Stand: 24.04.2018 13:32 Uhr

Nokia: Die neuen Smartphones im Test

Nokias Smartphone-Familie wächst. Vor fast einem Jahr hat Nokia auf dem Handy- und Smartphone-Markt einen Neustart gewagt. Mittlerweile verkaufen die Finnen vier Modelle. Die neuesten beiden Modelle - das Nokia 6 und das Nokia 7 Plus - mussten sich in einem Testlauf in der N-JOY Redaktion beweisen.

Wie teuer muss ein gutes Smartphone sein? Diese Frage haben sich offenbar auch die Entwickler der neuen Nokia-Geräte gestellt - und gleich zwei neue Mittelklasse-Smartphones vorgestellt, die durchaus bezahlbar sind.

Nokia 6.1: Die wichtigsten Fakten

Das Nokia 6 fühlt sich stabil an und liegt gut in der Hand. Das Smartphone präsentiert sich mit einer 12 Megapixel-Kamera auf der Rückseite und einem 3.000 Milliamperstunden großen Akku, mit dem das Smartphone zwei Tage lang ohne Strom auskommen soll. Der Preis beträgt zum Marktstart knapp 280 Euro.

Im Alltagstest schlägt sich die Neuauflage des Nokia 6 gut. Es fährt schnell hoch und der Speicherplatz ist mit 32 Gigabyte für ein 280 Euro teures Gerät angemessen groß und lässt sich mit einer Micro-SD-Karte erweitern. Das Erstaunliche: Das Gerät läuft flüssig. So ist die Kamera innerhalb kürzester Zeit bereit, Bilder aufzunehmen, und auch die Fokussierung funktioniert gut.

Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite ist gut erreichbar - allerdings hat er einen Nachteil: Der Sensor erkennt nicht immer direkt, ob der richtige oder falsche Finger auf dem Gerät liegt. Dadurch zeigt das Gerät die Meldung "Fingerabdruck nicht erkannt" im ersten Test gleich mehrfach an.


Nokia 7 Plus: Das steckt in dem Smartphone

Das zweite Gerät heißt Nokia 7 Plus. Es bietet den Nutzern eine Selfie-Cam mit 16 Megapixeln und eine Dual-Kamera auf der Rückseite. Die Front des Nokia 7 Plus ist vom Bildschirm geprägt - nur zwei dünne schwarze Streifen am oberen und unteren Rand stören die ansonsten fast randlose Optik, die ein wenig an die Flaggschiff-Smartphones von Samsung erinnert. Der Kostenfaktor zum Verkaufsstart: 399 Euro.

Das Nokia 7 lässt für Standard-Smartphone-Nutzer kaum Wünsche offen. Der Arbeitsspeicher ist etwas größer als der des Nokia 6.1 und bewegt sich auf einer Ebene mit dem des Samsung Galaxy S9. Der Prozessor lässt die Nutzer auch beim Nokia 7 Plus flüssig durch die Apps wechseln. Der Bildschirm ist scharf und auch bei Sonneneinstrahlung noch gut zu erkennen.

Der Fingerabdrucksensor reagiert im Test etwas zuverlässiger als beim Nokia 6.1. Für den Alltag scheint das Nokia 7 Plus eine gute Ausstattung mitzubringen - doch genauso wie das Nokia 6.1 hat das Nokia 7 Plus auch Schwächen.

Kamera-Check: Je höher der Preis, desto besser die Bilder

Der Preis eines Smartphones bestimmt häufig auch die Qualität der Kamera - und umgekehrt. Diesen Zusammenhang zeigen auch die beiden neuen Mitglieder der Nokia-Smartphone-Familie: Bei optimalen Lichtverhältnissen, bei Sonnenschein in der Natur schießen beide Geräte scharfe und gute Bilder - die Herausforderung liegt allerdings in schlechten Lichtverhältnissen.

In unserem Test müssen beide Nokia-Telefone in einem verdunkelten Saal beweisen, wie gut die eingebauten Kameras tatsächlich sind. Das Ergebnis: Bei schlechten Lichtverhältnissen gelangen nur noch wenige Konturen auf das Foto des Nokia 6.1 (links im Bild).

Das Nokia 7 Plus hingegen meistert die Herausforderung (vielleicht auch dank der Dual-Kamera mit zwei Linsen auf der Rückseite) besser, wie das Bild in der Mitte zeigt. Die Konturen sind allerdings verwackelt und unscharf. Das Referenzfoto (rechts) lieferte das aktuelle Google-Smartphone Pixel 2 - hier sind auch die Details größtenteils noch scharf und die Struktur ist noch erkennbar.


Nokia 7 Plus & 6.1: Leichte Unschärfen in Videos

Videos aufzunehmen, bei denen der Filmende läuft, fordert Smartphone-Kameras heraus. Im ersten Kurztest in der N-JOY Redaktion liefern beide Geräte - das Nokia 6.1 (links im Bild) und das Nokia 7 Plus (rechts im Bild) akzeptable Ergebnisse. Allerdings scheinen die Videos leicht ruckelig. Dies könnte daran liegen, dass Videos bei beiden Geräten nur mit 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden - High-End-Geräte nehmen Videos mit 60 Bilder pro Sekunde auf.


Nokia 7 Plus & 6.1: Zocken? Läuft!

In einem Spiele-Check müssen die beide Nokia-Geräte gegen das mehr als 1.000 Euro teure iPhone X antreten. Auffällig, aber verständlich: Das Nokia 6.1 benötigt mehr Zeit zum Laden als die anderen beiden Geräte. Außerdem sind die Displayfarben des Nokia 6.1 weniger knallig und die Farbe ist etwas blaustichiger als bei den anderen beiden Geräten (im Bild oben links).

Das Nokia 7 Plus (im Bild oben rechts) lädt das Spiel schnell und die Farben ähneln denen des iPhone-X-Displays (im Bild unten). Bei Kämpfen sind die Spielszenen auf beiden Nokia-Geräten scharf und gut erkennbar.
Einen Unterschied zwischen sehr teuren Smartphones und Mittelklasse-Geräten muss es aber noch geben. Im Falle des Spiels sind es die Details: Das Spiel passt die Grafik offenbar automatisch an die Leistung des Smartphones und an die verbauten Prozessoren an. Die Folge: Das iPhone X zeigt in der Steppe Gräser und Steine an. Bei den Nokia-Geräten hingegen fehlen diese Details.

Fazit: Gute Geräte mit Abstrichen

Nokia ist es gelungen, zwei günstige und alltagstaugliche Smartphones zu bauen, deren Funktionen wohl für die meisten Nutzer ausreichen. Wer aber - vor allem bei Dunkelheit - viele Fotos schießt, sollte nicht zur günstigsten Smartphone-Version greifen oder im Zweifelsfall noch einmal selbst vergleichen. Auch Samsung bietet für unter 300 Euro gute Mittelklasse-Smartphones an. Welche Kamera besser ist, verrät euch im Zweifel ein Test im Elektromarkt.

Nokia 6.1 & 7 Plus: Das sind die Unterschiede
Nokia 6.1Nokia 7 Plus
Display5,5 Zoll6 Zoll
Auflösung1920 x 1080 px2160 x 1080 px
Entsperren mit: Fingerabdruck, Pin, Passwort, MusterFingerabdruck, Pin, Passwort, Muster
Arbeitsspeicher3 Gigabyte4 Gigabyte
ProzessorSnapdragon 630Snapdragon 660
Kamera (vorn)8 Megapixel16 Megapixel
Kamera (hinten)12 Megapixel12 + 13 Megapixel Dual-Kamera
Akku 3.000 mAh3.800 mAh
Speicher32 GB64 GB 
Speicher erweiterbarja - bis 128 GBja - bis 256 GB
Größe148.8 x 75.8 x 8.6 mm158.38 x 75.64 x 9.55 mm
Preis (UVP)279 Euro399 Euro

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der Graf | 24.04.2018 | 12:00 Uhr

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