Stand: 23.02.2017 13:15 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

Diese Programme schützen euch vor Viren und Hackern

Mail-Adresse weg, Geld abgebucht, Daten gelöscht: Schadprogramme können gefährlich sein. Welche Programme den Rechner am besten schützen, hat Stiftung Warentest jetzt herausgefunden.

Sie jagen E-Mail-Adressen und Passwörter, schmuggeln gefährliche Programme auf Rechner und haben oft nur ein Ziel: Möglichst schnell, viel Geld verdienen. Virenschutzprogramme sollen uns auf dem Rechner vor Angriffen von kriminellen Hackern schützen. Das ist nicht immer einfach, erklärt Stiftung Warentest in der neuen Ausgabe (3/2017), denn die Schadsoftware entwickele sich ständig weiter. Insgesamt testeten sie 18 Antiviren-Programme - vier kostenlose, 13 kostenpflichtige und den auf Windows-10-Rechnern vorinstallierten "Windows Defender". Das Ergebnis: überraschend bis vorhersaussehbar.

Von den 18 Programmen, bewerten die Experten immerhin elf mit der Note "gut" - ein "sehr gut" vergab Stiftung Warentest nicht. Trotzdem ein großes Lob: Neben den kostenpflichtigen Angeboten ergatterten auch zwei der vier Gratis-Programme die Note "gut".

Platz 1: Norton Security Standard - Daumen hoch für den Sieger

Der Testsieger besticht laut dem Test vor allem durch wirklich guten Virenschutz und eine verlässliche Firewall. Vor allem der Wächter, der beim Surfen schädliche Webseiten identifiziert und den Nutzer warnt, hat besser abgeschnitten als alle Konkurrenten. Was fehlt sind zusätzliche Funktionen - nur einen Spamfilter und ein Rettungsmedium, mit dem die Nutzer ihren PC nach einem Viren-Angriff wiederherstellen können, bietet der Hersteller an.
Preis: 23-50 Euro/Jahr; Note: 1,9

 

Platz 2: Kaspersky Internet Security - auf dem Weg nach ganz oben

Die russische Schutzsoftware gilt seit Jahren als Non-Plus-Ultra im Sicherheitsbereich. Dass sie gute Arbeit leisten, hat auch der aktuelle Test gezeigt. Der Wächter ist nur wenig schlechter als der von Norton. Der Scanner, der auf Befehl des Nutzers alle Dateien auf dem Rechner überpfüft, hat im Test nur befriedigend abgeschlossen. Pluspunkt für die Russen: Sie bieten jede Menge Zusatzfunktionen wie Spamfilter, Kindersicherung, Rettungsmedium und eine Funktion die beim Surfen vor neugierigen Hackern schützt sowie den Zahlungsverkehr absichert.
Preis: 36-40 Euro/Jahr; Note: 2,1

 

Platz 3: Eset Internet Security & G Data Internet Security - Zwei Sieger auf dem dritten Platz

Eset kann alles und bringt viele Zusatzfunktionen mit. Damit ergattert der recht unbekannte Anbieter Platz drei. Einziger Punkt in dem Eset nicht gut abschneidet, ist der tägliche Gebrauch. Zusammen mit Eset belegt G Data den dritten Platz. Hier sticht nach Angaben der Tester vor allem der Scanner aus den restlichen Angeboten hervor. Er untersucht Festplatten auf Viren und macht das besser als die übrigen Hersteller.
Eset - Preis: 30-35 Euro/ Jahr, Note: 2,2
G Data - Preis: 34-40 Euro/Jahr, Note: 2,2

 

Platz 4: AVG Internet Security - Sicher surfen

Den vierten Platz hat sich AVG mit einer sehr stabilen Leistung beim Schutz und beim Scanner erarbeitet. Auch die Handhabung bewerten die Tester mit der Note 2. Dafür fehlen - ähnlich wie beim Testsieger Norton - sämtliche Zusatzfunktionen. AVG bietet nur einen Spam-Filter und ein Rettungsmedium an. Kindersicherung, ein geschützer Browser- und Zahlungsverkehr fehlen.
Preis: 29-55 Euro/Jahr, Note: 2,3

Solider Schutz: Sechs der 18 Programme ergattern die Note 2,4

Die weiteren Programme haben im Durchschnitt mit der Note 2,4 abgeschnitten und gehören damit noch zu den Systemen, die guten Schutz bieten. Darunter fallen:

  • AVG Antivirus Free - Preis: kostenlos
  • Avira Antivirus Pro - Preis: 17-35 Euro/Jahr
  • Avira Free Antivirus - Preis: kostenlos
  • Bitdefender Internet Security - Preis: 50 Euro/Jahr
  • BullGuard Internet Security - Preis: 34-60 Euro/Jahr
  • F-Secure Safe - Preis: 40-60 Euro/Jahr

Die Verlierer im Test: Microsofts "Defender"

Bei dem Test gibt es auch Verlierer: Microsofts Windows Defender. Das Programm ist auf vielen Windowsrechnern automatisch installiert und verspricht den Rechner ständig zu sichern. Im Test belegt der "Windows Defender" den letzten Platz. Stiftung Warentest empfiehlt, zusätzlich zum "Defender" auf jeden Fall ein weiteres Anti-Viren-Programm zu installieren.

Die kostenlose und kostenpflichte Version der "Internet Security" von Avast sowie der "Antivirus Plus" von McAfee und die drei unbekannteren Programme "Home" von Sophos, "Antivirus+ Security" von Trend Micro und "Antivirus Pro" von Panda Security bekommen ebenfalls schlechte Noten. Sie schützen nach Angaben der Tester nur schlecht.

Kopf anschalten: Mitdenken ist der beste Schutz

Dabei, das betonen die Tester von Stiftung Warentest, schützt auch der beste Virenschutz-Programm zu 100 Prozent. Deswegen so die Experten: Mitdenken und die Webseiten genau angucken ist notwendig und schützt vor vielen offensichtlichen Betrugsversuchen!

 

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