Stand: 30.01.2018 12:38 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

Nokia 2: Android-Smartphone im Test

Smartphone anschalten, anmelden und warten! Das neue Nokia 2 kostet nur 120 Euro - unterstützt die neuesten Versionen des Betriebssystems Android und stellt die Geduld seines Besitzers bereits beim ersten Hochfahren auf die Probe.

Der Bildschirm startet - er ist leer. Viele Sekunden lang bleibt der Home-Bildschirm frei von Apps und Icons. Dann erscheinen die ersten Zeichen und zum Schluss lädt die Uhr - wieder mehrere Sekunden lang. Dieser verlangsamte Startprozess zeigt: Ein 120-Euro-Smartphone liefert deutlich weniger Power als ein High-End-Gerät im Preisrahmen zwischen 400 und 1.000 Euro. Auch beim Starten von Homepages zeigt sich die zurückgefahrene Leistung. Doch natürlich ist der Vergleich zwischen einem aktuellen Gerät, wie dem Pixel 2 oder dem Galaxy S7 mit dem neuen Nokia 2, wie der sprichwörtliche Birnen- und Apfel-Vergleich.

Überblick

Kurzzusammenfassung: Nokia 2 im Test!

Das günstige Android-Smartphone bietet die Basis für einen zuverlässigen Alltagsbegleiter. Allerdings reagiert es auf Befehle verzögert, um eine Webseite zu laden braucht das Gerät etwas länger als High-End-Smartphones und auch der Sprachassistent reagiert mit einiger Verzögerung auf das Schlüsselwort "OK Google". Gleichzeitig liegt das Gerät gut in der Hand, verfügt über ein aktuelles Betriebssystem, das auch weiterhin Updates bekommt und punktet mit dem sehr günstigen Preis. Ein Gerät für Einsteiger, das für Profi-Nutzer aber zu wenig bietet.

Nokia 2: günstiges Smartphone mit aktueller Software

Der Vorteil des Nokia 2 liegt auf der Hand: Das Smartphone kostet unter 150 Euro. Trotzdem liefert der Konzern dahinter, HMD Global, die Geräte mit Android 7 (Nougat) aus und updatet die Betriebssysteme sogar auf die aktuelle Version Android 8 (Oreo). Auch Sicherheitsaktualisierungen liefert Nokia aus. Ein Pluspunkt bei dem Preis. Denn oft sparen die Hersteller von billigeren Geräten bei der Sicherheit - und verzichten auf Sicherheitsupdates und Aktualisierungen des Betriebssystems.

Nokia 2 Test: Hardware für Wenig-Nutzer

Nokia hat ein 5-Zoll großes HD-Display (1280 x 720 Pixel) in das neue Einsteiger-Gerät eingebaut. Der Speicherplatz liegt bei 8 Gigabyte (GB) - das ist sehr wenig, auch für ein Android-Gerät. Alleine das Betriebssystem benötigt 4 GB und belegt damit die Hälfte des Speicherplatzes. Zusätzlich 1,11 GB benötigen die wenigen vorab installierten Apps wie der Chrome-Browser, die Kamera, die Telefon-App, Gmail, Google Maps oder der Google Play Store. Und auch der Arbeitsspeicher (RAM), er liegt bei High-End-Geräten aktuell bei zwischen 4 und 6 GB, ist beim Nokia 2 am Minimum berechnet: Nur 1 GB RAM bietet das kostengünstige Android-Telefon.

Einige Pluspunkte gibt es aber auch: Das Smartphone unterstützt LTE-Verbindungen zum schnellen Surfen, bietet einen Kopfhörer-Anschluss, der bei immer mehr High-End-Geräten von Google oder Apple fehlt und, wenn ihr das möchtet, zwei SIM-Karten-Slots. Das kann zum Beispiel im Urlaub oder bei zwei Telefonnummern - eine für die Arbeit, eine private - praktisch sein. Und der Akku ist, sogar gemessen an High-End-Smartphones, riesig!

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Die Nokia-Kamera: bei Tageslicht brauchbar

Die Fotoqualität des Nokia 2 ist nicht mit der von High-End-Geräten vergleichbar. Die Selfie-Cam schießt Bilder mit 5 Megapixel, die auf der Rückseite knippst Fotos mit bis zu 8 Megapixeln. Im Test fällt auf, das die Bilder häufig weniger scharf sind, als die von teuren Smartphones, doch bei Tageslicht macht die Kamera im Verhältnis zum Preis anständige Bilder. Vergleichen könnt ihr die Testfotos in der Bildergalerie.

Kamera-Vergleich: Nokia 2 vs. High-End-Smartphone

Nokia-Smartphone: Der Speicher ist erweiterbar

Wer das Smartphone vor allem für Fotos verwendet, der stößt wegen des begrenzten integrierten Speicherplatzes schnell an seine Grenzen. Deswegen bietet Nokia, wie auch Samsung, als Lösung einen Micro-SD-Karten-Schlitz an. Hier könnt ihr bis zu 128 GB Fotos und Videos auslagern. Auch dieser Luxus fehlt teils bei anderen, teureren Geräten. One Plus, Google und auch Apple verzichten auf den erweiterbaren Speicherplatz. Ein Nachteil: Fotos und Videos lassen sich zwar auf die Micro-SD-Karte auslagern, Apps hingegen nicht. Für sie habt ihr nur 3 GB frei - da der Rest mit Standard-Programmen und dem Betriebssystem belegt ist.

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Android Smartphone unter 150 Euro: Ein Akku-Riese

Ein Problem, dass ihr bei dem neuen Nokia-Gerät nicht haben solltet: Ein leerer Akku. Der Konzern hat dem Budget-Telefon einen riesenhaften Akku gegönnt. Er ist 4.100 mAh groß. Zum Vergleich: Samsungs Galaxy S8 verfügt über 3000 mAh, das S8+ über 3.500 mAh und Apple verbaut, laut der Computerbild sogar nur einen 1,821 mAh-großen Akku im iPhone 8.

Was fehlt: der Fingerabdrucksensor

Nokias neues Smartphone kommt ohne Spielereien aus: Ein Fingerabdrucksensor fehlt in dem 120 Euro teuren Nokia 2 und auch Gesichtererkennungssoftware ist nicht integriert. Ihr müsst das Smartphone also per Muster, PIN oder Passwort sichern. Nicht schlimm, der Preis rechtfertigt diese Einschränkung.

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Fazit: Für wen ist das Nokia 2 eine Alternative?

Wer bisher auf Flaggschiffe von Samsung, Huawei oder Apple gesetzt hat, der wird merken: dem neuen Nokia 2 fehlt einiges an Power - diese Power hat Nokia allerdings in seinem Flaggschiff, Nokia 8 verbaut. Wer allerdings ein günstiges, aktuelles Android-Smartphone sucht, das ihn zuverlässig und ohne Spielereien durch den Alltag begleitet, der kann mit dem Nokia 2 zufrieden sein.

Das Nokia 2 verfügt über den Google Assistenten, reagiert also auch auf Sprachbefehle, und läuft mit einem puren, unveränderten Android-System. Der Vorteil: Dadurch bekommt auch das günstige Gerät regelmäßige Sicherheitsupdates für das Betriebssystem. Der Akku ist stark, die Kamera könnte besser sein. Wer nur wenige Apps benötigt und bei der Bedienung leichte Verzögerungen akzeptiert, der sollte das 120 Euro-Telefon zumindest einmal ausprobieren. Für Foto-Liebhaber und Dauer-Nutzer bietet das Telefon aber zu wenig Leistung.

Zusammengefasst: Es ist ein Smartphone für Einsteiger, die möglichst wenig Geld investieren möchten.

 

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