Stand: 06.12.2016 12:00 Uhr

Warum tut Liebeskummer so weh und was hilft?

Liebeskummer nervt - egal wie alt wir sind. Er wirft uns aus der Bahn und manche haben sogar körperliche Schmerzen. Warum ist das so und was können wir dagegen tun? In unserer Rubrik N-JOY Brainhacks beantworten wir Alltagsfragen und geben Tipps, wie ihr am besten damit umgehen könnt.

Ob 14 oder 34 - Trennungen tun weh. Wer geliebt hat, empfindet Schmerz, wenn diese Liebe vorbei ist. Für einige wird der seelische Schmerz sogar zu körperlichen Qualen. Aber: Warum geht es uns so und was können wir tun, um uns wieder besser zu fühlen?

Liebe hat Auswirkungen auf unseren Körper.

In einer Liebesbeziehung verändert sich unser Hormonspiegel. Das Gehirn schüttet mehr Botenstoffe wie Oxytocin, Serotonin und Dopamin aus. Das Hormon Oxytocin ist für Vertrauen und Bindungsgefühle verantwortlich. Serotonin gibt uns ein Gefühl von innerer Ruhe und Dopamin ist ein Glückshormon. Nach einer Trennung müssen wir plötzlich ohne diese Hormone klarkommen.

Eine Trennung ist wie ein Entzug.

Deshalb fühlt sich das Liebes-Aus für viele wie eine Art Entzug an. Besonders Frauen haben oft körperliche Symptome: Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Erschöpfung. Es gibt sogar Psychologen, die Aspirin oder Beruhigungsmittel bei Liebeskummer als erste Hilfemaßnahme empfehlen.

Liebeskummer als eine Form der Trauer

Trauer spielt sich grundlegend bei allen Menschen in vier Phasen ab. Diese Phasen kommen uns auch vom Liebeskummer bekannt vor und wir alle müssen sie in unserem eigenen Tempo durchleben:

  1. Nicht-wahrhaben-wollen
  2. Wut und Verzweiflung
  3. Neuorientierung und
  4. zum Glück irgendwann ein neues Gleichgewicht

Der N-JOY Brainhack gegen Liebeskummer

Kümmert euch aktiv um euch selbst. Um Oxytocin zu produzieren, brauchen wir beispielsweise Körperkontakt. Eine Umarmung oder Massage von Freunden kann helfen. Wer niemanden zum Knutschen hat, kann sich sein Dopamin über Sport oder übers Essen von Omega-3-Fettsäuren (zum Beispiel in Fisch) holen. Sexualpädagogin Anja Henningsen von der Uni Kiel schwört außerdem auf Gespräche:

Es ist für jeden wichtig, zu merken, dass es auch andere gibt, die diese Schmerzen erlebt haben. Die Spiegelung unserer Gefühle durch andere ist entlastend. Nur wenn wir in Gesprächen unsere Gefühle erstmal verstehen, können wir danach anfangen, sie zu verarbeiten.

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | 06.12.2016 | 16:20 Uhr

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