Stand: 14.03.2017 16:13 Uhr

Abgezockt? Betrüger locken mit falschen Stellenanzeigen

Wenn das perfekte Jobangebot per E-Mail hereinflattert, solltet ihr vorsichtig sein. Dahinter könnten Betrüger stecken, die eure Identität klauen möchten.

Gutes Gehalt, wenige Arbeitsstunden und die Anforderungen passen perfekt zum eigenen Lebenslauf? Betrüger klonen Stellenanzeigen von großen Firmen und positionieren sie auf Stellenbörsen oder schicken sie direkt per E-Mail. Das hat das Deutsche Institut für Compliance (Dico) herausgefunden und warnt vor den betrügerischen Jobangeboten.

Der Geschäftsführer Kai Fain von Dico erklärte dem Handelsblatt, die Zahl solcher Fake-Anzeigen nehme in Deutschland zu. Es wären mehrere Hundert Fälle jährlich. Es ist ein Trend der erst in den USA, dann in Großbritannien und jetzt auch in Deutschland zu beobachten ist. Dabei gehen die Betrüger immer ähnlich vor.

Fake-Jobs: So gehen die Betrüger vor

Sie erstellen eine Stellenanzeige, die aussieht wie die eines großen Unternehmens - Logo und auch Informationen sind über die Firma sind angegeben. Im Laufe des vorgegaukelten Bewerbungsverfahrens, hoffen die Betrüger den vollständigen Lebenslauf zu ergattern. Sie bitten um ein Online-Bewerbungsgespräch, der Bewerber soll bei einer kostenpflichtigen Nummer anrufen oder der angebliche Personaler möchte eine Vermittlungsgebühr in Rechnung stellen. Als letzten Schritt fordern die Betrüger die Bewerber auf, sich ein kostenpflichtiges Programm herunterzuladen, um von zu Hause arbeiten zu können.

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Betroffenes Unternehmen aus Deutschland klärt auf

Ein Unternehmen dessen Logo von den Betrügern bereits missbraucht wurde, ist die Kion Group. Sie informieren direkt auf ihrer Webseite über die Betrugsversuche und warnen Bewerber. Das Unternehmen kennt Fälle aus Deutschland, Nordamerika und Brasilien.

Achtung, Identitätsdiebstahl: Die Betrüger wollen den Lebenslauf

Kion vermutet, die Betrüger seien in Deutschland auf möglichst korrekte und detaillierte Daten aus. Denn mit Daten, so die Managerin Ruth Schorn, könne man richtig viel Geld verdienen. Die Gefahr für die betrogenen Bewerber kann groß sein: Mit den Daten aus einem Lebenslauf, können Betrüger die Identität im Netz übernehmen, Banken zu einer Überweisung überreden oder auch weitere Betrugsmaschen starten.

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So erkennt ihr die gefälschten Jobanzeigen

Bekommt ihr eine Stellenanzeige per Mail geschickt, seid vorsichtig. Das ist sehr ungewöhnlich. Entdeckt ihr eine Stellenausschreibung auf einem Jobportal im Netz und ihr habt ein schlechtes Gefühl? Prüft, ob die Ausschreibung auch auf der Webseite der Firmen zu finden ist und ruft im Zweifel an und fragt nach. So ist auch die Kion Group auf den Betrug aufmerksam geworden.

Beim Lesen der Ausschreibung, ob online oder in einer Mail, achtet auch diese Punkte, sie deuten auf Betrüger hin.

  • Steht in der Ausschreibung eine kostenpflichtige Telefonnummer?

  • Ist die Kontakt-Email-Adresse bei einem privaten Anbieter wie gmx.de, web.de, gmail.com oder auch hotmail.com? Firmen Mail-Adresse sehen meist so aus: Nachname@Firmenname.de.

  • Fordert der Firmenkontakt eine Vermittlungsgebühr? Das ist natürlich unseriös. Auch Headhunter werden nicht von den Bewerbern, sondern von den Firmen bezahlt!

  • Ihr sollt eine kostenpflichtige Software runterladen. Das fordert kein seriöser Arbeitgeber.

 

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