Stand: 04.06.2018 10:30 Uhr

WM: TV & Beamer mieten - ist das sinnvoll?

Ihr wollt die Fußball-WM auf einem riesigen Fernseher oder einer Leinwand schauen und die Geräte mieten, statt sie zu kaufen? Diese 4 Fragen solltet ihr euch vorher stellen.

Nicht jeder mag Public Viewings - ungemütlich, laut, zu viele Menschen. Die Alternative: Sich mit Freunden zusammentun und zu Hause ein eigenes kleines Event auf die Beine stellen. Dazu muss aber das richtige Equipment her.

Wenn euer Fernseher einfach zu klein ist oder ihr die Spiele im Garten auf einer Leinwand verfolgen wollt, gibt es Anbieter, bei denen ihr Geräte wie High-Quality-Fernseher, Mini-Kühlschränke, Beamer, Leinwände oder auch ganze WM-Pakete inklusive Grill, Zapfanlage und Beamer ausleihen könnt. Aber lohnt sich das als Alternative zum Kauf? Und wie sehen die Vertragsbedingungen aus?

Diese 4 Fragen solltet ihr euch stellen, bevor ihr euch technische Geräte wie Fernseher oder Beamer gegen Geld leiht:

1. Preis-Leistung: Lohnt sich das finanziell?

Es gibt im Netz zwei große Anbieter, die deutschlandweit WM-Aktionen anbieten und Geräte verleihen: Media Markt (in Zusammenarbeit mit Grover) und das Portal Otto Now. Die Preise für Fernseher gehen - je nach Anbieter, Mindestmietdauer und Modell - stark auseinander:

  • Media Markt zeigt 55-Zoll-Fernseher "ab 139,90 Euro" für einen Monat an. 75 Zoll kosten dann aber schon "ab 449,90 Euro". Beamer gibt es "ab 74,90 Euro" oder - mit 4k - "ab 199,90 Euro". Den endgültigen Mietpreis erfahren Kunden erst, wenn ihnen ein konkretes Modell zugeteilt wurde.
  • Bei Otto Now werden uns Beispiel-Geräte von Samsung angezeigt: 55 Zoll für 124,99 Euro, 75 Zoll für 174,99 Euro im Monat - allerdings beziehen sich diese Preise auf eine Mindestmietzeit von drei Monaten. Wer das Gerät nur einen Monat lang nutzen möchte, zahlt mehr als das doppelte. Zum Fernseher gibt es jeweils eine kleine Zapfanlage dazu.

Fazit: Rechnet genau durch, wie lange ihr welches Gerät braucht, wie viele Freunde mit zahlen wollen und ob sich die Miete - zum Beispiel im Verhältnis zum Anschaffungspreis - lohnt. Leiht ihr beispielsweise den 75-Zoll-Samsung-Fernseher "UE75MU6179UXZG" bei Otto Now für einen Monat, zahlt ihr fast 400 Euro - das ist fast ein Drittel des Neuanschaffungs-Preises und lohnt sich vielleicht nur, wenn eure Freunde sich beteiligen.


2. Wo ist es am günstigsten?

Falls ihr euch dafür entscheidet, dass es euch die Kohle wert ist und ihr euch einen Beamer oder einen Fernseher ausleihen wollt, schaut genau hin: Neben den beiden großen Anbietern und ihren WM-Aktionen gibt es bei euch in der Region bestimmt auch Local Dealer, die Geräte vermieten. Außerdem bieten Saturn und Conrad völlig unabhängig von der Weltmeisterschaft immer mal wieder Geräte zum Verleih an. Zwar ist das Angebot dort nicht so groß, aber vielleicht ist für euch etwas Passendes dabei.

Fazit: Vergleicht unbedingt die Preise und schaut euch auch beim Händler oder Elektromarkt um die Ecke um!


3. Wie festgelegt bin ich?

Ihr wollt euch euer Gerät genau aussuchen? Das geht nicht überall: Media Markt will zwar "ein Top-Produkt" garantieren - auswählen könnt ihr aber nur die Größe und nicht die konkrete Marke oder das Modell des Fernsehers. Bei Otto Now werden direkt konkrete Geräte inklusive ihrer technischen Daten angezeigt.

Fazit: Macht euch klar, dass ihr eventuell nicht genau das Gerät bekommt, das ihr im Auge habt - und fragt im Zweifel nach.


4. Was passiert, wenn etwas kaputt geht?

Kippt ihr euer Bier über den Fernseher oder stolpert im Torjubel über das Kabel, kann es für euch teuer werden: Die Geräte von Media Markt sind bei Eigenverschulden nur zu 50 Prozent versichert. Die andere Hälfte des Anschaffungspreises zahlt ihr also. Bei Otto Now sind die Geräte gar nicht versichert, wenn ihr sie selbstverschuldet kaputt macht. Ein Sprecher verweist auf Nachfrage von N-JOY darauf, dass immer mehr Haftpflichtversicherungen auch Schäden an gemieteten Produkten übernehmen würden. Darauf solltet ihr euch allerdings nicht verlassen, sondern unbedingt vorher in eure Versicherungsunterlagen schauen.

Immerhin: Gehen Geräte bei sachgemäßer Benutzung, also ohne euer Verschulden kaputt, wollen die Verleiher für eine Reparatur oder einen Ersatz sorgen. Vergleicht die Versicherungskonditionen auch hier mit denen von eurem Local Dealer!

Fazit: Hinterfragt unbedingt die Vertrags- und Versicherungskonditionen und gleicht sie mit eurer Haftpflichtversicherung ab, damit es am Ende nicht teuer wird.


Geräte zu mieten, ist nicht immer sinnvoll

Unser Fazit: Fernseher zu mieten, ist ganz schön teuer, wenn ihr die Kosten allein tragt. Überlegt euch also gut, ob ihr nicht doch lieber langfristig denken und auf den Kauf eines Gerätes sparen möchtet. Andererseits sollte man auch bedenken, dass ein neues Gerät, wenn die nächste WM ansteht vielleicht schon nicht mehr euren Ansprüchen genügt. Wer Geräte leiht, hat die Chance, immer auf dem technisch neuesten Stand zu sein.
Viel günstiger ist es, einen Beamer zu mieten. Ein weiterer Vorteil: Ihr kriegt das Bild noch größer, um die Spiele mit noch mehr Leuten zu schauen.

 

Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der Graf | 04.06.2018 | 12:00 Uhr

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