Stand: 02.10.2018 16:51 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

Ping-Anrufe: Wenn +216 anruft, ruft nicht zurück!

Alte Masche, neue Nummern: Unter der tunesischen Vorwahl "+216" versuchen Betrüger, euch mit Ping-Anrufen abzuzocken. Das steckt dahinter.

Um halb 12 klingelt das Smartphone, allerdings nur kurz. Während der Arbeitszeit zurückrufen kommt nicht in Frage. Aber der Anrufer scheint hartnäckig: Knapp zwei Stunden später klingelt das Smartphone wieder. Auch diesmal nur für einen Augenblick. Das Display zeigt an: "Verpasster Anruf von +216 xxx". Darunter steht "Tunesien". So passiert ist das einer Kollegin in der N-JOY Redaktion. Ein anderer Kollege hat zuletzt Anrufe von den Seychellen (+248) bekommen.

Sucht man im Netz nach der Vorwahl "+216", spuckt die Suchmaschine sofort entsprechende Artikel aus: "Achtung vor Anrufen aus Tunesien", warnt der Blog Mimikama.at bereits im Oktober 2017. Die Experten von "onlinewarnungen.de" warnten zuletzt vor einigen Wochen vor unterschiedlichen Nummern aus dem Ausland.

So funktioniert die Ping-Anruf-Masche

Vorsicht, Falle: Fake-Anrufe von ausländischen Nummern

Ihr habt einen Anruf verpasst? Von einer unbekannten ausländischen Telefonnummer? Dann ruft auf keinen Fall zurück! Dahinter stecken wahrscheinlich Betrüger. mehr

Was tun bei Anrufen aus dem Ausland?

Die Polizei Sachsen erklärt auf Facebook, bei Rückrufen auf solche "Ping Calls" könnten Kosten von mindestens drei Euro pro Minute entstehen.

Hinter derartigen Nummern verbergen sich Computerprogramme, die Telefonnummern von Adresshändlern oder per Zufallsprinzip anwählen. Die Betrüger wollen damit einerseits herausfinden, ob die Telefonnummer aktiv genutzt wird, andererseits auch auch eure Neugier wecken und einen Rückruf erzwingen.

Was tun? Das empfiehlt die Polizei Sachsen

  • Solche Anrufe ignorieren und auf keinen Fall zurückrufen
  • Im Netz nach der Nummer suchen, um sicherzugehen
  • Die Nummer blockieren

Bei Anruf, Preisansage

Für diese Länder gibt es ab Januar eine Kostenansage

Die Bundesnetz-Agentur hat Länder festgelegt, für die die Mobilfunkanbieter in Zukunft eine Preisansage einrichten müssen. Sobald ihr eine Nummer mit dieser Vorwahl anruft, hört ihr seit Mitte Januar 2018, was der Anruf pro Minute kostet.

Hier die Liste der betroffenen Länder und deren Vorwahlen:
Burundi (00257); Tschad (00235); Serbien (00381); Seychellen (00248);Tunesien (00216); Elfenbeinküste (00225); Guinea (00224); Sudan (00249); Marokko (00212); Tansania (00255); Benin (00229); Mali (00223); Uganda (00256); Madagaskar (00261); Albanien (00355); Bosnien-Herzegowina (00387); Somalia (00252); Liberia (00231); Malediven (00960); Jemen (00967); Mazedonien (00389); Sierra Leone (00232); Global Mobile Satellite System (00881)

Die Polizei Niedersachsen rät Betroffenen, die Anrufe der Bundesnetzagentur zu melden und den verpassten Anruf mit Screenshots zu dokumentieren. Außerdem solltet ihr eure Telefonrechnung überprüfen. Falls unrechtmäßig Geld abgebucht wird, solltet ihr mit der Verbraucherzentrale oder mit dem eigenen Provider sprechen.

 

Weitere Informationen

WhatsApp-Kettenbrief: Ute Lehr verbreitet keinen Virus

04.01.2017 12:20 Uhr

Ein neuer Kettenbrief bei WhatsApp warnt vor Ute Lehr. Angeblich soll sich ein mysteriöser Virus über einen Telefonanruf verbreiten. Doch Entwarnung: Ute Lehr ist harmlos. mehr

Betrug mit gefälschten Online-Stellenangeboten

24.07.2018 12:50 Uhr

Sie locken mit Jobs und benutzen die Bewerber, um Geld zu waschen: Das LKA Niedersachsen warnt vor einer gefährlichen Betrugsmasche. mehr

So schleichen sich Fake-Shops in euren Insta-Feed

02.02.2018 17:20 Uhr

Günstige Schuhe, Shirts und Rucksäcke - auf Instagram schleicht sich die Werbung direkt in euren Feed. Aber nicht alle Werbeanzeigen führen zu seriösen Shops. mehr

Fiese Tricks: So locken Werbeanzeigen in die Falle

20.08.2018 13:50 Uhr

Dreck auf dem Display, ein Haar auf dem Smartphone oder Tausende Nachrichten: Mit diesen fiesen Tricks versuchen Unternehmen euch zum Klicken zu bewegen. mehr

Vorsicht, Radio-Fake-Apps im PlayStore entdeckt

06.06.2018 12:00 Uhr

Schlechte Kopie: Im Google PlayStore ist eine nachgeahmte N-JOY App aufgetaucht. Wir erklären, woran ihr sie erkennt! mehr

Phishing und Spam: So erkennt ihr Fake-Mails

30.08.2018 13:50 Uhr

Momentan kursieren Erpresser-Mails. Darin steht, dass Erpresser euer Smartphone oder euren Rechner gehackt und Videos aufgenommen haben, während Pornos geguckt wurden. mehr

 

Dieses Thema im Programm:

Der Graf | 04.10.2018 | 12:00 Uhr

Multimedia - Neues aus der digitalen Welt

Welches Video ist angesagt? Was gibt's Neues von Facebook? Auf welche Technik-Highlights können wir uns freuen? In der Netzwelt gibt's topaktuell News und Hintergrundwissen aus der digitalen Welt. mehr

WLAN-Tuning: So surft ihr schneller

Im Zeitalter von Streaming und totaler Vernetzung ist es wichtig, den WLAN-Router korrekt einzustellen, um einen schnellen Datendurchsatz zu ermöglichen. Tipps fürs WLAN-Tuning. mehr

Die lustigsten 404-Seiten im Netz

Hillary Clinton beweist Humor und Kreativität - mit der "404"-Fehlerseite auf ihrer Website. Wir haben euch noch mehr kreative und lustige Fehlerseiten aus dem WWW gesucht. mehr

N-JOY
#

Lieblingssong? Teilen!
Achtung. Beim Klick auf das Facebook-Icon wird eine Verbindung zu Facebook hergestellt. Dabei werden bereits Daten an Facebook übertragen.
Songtitel posten: Facebook
01:00 - 06:00 Uhr  [Webcam]