Anna schaut fern

Programm, das sich lohnt

Der NDR macht Programm für dich! Wir unterhalten, informieren und bilden weiter - im Fernsehen, Radio und im Internet.

Die öffentlich-rechtlichen Programme stellen hohe Ansprüche an sich selbst und ihr Programm, und der NDR ist da keine Ausnahme. Schließlich sollen wir ein Programm für alle machen - nicht nur für die Mehrheit, sondern für alle, die hier im Norden leben. Das heißt zum Beispiel: Nur weil erstaunlich viele Menschen am liebsten Volksmusik hören, vergessen wir nicht, dass es da draußen auch ein paar gibt, die lieber Hip-Hop mögen. Also laden wir vier Bands zu einem Festival ein, organisieren das Konzert und schicken ein Team da hin, das das Konzert für euch abmischt, aufnimmt und überträgt.

Revolverheld über den NDR

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Programm für alle

Dass sich einen bunten Abend der Volksmusik zehnmal so viele Leute anhören würden, von denen viele denken, Hip-Hop ist das, was man auf Trampolinen macht, ist für uns nicht so wichtig - wir sind für alle da, also auch für dich, Hip-Hop-Fan. Das klingt nach Aufwand, und Aufwand ist genau das, was es tatsächlich bedeutet. Sicher kaufen auch wir manchmal einfach einen Spielfilm ein und lassen ihn laufen, aber ein großer Teil unseres Programmes wird von uns selbst produziert - das verstehen wir eben unter der Arbeit eines Senders. Es ist anstrengend, es macht Spaß, und es kostet natürlich Geld.

Öffentlich-rechtlich statt privat

Lina hört Musik.
Musik, die dir gefällt!
Privatsender bezahlen die anfallenden Kosten aus Werbeeinnahmen. Das heißt, während einer Sendung gibt es Werbepausen, und die Firmen, deren Werbung da läuft, zahlen dafür. Je mehr Menschen sich die Sendung (und damit die Werbung) ansehen, desto mehr kann der Sender für diesen Platz in seinem Werbeblock verlangen. Das ist ihre Haupteinnahmequelle. Das heißt auch: Sendungen, die sich nicht so viele Leute ansehen, bringen dem Sender nichts ein, weil er nicht viel Geld für die Werbung nehmen kann. Damit fällt vieles weg, was richtig gut ist, und vieles wird gesendet, was furchtbar ist, so lange sich nur genügend Leute finden, die es trotzdem sehen wollen. Sowas nennt man Programm nur für Mehrheiten.

Politisch unabhängig

Der NDR dagegen finanziert sich zu 90 Prozent aus Beiträgen. Nur so können wir unser Programm von reinen Quoteninteressen unabhängig halten. Und nur so können wir garantieren, dass bei uns auch in Zukunft noch Hip-Hop läuft, auch wenn sich Volksmusik mehr Leute anhören würden. Gleichzeitig sind wir durch die Finanzierung über die Rundfunkbeiträge aber auch politisch unabhängig. Denn weil dieses Geld nicht vom Staat, sondern direkt von den Bürgern kommt, kann der Staat uns auch nicht Programminhalte vorschreiben.

Zehn Dinge, die 17,98 Euro kosten:

  • einmal Kino mit Popcorn

  • kleine Cola und ca. drei sauren Schnüren.

  • eine CD, die ungefähr 60 Minuten läuft.

  • ein T-Shirt, das nach der ersten Wäsche nicht mehr gut aussieht.

  • eine "gute" Strumpfhose.

  • ein Buch.

  • ein kleiner Sack Hundefutter.

  • sieben Dosen Haarspray.

  • 17,98 Snickers.

  • vier mal Freibad.

     

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Junge Frau liegt auf dem Boden neben einem alten Radiogerät und hört zufrieden zu. © KPA/Thomas
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Wenn du Zuhause ausziehst, über 18 Jahre alt bist und eine eigene Wohnung beziehst, dann wird auch für dich der Rundfunkbeitrag fällig: Das sind 17,98 im Monat. Für jeden gilt das Gleiche: Er muss seinen Beitrag leisten - unabhängig davon, wie viel von dem Programm er nutzt und, ob oder wie viele Empfangsgeräte er hat. Der Rundfunkbeitrag wird pro Haushalt erhoben. Das heißt: Eine Wohnung, ein Beitrag. Es ist dabei egal, wer mit wem zusammenwohnt. Wenn du also in einer WG wohnst oder mit deinem Freund oder deiner Freundin zusammengezogen bist, muss nur einer von euch den Beitrag zahlen.  

Höhere Kosten, gleichbleibender Beitrag

Wie hoch der Rundfunkbeitrag ist, bestimmen die Sender übrigens nicht selbst - das wird von einer 16-köpfigen unabhängigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) festgelegt, die aus Wirtschafts-, Kultur- und Medienexperten, Kaufleuten und Juristen zusammengesetzt ist. Und der Beitrag bleibt ziemlich stabil, obwohl die Kosten für die Sender in den letzten Jahren ganz schön gestiegen sind.

Bunt, vielfältig, interessant

Nachrichten, Fußball, Krimis, Serien und Unterhaltung kosten Geld, deshalb gibt es sie auch nicht umsonst:  Mit dem Rundfunkbeitrag sorgen alle zusammen dafür, dass das Programm auch weiter bunt, vielfältig und interessant bleibt. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du dich auch von der Beitragspflicht befreien lassen. Dies ist z. B. der Fall, wenn du Bafög oder Ausbildungsbeihilfe erhältst. Genaue Informationen dazu findest du hier.

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Leere Stühle vor Schultafel © dpa Fotograf: Ralf Hirschberger

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