Stand: 22.10.2018 12:24 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

Nokia 7.1: Das 340-Euro-Smartphone im Test

Es hat eine Notch, eine Zeiss-Kamera und einen Kopfhörer-Anschluss: Das Nokia 7.1 ist der neueste Versuch der Kultmarke, ein gut ausgestattetes Mittelklasse-Smartphone auf den Markt zu bringen. N-JOY hat das 340-Euro-Gerät getestet.

Dreißig Sekunden: So viel Zeit benötigt das neue Nokia 7.1 zum Hochfahren. Dann ist das Betriebssystem Android Oreo (8.1) geladen, der 5,8-Zoll-Bildschirm mit Notch (Aussparung am oberen Rand) reagiert auf Berührungen und die 12 Megapixelkamera ist bereit für den Einsatz.

Dieser Test geht über drei Tage und soll verraten, wie sich das Nokia 7.1 im Alltag schlägt.

1. Bedienung

Wer das neue Smartphone der Traditionsmarke Nokia aus der Verpackung nimmt, der staunt. Denn das 340 Euro teure Gerät fühlt sich hochwertig an. Der Smartphone-Rahmen ist schmal, die Rückseite glatt, das Smartphone glänzt. Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Rückseite unterhalb der Kameralinse, das Display reagiert ohne Verzögerung und zeigt die Bilder dank des HDR-fähigen Displays immer scharf an. Davon abgesehen, dass das Gerät ohne Hülle in den Händen rutscht, läuft die Bedienung flüssig und zuverlässig und auch das Installieren neuer Apps dauert nur wenige Sekunden.

 

2. Akku

Nach 9 Stunden und 40 Minuten und mehr als dreieinhalb Stunden eingeschaltetem Display zeigt der Akkustand noch 27 Prozent. Der Hersteller selbst verspricht bis zu 8 Stunden Video-Zeit, bis zu 14 Stunden Musikhören und eine maximale Gesprächszeit von 19,5 Stunden. Die Zahlen konnten wir im Test so nicht verifizieren: Einen Tag bei normaler Nutzung hält der 3000mAh-starke Akku aber locker durch, selbst wenn ihr, wie unsere Redakteurin sechs Stunden Zugfahrt überbrücken müsst. Fun Fact: Samsung hat im aktuellen Galaxy-S9-Modell einen Akku mit der gleichen Kapazität eingebaut.

 

3. Speicherplatz

"Der Speicher ist fast voll", diese Warnung kann zu strapazierten Nerven und Wutausbrüchen führen. Tatsächlich hat Nokia Modelle im Angebot, die kaum genug Platz für die vorinstallierten Standard-Apps bieten. Das Nokia 7.1 hingegen bietet immerhin 32 Gigabyte internen Speicher. Bei 18 manuell hinzugefügten Apps sind weniger als die Hälfte des Speicherplatzes belegt. Wer gerne Fotos und Videos schießt, der kann sie – typisch für Android-Geräte - auf einer Micro-SD-Karte speichern.

 

4. Kamera

Der Handyhersteller Huawei arbeitet regelmäßig mit dem Fotoexperten Leica zusammen. Nokia hat sich den Optiker Zeiss dazu geholt. Nur der Name alleine macht allerdings noch keine guten Bilder. Wir sind mit einem iPhone 7 und dem Nokia 7.1 auf Fototour gegangen und zeigen euch die Bilder im Vergleich.

Nokia 7.1 vs. iPhone 7: Der Kameravergleich

5. Hardware

Für 340 Euro hat Nokia den Qualcomm-Mittelklasse-Prozessor Snapdragon 636 in sein Smartphone eingebaut, der im Alltagstest eine flüssige Bedienung ermöglicht. Außerdem hat Nokia drei Gigabyte Arbeitsspeicher verbaut und für alle, die auf Bluetooth-Kopfhörer keine Lust haben, einen Kopfhörer-Anschluss integriert. Zusätzlich lässt sich das Smartphone über Fast Charging schnell aufladen.

Der Software-Plus-Punkt: Nokia stattet seine Geräte mit Android-One aus. Das bedeutet: Die Smartphones bekommen drei Jahre lang alle monatlichen Sicherheitsupdates.

 

Fazit: Mittelklasse, die im Alltag überzeugt

Das Nokia 7.1 begleitet Nutzer problemlos durch den Alltag, es schießt bei Tageslicht gute Fotos und interpretiert in schwierigen Lichtverhältnissen das einfallende Licht atmosphärischer als die Konkurrenten. Schwachpunkt: Bilder in dunkler Umgebung sind weniger scharf und beim ins Bild Zoomen verpixelter.
Das N-JOY Fazit: Für den Preis von 339 Euro bietet das Smartphone ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der Graf | 22.10.2018 | 12:00 Uhr

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