Stand: 18.12.2018 14:53 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

Test: Samsung Galaxy Icon X (2018)

Es braucht nur ein Wort, um den Klang von Samsungs 150 Euro teuren "Galaxy Icon X"-Kopfhörern zusammenzufassen: "Bass". Die In-Ear-Kopfhörer bringen die Club-Tanzfläche direkt in euren Kopf.

Eine starke Frauenstimme, ordentlich Bass und Beats: Bei "More Than Friends" zeigen die Samsung Icon X-Modelle von 2018, wie Dance auch klingen kann. Schon nach wenigen Takten wippt der Fuß, im nächsten Moment scheint das Wohnzimmer oder auch die ganze Stadt zur Tanzfläche zu werden - die Musik im Kopf drängt zum Tanzen.

Wir haben im N-JOY Test fünf Songs gehört, um herauszufinden, für Fans welcher Musikrichtung die Samsung-Kopfhörer das beste Musikerlebnis bieten.

In-Ear-Kopfhörer ohne Kabel

So haben wir getestet

Wir haben uns auf den Klang der Kopfhörer fokussiert - wobei klar ist: Sound ist sehr subjektiv. Die N-JOY Musikredaktion hat insgesamt fünf Songs aus fünf Genres ausgesucht.

  • Rock/Gitarre: Foo Fighters - "Wheels"
  • Pop: Justin Bieber - "What Do You Mean"
  • Dance: James Hype - "More Than Friends" (feat. Kellli-Leigh)
  • R'n'B: Post Malone - "Rockstar" (feat. 21 Savage)
  • Klassik: Ludwig van Beethoven - 5. Symphonie in C Minor, Op. 67, "Fate": I. Allegro con brio (Royal Concertgebouw Orcheestra, George Szell)

Unser Ziel: Herausfinden, ob bestimmte Kopfhörer für einige Musikrichtungen besser geeignet sind als für andere.

Unser Vorgehen: Der Reihe nach haben wir über jeden Kopfhörer die Songs aus den einzelnen Genres durchgehört und Auffälligkeiten notiert. Da nicht jeder Redakteur bei jeder Musikrichtung die Zwischentöne hört, haben teils mehrere Kollegen testgehört. Die Testergebnisse setzen sich aus den verschiedenen Eindrücken zusammen.

Der Klang

Die Samsung-Kopfhörer "Galaxy Icon X" (2018) setzen auf Bass und mischen ihn mit Höhen sowie mit leicht unterdrückten Mitten. Diese Mischung unterstützt die Kraft, die in Dance-Music steckt. Das gleiche Konzept überzeugt auch beim Test-Song der Foo Fighters: "Wheels" sorgt aus diesen Kopfhörern dafür, dass wir mittanzen und springen wollen.

Unspektakulär, aber dennoch angenehm klingt der Justin Bieber-Song "What Do You Mean", wobei es dem Samsung-Modell bei diesem Song - ähnlich wie den B&O-Kopfhörern -  immerhin gelingt, eine kleine Bühne zu eröffnen. Bei "Rockstar" von Post Malone fällt hingegen auf: Die akustische Bühne ist eher schmal, das Lachen kommt nicht aus der Tiefe des Raumes wie beim Konkurrenten Bose, sondern aus nächster Nähe.

Beeindruckend: Den Samsung-Kopfhörern gelingt es sogar, Beethovens 5. Sinfonie dancig klingen zu lassen. Das hat natürlich einen Preis, denn gerade für ein Klassik-Stück sind präzise Töne wichtig. Samsung punktet in der Klangwelt aber eher durch dumpfe Mitten und zu wenig akustischen Raum für ein ganzes Orchester.

Kabellos & im Ohr

Diese sechs Modelle haben wir getestet

Zwischen 130 und 200 Euro: Wer kabellose In-Ear-Kopfhörer möchte, muss sich auf hohe Preise einstellen. Wir haben diese sechs Modelle für euch getestet:

Der Sitz

Die dreieckigen Ohrstöpsel passen sich gut ans Ohr an, sitzen fest und wackeln kaum. Die Gefahr, dass einer der Stöpsel aus dem Ohr fällt, ist sehr gering.

Das Telefonieren

Die Tonqualität ist gut und hat bei einem Anruf auf einem Festnetztelefon sogar zu einem kurzen Wow-Effekt geführt: Die Stimme des Gegenübers klang durch die Kopfhörer, als würde sie einen ganzen Raum füllen. Doch auch bei anderen Telefonaten war die Stimme klar verständlich. Auch bei Straßenlärm und anderen Umgebungsgeräuschen hat das Mikrofon das Gesagte verständlich übermittelt.

Die Bedienung

Einfach, übersichtlich, praktisch: Die Touchbedienung ermöglicht es, das Smartphone einfach in der Tasche zu lassen. Genauer: Lauter / leiser = nach oben / unten streichen; 1 x tippen = stopp; 2 x tippen = nächster Titel;  3 x tippen = vorheriger Titel;  tippen & halten = Menüoptionen wie Sprachbefehl, Workout, Umgebungsgeräusche; 2 x tippen & halten= nächste Playlist.

Die Optik

Je nach Farbe sehr auffällig oder unauffällig: Für den N-JOY Test haben wir pinkfarbene Testgeräte bekommen. Die Farbe ist übertrieben auffällig, wenig elegant und ehrlicherweise wohl nur für die wenigsten Frauen und Männer geeignet, um sie in der Öffentlichkeit zu tragen. Die Größe der Kopfhörer hingegen ist gut: Sie stecken - wenn sie nicht in grellem Pink strahlen - unauffällig in den Ohren.

Die Technik

Vor allem beim ersten Koppeln mit dem Smartphone haben die Samsung-Kopfhörer Probleme verursacht. Die Samsung-Wear-App sollte die Kopfhörer erkennen, was aber nicht sofort geklappt hat. Wie auch beim B&O-Modell lässt sich die Verbindung nur mit Hilfe der App und nicht schlicht über die Bluetooth-Einstellungen des Smartphones herstellen.

Ansonsten sind die Samsung Galaxy Icon X (2018) die einzigen Kopfhörer im N-JOY Test, die einen integrierten Speicher (ca. 3,4 GB) für Musik bieten, sodass Musikhören auch ohne Smartphone in der Tasche möglich ist. Ein aufgeladener Akku ermöglicht beim Streaming mit dem Smartphone laut Samsung fünf Stunden Musikwiedergabe. Wer die Kopfhörer zehn Minuten an den Strom hängt, kann eine weitere Stunde Musik streamen, so das Versprechen. Auch bei den Samsung-Geräten gilt: Die angegebene Akkulaufzeit haben wir im Test nicht überprüft.

Unser Fazit

Die Samsung-Kopfhörer bieten ihren besten Klang bei Songs mit Power. Bei den Foo Fighters mit Bass, Schlagzeug und viel Gitarrengeschramme und auch bei elektronischem Dance mit viel Bass und kraftvoller Frauenstimme überzeugen die Kopfhörer. Weniger geeignet, aber trotzdem noch gut, klingen die Samsung-Stöpsel bei klassischer Musik. Ein klares Fazit: Wer gerne tanzt oder beim Sport Musik hört, für den kann die Klangmischung aus Südkorea eine gute Wahl sein.

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der Graf | 20.12.2018 | 12:00 Uhr

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