Stand: 08.09.2016 23:38 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

iPhone 7: Wasserdicht und ohne Kopfhörerbuchse

Da ist es! Das neue iPhone 7 ist wasserdicht, die Kopfhörerbuchse fehlt und Apple präsentiert mehr Speicherplatz: Das ist die neue iPhone 7-Familie - die Details!

Apple setzt in diesem Jahr auf Partner: Aus der One-Company-Show wurde in diesem Jahr eine Gruppen-Präsentation. Nintendos Super Mario, die Macher von Pokémon Go, der Sportartikelhersteller Nike, ja sogar James Cordon, der in seinem Carpool Karaoke bereits Rihanna und Michelle Obama zum Singen animierte, durften bei der diesjährigen Apple-Keynote die Jubelrufe der Anwesenden genießen. Dabei war der überraschende Held des Abends Super Mario! Denn der kommt auf das iPhone.

iPhone 7: Super Mario Run

Kopien gibt es viele, das Original aber nur einmal. Genau dieses Original schafft jetzt den Schritt auf das iPhone - genauer im Dezember. Denn Super Mario Run ist eine neue Version des Klassikers, die dem Touchscreen gerecht wird. Mario rennt einfach drauflos - der Spieler muss nur mit dem Finger tippen und schon hüpft Mario über Blumen oder erklimmt Stufen. Je länger man drückt, desto höher springt er. In den Worten von Nintendo: Das ist das erste Mal, dass man Super Mario mit nur einer Hand spielen kann: Beim U-Bahn fahren, beim Hamburger essen oder während man in einen Apfel beißt.

iPhone 7: Der Kopfhörer-Anschluss fehlt

Super Mario war der Anfang, dann startete der wichtigste Teil des Abends. Apple schaffte endlich Klarheit: Ja, der Kopfhörer-Anschluss ist weg! Ersatzlos gestrichen. Ab jetzt läuft alles über den Lightning-Anschluss, der bisher nur fürs Aufladen oder die Datenübertragung genutzt wurde. Um die Fans von klassischen Kopfhörern milde zu stimmen, legt Apple dem iPhone 7 und dem iPhone 7 Plus einen Adapter bei und ein paar Kopfhörer, mit Kabel und Lightning-Anschluss. Doch das Ziel, das wurde bei der Präsentation in San Francisco klar, ist es, die Kabel an Kopfhörern abzuschaffen. Heißt: Apple setzt auf Wireless! Dafür bieten sie auch passende 179 Euro teure Kopfhörer an - die AirPods.

Für alle, die Musik gerne über die Lautsprecher des Smartphones hören, spendiert Apple im neuen iPhone 7 gleich zwei Lautsprecher für den Stereo-Klang. Ein Lautsprecher sitzt oben, einer unten.

iPhone 7 und iPhone 7 Pro: Wasser- und dampfresistent

Den Wegfall der Kopfhörerbuchse nutzt das Hightech-Unternehmen und macht das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus wasser- und dampfresistent. Das war zu erwarten, denn der Konkurrent Samsung stellte bereits im März dieses Jahres ein wasserdichtes Galaxy S7 vor. Trotzdem gibt es einen Unterschied: Apple hat sich für den etwas weniger strengen Standard IP67 - den Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen - entschieden. Samsung hingegen hat seine Geräte auf den "Schutz gegen dauerndes Untertauchen" (IP68) ausgelegt.

iPhone 7 und 7 Plus: Bessere Kamera

Die iPhone-Familie bekommt neue Kameras. Die kleinere Version des iPhone 7 behält eine Linse und bekommt einen neuen Blitz. Das iPhone 7 Plus hingegen soll seine künftigen Nutzer mit einer Dual-Kamera auf der Rückseite überzeugen. Der Vorteil: Die Kamera erlaubt es, Tiefenunschärfe in Fotos zu erzeugen und zum Beispiel den Hintergrund eines Porträts unscharf zu machen. Außerdem haben die neuen 12-Megapixel-iPhone-Kameras einen integrierten Bildstabilisator. Den hat Apple bisher nur beim iPhone 6s Plus spendiert. Beide Kameras sollen außerdem das größte Manko bei den bisherigen Kameras ausmerzen: Durch eine sehr große Blende sollen nun auch Fotos bei schlechtem Licht oder nachts noch besser werden. Die Kamera auf der Vorderseite bekommt 7 Megapixel Auflösung, so viel wie noch nie.

iPhone 7: Mehr Speicher, schnellerer Prozessor

Während die bisherigen Apple-Smartphones durch zu geringen Speicherplatz auffallen, soll die nächste Generation endlich mehr Freiheiten bieten. Im Detail: Apple schafft die 16- und 64-Gigabyte-Versionen ab. Stattdessen gibt es die neuen iPhones in Varianten mit 32, 128, und 265 Gigabyte. Als kleines Geschenk für alle, die jetzt ein neues iPhone 6s kaufen möchten: Auch hier gelten die neuen Speichergrößen - das 16-Gigabyte-Modell wird abgeschafft. Außerdem wird der Prozessor besser: Apple verbaut den neuen A10-Fusion-Chip und verspricht: Er ist 120 Mal schneller als der im ersten iPhone vor neun Jahren.

Design beim iPhone 7: (Fast) alles bleibt beim Alten

Während die Form der neuen iPhones der Vorgänger-Variante sehr ähnlich bleibt, wird es zwei neue Farben geben. Für mehr Abwechslung in der Hosentasche bietet Apple die neuen iPhones in mattem Schwarz ("Black") und in Hochglanz-Schwarz, dem "Jet-Black", an. Außerdem gibt es auch diesmal, neben der neutralen silbernen Variante, die wohl eher an Frauen gerichteten Varianten in Roségold und Gold. Ein neues Design bekommt auch der wohl meistgedrückte Knopf auf dem iPhone. Der Homebutton funktioniert beim iPhone 7 nicht mehr mechanisch, sondern nur über Berührung. Die größte Neuerung hier: Auch die Apps können haptisches Feedback über den Homebutton geben, der dann zum Beispiel vibriert.

iPhone 7: Wann erscheint es? Was kostet es?

Ab dem 9. September gibt es das iPhone 7 und auch das iPhone 7 Plus zum Vorbestellen. Ab dem 16. September wird es dann verschickt. Die kleinste Version des iPhone 7 mit 32 Gigabyte integriertem Speicher gibt es ab 759 Euro. Für die beiden größeren Varianten - 128 GB und 265 GB - fordert Apple immerhin 869 Euro beziehungsweise 979 Euro. Das große iPhone 7 Plus startet bei immerhin 899 Euro in der kleinsten Speicher-Variante. Der Preis schraubt sich bei 128 Gigabyte auf 1.009 Euro und bei der 256-Gigabyte-Version sogar auf 1.119 Euro hoch.

Was gab es sonst noch: iOS 10 und Pokémon Go im Uhrenformat

Apple umrahmte mit vielen Gästen und kleinen Neuerungen die Präsentation des neuen Flaggschiffs. So nahmen sich die Gastgeber in San Francisco knapp eine Stunde, um das neue Betriebssystem iOS 10 vorzustellen, das am 13. September erscheint, dessen Details aber bereits im Juni offiziell vorgestellt wurden. Außerdem trumpfte der Apple-Chef, wie erwartet, mit einer neuen Smartwatch auf. Der Apple Watch Series 2. Sie ist wasserdicht, bekommt ein neues Betriebssystem (Watch OS 3) spendiert und hat ein eingebautes GPS-Modul. Außerdem wird es eine Version extra für Jogger geben - erarbeitet zusammen mit dem Sportartikelhersteller Nike.

Noch ein Fun-Fakt für alle Pokémon-Go-Spieler: Pikachu könnt ihr künftig auch mit der smarten Apple-Uhr ausbrüten! Denn mit dem Erscheinen der neuen Uhr gibt es das Augmented-Reality-Spiel auch für die Apple Watch. Zwar benötigt ihr zum Fangen der Pokémon auch weiterhin ein Smartphone, Pokéstops könnt ihr aber auch auf der Apple-Uhr öffnen.

Fazit: Solide bis langweilig

Das Überraschendste an der diesjährigen Apple-Präsentation waren die Partner, die zusammen mit Tim Cook durch den Abend führten. Einerseits lenkten sie ab von den wenigen echten Neuerungen während der zweistündigen Vorstellungsprozedur. Denn die meisten Fakten waren bereits bekannt. Andererseits bewiesen die Gast-Spieler: Die Technik steht. Ein Smartphone, egal ob iPhone oder nicht, bleibt ein Smartphone. Jetzt geht es um die Software, um die Anwendung, um unseren Alltag. Und vor allem darum, wie wir das Smartphone künftig einsetzen wollen. Um das herauszufinden, müssen sich alle - egal ob TV-Moderator, Sportmarke oder Spiele-Entwickler - zusammentun, ausprobieren und Ideen entwickeln. Das ist die Zukunft der Smartphones und Apple ist zumindest einen ersten Schritt in diese Richtung gegangen.

Dieses Thema im Programm:

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