchen länger, um zu reagieren, schreibt Heise.de.

Die Folge: Das Handy-Display reagiert nur verzögert oder teils gar nicht auf die Berührung. Teilweise kann die Kälte auch Fehler in der Darstellung verursachen oder das Display verweigert den Dienst vollständig.

Der Tipp: Schützt das Gerät vor Kälte, transportiert es in einer Tasche, umschließt es mit einer Schutzhülle und bedient es über den Sprachassistenten und Kopfhörer. So bleibt die Elektronik warm und euer Smartphone heil.

 

Wasserschaden? So schützt ihr euer Handy, wenn es in der Pfütze gelandet ist.

Falls es Bekanntschaft mit einer Pfütze gemacht haben sollte, solltet ihr sofort folgende Schritte einleiten.

Erste-Hilfe bei Wasserschäden

  • Schritt 1

    Holt euer Smartphone so schnell wie möglich aus dem Wasser und schaltet es aus, um einen Kurzschluss zu vermeiden.

  • Schritt 2

    Wenn sich der Akku in eurem Handy entfernen lässt, holt ihn so schnell wie möglich aus dem Smartphone und entfernt die Sim-Karte. Anschließend trocknet das Handy vorsichtig mit einem Handtuch oder Küchenpapier ab.

  • Schritt 3

    Sollte euer Handy in Salzwasser gefallen sein: Schaltet es aus, entfernt wenn möglich den Akku und spült es mit Süßwasser aus. So verhindert ihr, dass sich Salzkristalle bilden und das Gerät zerstören.

  • Schritt 4

    Bewegt das Handy beim Abtrocknen so wenig wie möglich, um das Wasser nicht noch mehr durch das Innere eures Smartphones zu transportieren. Haltet das Gerät mit dem Display nach oben.

  • Schritt 5

    Verwendet auf keinen Fall einen Föhn - auch nicht auf der Trockenstufe "Kalt". Der Föhn kann das Wasser in noch kleinere Ritzen und so noch tiefer ins Telefon drücken.

  • Schritt 6

    Anstelle des Föhns verwendet im Zweifel lieber einen Staubsauger, um das Wasser aus den Handyöffnungen rauszusaugen.

  • Schritt 7

    Legt euer Handy über Nacht in ein Trockenmittel. Habt ihr kein professionelles Trockenmittel zur Hand, dann legt es einfach in Reis. Klingt komisch, hilft aber wirklich. Reis sollte auch den letzten Rest Feuchtigkeit aus eurem Smartphone saugen.

  • Schritt 8

    Verzichtet auf Hitze! Heizung oder Ofen bringen euch nicht viel weiter und können im Zweifel sogar noch mehr Schaden anrichten - vor allem bei Handys, bei denen sich der Akku nicht entfernen lässt.

  • Schritt 9

    Habt ihr alle Feuchtigkeit aus eurem Smartphone geholt, baut euer Handy wieder zusammen und testet es. Hinweis: Zwischen Wasserkontakt und dem ersten Versuch sollten 24 oder mehr Stunden liegen - nur um sicherzustellen, dass wirklich alle Feuchtigkeit aus dem Gerät verschwunden ist.

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N-JOY | Der Graf | 23.01.2019 | 12:00 Uhr

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