Stand: 08.11.2017 15:21 Uhr

Nacktfotos: So will Facebook gegen Rachepornos kämpfen

Rachepornos: So nennt man es, wenn andere intime Fotos oder Videos von euch online veröffentlichen, um euch damit zu demütigen. Das will Facebook jetzt unterbinden und greift dafür zu etwas seltsamen Mitteln: Die Plattform will eure Nacktfotos schon vorab haben, um euch langfristig zu schützen.

Was erst mal widersprüchlich klingt, verfolgt laut Facebook eine handfeste Strategie: Um Nutzer vor dem Missbrauch von Nacktfotos zu schützen, testet das Netzwerk jetzt eine neue Funktion. Damit keine anzüglichen Bilder ohne euer Einverständnis veröffentlicht werden können, sollen User selber solche Fotos verschicken - und zwar an ihren eigenen Facebook-Account. Das berichtet der Nachrichtensender ABC.

 

Wie soll das Ganze funktionieren?

Der Nutzer soll ein Nacktfoto von sich über den Facebook-Messenger an sich selbst schicken. Eine intelligente Software scannt das Bild. Es entsteht eine Art digitaler Fingerabdruck und die Informationen werden gespeichert. Versucht dann eine andere Person dasselbe Foto ohne entsprechende Berechtigung zu einem späteren Zeitpunkt hochzuladen erkennt Facebook das und kann es, laut ABC, verhindern. Das soll künftig auf Facebook und Instagram funktionieren.

 

Was passiert mit den Bildern?

Die Plattform sagt: Diese Fotos werden nirgendwo gespeichert und sind nur für das Erstellen des "Nackt-Profils" gedacht. Eine weitere Möglichkeit den Upload dieser Bildern zu verhindern, hat Facebook in den USA schon getestet. Wurde ein Foto gelöscht oder als "Racheporno" gemeldet, kann es nicht mehr neu hochgeladen oder geteilt werden. Allerdings greift diese Methode erst nachdem ein solches Foto das erste Mal veröffentlicht wurde.

 

Wann kommt die neue Funktion?

Ob das Verfahren wirklich funktioniert, wird momentan in Australien und drei weiteren Ländern getestet. In Australien arbeitet Facebook mit der Regierung zusammen. Hier soll es jede fünfte Frau zwischen 18 und 45 Jahren schon erlebt haben, dass intime Fotos ohne Zustimmung veröffentlicht wurden. Ob diese neue Funktion auch nach Deutschland kommt, ist bisher unklar.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR Blue | 08.11.2017 | 19:40 Uhr

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