Stand: 24.05.2018 11:51 Uhr

So findet ihr heraus, was Google über euch weiß

Instagram, Facebook, Google und Co. verfolgen jeden eurer (digitalen) Schritte. Jetzt sind sie aber auch gesetzlich dazu verpflichtet Einsicht in die gesammelten Daten zu geben. Wir erklären, wir ihr an eure Daten kommt!

DSGVO - fünf Buchstaben, die viel bedeuten. Es ist die Abkürzung für ein neues Gesetz - die Datenschutzgrundverordnung. Sie sorgt dafür, dass große Unternehmen ab dem 25. Mai verpflichtet sind, euch Auskunft darüber zu geben, welche Informationen sie über euch gesammelt haben. Sie müssen euch auch die Möglichkeit geben, diese Daten einzusehen und zu speichern. Große Unternehmen wie Facebook, Instagram oder Google haben diesen Prozess vereinfacht und bieten die gesammelten Daten zum Download an.

Daten runterladen: So geht's!

Was weiß Facebook über euch?

Bei Facebook könnt ihr alle Informationen, die die Konzerne über euch haben, herunterladen. So geht's:

Persönliche Daten von Facebook herunterladen
Öffnet den Punkt "Deine Facebook-Informationen"in den Einstellungen und klickt auf den Punkt: "Deine Informationen herunterladen". Wählt jetzt alle Daten aus und wählt dann "Datei erstellen" aus. Fertig!

Wichtig: Speichert die Daten auf einem sicheren Rechner oder einer externen Festplatte, die nicht mit dem Netz verbunden ist. In den Dateien steckt ein großer Teil eures Online-Lebens, das solltet ihr wie Geheimnisse sehr gut schützen.

 

Daten-Download bei Google: Schritt für Schritt

Jeder, der ein Nutzerkonto bei Google besitzt, kann sich die gesammelten Daten zum Beispiel per E-Mail zuschicken lassen und so einsehen, welche Informationen das Unternehmen gespeichert hat. Mit diesem Link gelangt ihr direkt zum Archiv-Download von Google. Schritt für Schritt, klappt es so, mit dem Daten-Download:

1. Loggt euch in euer Google-Konto ein

Auf eure persönlichen Google-Daten könnt ihr nur dann zugreifen und sie archivieren, wenn ihr in eurem Nutzerkonto eingeloggt seid.

2. Klickt auf "Persönliche Daten & Privatsphäre" und "Inhalte kontrollieren"

Im Bereich "Mein Konto" gelangt ihr zu euren persönlichen Daten und Einstellungen. Klickt auf den Unterpunkt "Inhalte kontrollieren".

3. Im Bereich "Daten herunterladen" klickt ihr auf "Archiv erstellen"

Ihr findet den Button "Archiv erstellen" rechts unten bei "Daten herunterladen".

4. Wählt aus, welche Daten ihr herunterladen möchtet

Wenn ihr nur die gespeicherten Daten von beispielsweise "Chrome" oder "Maps" sichern möchtet, könnt ihr das mithilfe der Schieberegler einstellen. Spannender ist es aber natürlich, alles herunterzuladen.

5. Klickt ganz unten auf "Weiter"

Wenn ihr euch entschieden habt, welche Informationen ihr von Google archivieren lassen möchtet, klickt ihr im unteren Bereich der Seite auf "Weiter" um im nächsten Schritt festzulegen, in welchem Datenformat ihr die Informationen herunterladen möchtet.

6. Wählt das Format für euren Download aus

Hier könnt ihr zwischen den Formaten "ZIP" (empfohlen) und "TGZ" wählen. Wenn ihr euch jetzt fragt, was TGZ ist - ladet die Daten als Zip-Datei herunter. Die kann jeder über kostenlose Programme wie WinZip oder 7zip entpacken.

7. Wählt aus, wie ihr die Daten erhalten möchtet

Google sammelt eure gewünschten Daten und schickt euch eine E-Mail, wenn sie fertig sind. Unsere Empfehlung: Ladet die Daten auf euren Rechner und bewahrt sie am besten auf einem USB-Stick oder einer Festplatte auf, die nicht permanent mit dem Internet verbunden ist. Der Grund: Wenn ihr einen Blick in die heruntergeladenen Daten werft, seht ihr, die Informationen sind sehr persönlich - deswegen, schützt sie vor den Blicken Fremder.

8. Klickt auf "Archiv erstellen"

Ihr seid fast fertig, nur noch ein Klick auf "Archiv erstellen" und Google legt los ...

9. Warten, warten, warten ...

Je nachdem, welche Bereiche ihr für das Archiv ausgewählt habt, kann die Erstellung der Datei eine Weile dauern - mit etwas Pech sogar mehrere Tage. Also nicht wundern, wenn die Mail mit eurem Download-Link euch erst später erreicht.

Aufgepasst: Ihr solltet die Daten in jedem Fall auf einem Rechner oder einer Festplatte sichern, die nicht mit dem Internet verbunden ist. Schließlich sollen eure privaten Daten auch privat bleiben.

 

 

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