Stand: 07.10.2016 13:06 Uhr | AutorIn: Katja Kiessling

Phantogram - "Three"

Ein bisschen von Björk und ein wenig von M.I.A. - und ganz viel eigener Sound. Phantogram sind in keine Schublade zu stecken. Katja Kiessling aus der N-JOY Musikredaktion hat es trotzdem probiert und ihr Album "Three" gecheckt.

Künstler

Phantogram

Album

Three

Veröffentlichung

7.10.2016

Musik-Schublade:

Experimenteller Synthie-Pop

Das musst du wissen

Hinter dem Elektro-Duo aus Saratoga Springs, New York, stecken Sarah Barthel und Josh Carter. Sie selbst bezeichnen ihren Sound als "Street Beat Psych Pop". Nach "Eyelid Movies" (2009) und "Voices" (2014) ist "Three" ihr drittes Album. Phantogram haben außerdem das Nebenprojekt "Big Grams" zusammen mit Outkast-Rapper Big Boi. 

Die Album-Highlights

Die Single "You Don’t Get Me High Anymore" ist eine aufreizend coole Trip-Hop-Nummer, die durch ihre treibenden Beats, sphärischen Synthie-Korridore und Sarahs sanft-verträumten Gesang eine tolle Dynamik entwickelt. Angriffslustig und soundgewaltig kommt "Same Old Blues" mit seinen überraschenden Rhythmuswechseln daher. "Funeral Pyre" klingt düster und geheimnisvoll und erinnert in seiner Experimentierfreude an die isländische Wundertüte Björk. Das beatlastige und fast schon psychedelische "Run Run Blood" entfaltet einen herrlich düsteren Vibe und hätte auch wunderbar auf den "Suicide Squad"-Soundtrack gepasst.

Diese Songs könnt ihr getrost überspringen

Das sparsam instrumentierte "Barking Dog" ist etwas zäh und ereignislos, außerdem singt Josh Carter lange nicht so gut wie seine Bandkollegin. Das emotionale Duett der beiden in "Answer" stirbt ein bisschen in Schönheit, die Klavierballade plätschert etwas seicht vor sich hin. Und auch "Destroyer" bleibt nicht so richtig im Ohr hängen.

Hinhören

Wenn ihr auf Soundspielereien steht

Weghören

Wenn ihr düstere Musik deprimierend findet

Fazit

Wertung 4 Sterne
Für Fans von: Santigold, Björk, M.I.A.

Phantogram halten herzlich wenig von Genregrenzen und lassen auf ihrem neuen Album Elemente aus R’n’B, Afrobeat und Indie-Rock mit einfließen. Man hört deutlich, dass der Produzent von M.I.A. und Santigold, John Hill seine Finger mit im Spiel hatte. Die meisten der insgesamt zehn Songs verströmen eine düstere und geheimnisvolle Atmosphäre. Die Arrangements sind dynamisch und abwechslungsreich, der Sound klingt dicht, aber nie überladen. Allerdings könnten Josh Carter ein paar Gesangsstunden nicht schaden. Zum Glück übernimmt Sarah Barthel den Großteil der Lead Vocals.

 

Alle Alben-Checks

Album-Check

03.09.2016 19:36 Uhr

Jede Woche checkt die N-JOY Musikredaktion für euch die Neuerscheinungen im CD-Regal. Die Albumchecks der letzten drei Monate. mehr

Dieses Thema im Programm:

N-JOY | 03.09.2016 | 19:36 Uhr

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