Stand: 21.05.2021 11:02 Uhr | AutorIn: Nele Wehmöller

WhatsApp-Kettenbrief warnt vor Gruppeneinstellungen nach Update

In einem Kettenbrief wird behauptet, ein neues WhatsApp-Update würde es nun ermöglichen, dass jeder uns zu Gruppen hinzufügen kann. Was an der Nachricht dran ist und auf welche Einstellungen ihr achten solltet.

Erst die geänderten WhatsApp-Nutzungsbedingungen seit dem 15. Mai, jetzt ein neuer Kettenbrief, der seit Donnerstag bei vielen WhatsApp-Nutzerinnen und -Nutzern die Runde macht und für Verunsicherung sorgt:

Er kündigt an, dass es "letzte Nacht" ein Update gegeben haben soll, bei dem die Gruppeneinstellungen geändert wurden. Nun sollen uns angeblich auch Fremde zu Gruppen hinzufügen können.

Was ist dran am Update und den angeblichen Änderungen? Kurz: Nix!

Der auf Fakes im Netz spezialisierte Blog Mimikama.at ist dem Kettenbrief (siehe Foto oben) bereits nachgegangen. Richtig ist demnach, dass es ein WhatsApp-Update gegeben hat. Doch das habe nichts an den Datenschutzeinstellungen für Gruppen geändert. Die hätten nämlich immer schon standardmäßig auf "Jeder" gestanden.

Bis 2019 konntet ihr das auch gar nicht ändern, wie Mimikama.at schreibt. Erst im November 2019 habe WhatsApp diese Einstellung überarbeitet. Seitdem können Nutzerinnen und Nutzer einstellen, ob sie immer noch "Jeder", der ihre Handynummer hat, in Gruppen einladen darf oder ob dies nur gespeicherten Kontakten erlaubt sein soll.

Viele haben aber - ohne es zu wissen - trotzdem die Standardeinstellung "Jeder" beibehalten. Wenn ihr die Einstellung hingegen bereits auf "Meine Kontakte" geändert hattet, hat auch das neueste Update diese Einstellung nicht ohne euer Wissen auf "Jeder" zurückgestellt, wie die Experten von Mimikama.at schreiben. Dafür hatten sie die Einstellungen an mehreren Smartphones getestet, die das neueste Update noch nicht installiert hatten.

Der Verbraucherzentrale würden hingegen Erfahrungsberichte von Nutzerinnen und Nutzern vorliegen, bei denen die Einstellung nach dem Update auf "Jeder" stand, obwohl sie es zuvor geändert hatten. Auch bei einem Test der Verbraucherzentrale sei dies der Fall gewesen.

Wie bei jeder Software kann es laut der Verbraucherzentrale auch bei WhatsApp-Updates passieren, dass vorgenommene Einstellungen auf die Standardeinstellungen zurückgesetzt werden. Sie empfiehlt daher, nach Updates und Neuinstallationen immer die Datenschutzeinstellungen zu prüfen.

So ändert ihr die Gruppeneinstellungen:

Obwohl der Kettenbrief viele Nutzerinnen und Nutzer verunsichert, hat er auch einen guten Nebeneffekt: Denn viele checken jetzt ihre Gruppeneinstellungen. Wie ihr das macht, beschreibt die Kettenbrief-Nachricht übringens richtig:

Geht bei WhatsApp auf "Einstellungen", dann auf "Account" und schließlich auf "Datenschutz". Wählt ihr im nächsten Schritt "Gruppen" aus, könnt ihr die Einstellung bei "Diese Personen können mich zu Gruppen hinzufügen" von "Jeder" auf "Meine Kontakte" ändern.

Aber aufgepasst: Wenn ihr diese Einstellung wählt, kann euch danach niemand mehr ohne Bestätigung zu einer Gruppe hinzufügen, dessen Nummer ihr nicht eingespeichert habt - also auch nicht der Organisator eines Junggesellinnenabschieds oder der Trainer eures Vereins. Stattdessen haben diese Menschen nur noch die Möglichkeit, euch eine persönliche Einladung zu schicken.

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N-JOY | Der Graf | 21.05.2021 | 13:50 Uhr

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