Stand: 22.08.2019 10:29 Uhr | AutorIn: Dhala Rosado

10 Dinge, die ihr noch nicht über Wespen wusstet

Sommerzeit ist Wespenzeit: Jedes Jahr aufs Neue plagen uns die fiesen Biester. Dann schmecken Eis, Obst und Fruchtsäfte vor lauter Stress plötzlich nur noch halb so gut und ständig sieht man wildfremde Menschen in der Öffentlichkeit verrückte Tänzchen aufführen.

Aber wie steht es um euer Wissen über die Tierchen, die uns die schönste Zeit des Jahres vermiesen? Wusstet ihr zum Beispiel, dass Wespen am liebsten ins Gesicht stechen? Einfach, weil wir im Gesicht am verletzlichsten sind. Sympathisch... Nicht!

Aber: Immerhin tut der Wespenstich nicht so weh wie ein Bienenstich. Denn auch, wenn eine Biene nur einmal stechen kann, pumpt ihr abgetrennter Stachel zehnmal so viel Gift in unseren Körper wie der einer Wespe. Aber die Wespe lässt sich natürlich nicht lumpen - schließlich kann sie öfter stechen als ihre Artgenossin. Das nennt man dann wohl ausgleichende Gerechtigkeit im Tierreich.

Mehr davon? Wir haben 10 spannende Fakten für euch gesammelt.

1. Wespen sind Geier in Schwarz-Gelb

Wespen sind Aasfresser. Die meisten Arten füttern ihren Nachwuchs mit Fleisch - bevorzugt Insekten. Das ist auch ein Grund, warum sich Wespenstiche oft entzünden. Bei einem Stich werden Keime übertragen. Um den eigenen Energiebedarf zu decken, setzen Wespen aber auch auf Süßkram: Kuchen, Eis und Erfrischungsgetränke wie Cola oder Apfelsaftschorle locken sie an.


2. Auch Wespen machen Honig

Eine Wespenart ist aber Vegetarier: die Honigwespe. Wie die Biene ernährt sie sich von Pollen und Nektar. Weltweit gibt es etwa 210 Arten der Honigwespe. In Deutschland lebt nur eine einzige Art: die Celonites abbreviatus.


3. Nur die Wespenkönigin überlebt den Winter

Auch Wespen leben in sogenannten Staaten mit einer Königin als Oberhaupt. Die größten Nester baut die Gemeine- und die Deutsche Wespe. In solchen Staaten hat eine Wespenkönigin bis zu 7.000 Untertanen. Am Ende des Winters ist die amtierende Königin die einzige Überlebende. Alle anderen Wespen sterben. Insgesamt leben die meisten Wespen übrigens nur vier bis sechs Wochen.


4. Wespen sind Meister-Architekten

Wespennester bestehen aus morschem Holz, das sich die Tiere überall besorgen und zerkauen. Bei Knappheit schälen sie sogar die Rinde von Bäumen ab. Bis zu 4.000 Arbeiterinnen helfen beim Nestbau. Im schlimmsten Fall kann so ein Wespennest einen Durchmesser von bis zu zwei Metern haben.


5. Biene Maja müsste eigentlich Wespe Maja heißen

Bei genauer Betrachtung ist Biene Maja gar nicht mehr so niedlich. Eigentlich ist sie nämlich eine Wespe - zumindest farblich. Wespen haben einen gelb-schwarzen Körper, während Bienen eigentlich bräunlich gefärbt sind.


6. Wespen sind quasi unsterblich

Auch tote Wespen können stechen. Solange die Leichenstarre noch nicht eingetreten ist, können Berührungen Nervenreflexe auslösen, die das letzte Gift aus dem Stachel pressen. Also Finger weg von regungslosen Wespen!


7. Es gibt sie wirklich: die Monsterwespe

Gruselig: In Indonesien wurde vor ein paar Jahren eine Riesenwespe entdeckt. Bei dieser Art wird das Männchen bis zu sechs Zentimeter lang. Damit passt das Monster quer auf ein Smartphone. Diese Art ist fünfmal größer als unsere "Alltags-Wespe".


8. Hornissen sind auch Wespen

Hornissen gehören zur Familie der Faltenwespen. Eine Hornissenkönigin kann bis zu vier Zentimeter lang werden und legt 41 Eier am Tag. Fun Fact: Sie hat es gerne warm. Ihre Arbeiterinnen sorgen mit voller Muskelkraft konstant für kuschelige 30 Grad im Nest - sonst legt Muddi kein einziges Ei.


9. Wespen treiben die Emanzipation auf die Spitze

Männliche Wespen haben eine einzige Aufgabe im Leben: Sie müssen ihre Königin begatten. Sobald das erledigt ist, sterben sie. Widerstand zwecklos. Auch wenn sie immer wieder mit ihren Hinterteilen Angriffsbewegungen machen - stechen können sie nicht.


10. Wespen, Bomben und Drogen passen wunderbar zusammen

Wer hätte das gedacht? Wespen sind die besseren Spürhunde. Als "Spür-Wespe" kann die Brackwespe, eine besonders kleine Wespenart, abgerichtet und zum Aufspüren von Sprengstoff und Drogen eingesetzt werden.

 

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