Stand: 06.09.2018 14:00 Uhr

Recalm: Wenn der Lärm Sendepause hat!

Direkt neben dem Presslufthammer arbeiten und - von Ruhe umgeben sein. Diese Vision will ein Start-Up aus Hamburg jetzt wahr werden lassen. Recalm heißt die Firma, das Konzept dahinter soll laute Arbeitsplätze leise machen.

"Schall neutralisieren" - so beschreibt der Gründer Marc von Elling seine Erfindung. Der ehemalige Elektrotechnik-Student aus Hamburg hat ein System entwickelt, das Straßenlärm, Motorengeräusche und Baustellenrauschen ausschaltet. Das Prinzip dahinter funktioniert wie bei geräuschreduzierenden (Noise-Cancelling-) Kopfhörern - nur ohne Kopfhörer. Die Gründer des Start-Ups wollen mit ihren Lautsprechern aber nicht das Gebrabbel der Mitmenschen im Bus stummschalten. Das Team will den Menschen Ruhe bescheren, die an ihrem Arbeitsplatz jeden Tag ohrenbetäubendem Lärm ausgesetzt sind.

Auf Knopfdruck: Stille!

In einem Video zeigen die Gründer, wie das System funktioniert. Menschen steigen in die Kabine eines Baustellenfahrzeuges - der Motor brüllt, es ist laut. Dann, mit einem Knopfdruck, verstummt der Lärm - zurück bleibt ein leises Rauschen und eine Umgebungskulisse, die es ermöglicht, Stimmen und Warnsignale klar und deutlich zu hören. Was klingt, wie ein Allheilmittel für Lärm im Alltag hat einen Haken, erklärt der Erfinder:

Wir können nicht einen ganzen Raum leise machen, sondern wir müssen genau wissen, wo sich die Person aufhält. Marc von Elling, Gründer von Recalm

Deswegen bauen die Gründer ihre Lautsprecher in Sitze ein. Hier ist klar, wo der Kopf sich befindet - also in welchem Bereich der Lärm ausgeschaltet werden soll. Bereits im Frühling 2019 soll aus dem Prototyp des Start-Ups ein fertiges Produkt entstanden sein - die Gründer wollen es auf der Baumaschinenmesse (Bauma) im April vorstellen. Die Hersteller von Traktoren, LKW, Baustellenfahrzeugen könnten das ruhebringende System in die Fahrersitze einbauen und so auch in vermeintlich lauten Arbeitsumgebungen den Lärm ausblenden!

Zukunftsausblick: Straßenlärm beim Schlafen ausblenden?

In Zukunft könnten sich die Gründer sogar vorstellen, dass ihre Technik in Flugzeugen, Büros oder sogar in Betten eingesetzt werden könnten. Jetzt ist das erste Ziel des Hambuger Start-Ups aber: Firmen finden, die Bauarbeiter und Landwirte vor Hörschäden bewahren möchten.

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der Graf | 06.09.2018 | 14:20 Uhr

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