Stand: 07.01.2016 10:33 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

Rift rückt näher - So teuer wird die VR-Brille

Brille auf und weg! In der virtuellen Realität besucht ihr Konzerte vom Sofa aus. Die Oculus Rift ist ab jetzt vorbestellbar. Für schlappe 699 Euro! Lohnt sich das?

Vor euch steht ein übergroßer Fliegenpilz, ihr dreht den Kopf: Aus einer Höhle watschelt ein Fuchs im Comicstil auf euch zu! Das ist virtuelle Realität. Mehr als drei Jahre warteten Gaming-Fans auf die digitale Taucherbrille Oculus Rift. Sie soll das Spiel-Erlebnis revolutionieren. Pünktlich zum Start der Unterhaltungsmesse CES in Las Vegas startet jetzt endlich der Verkauf. 699 Euro kostet das Stückchen Zukunft für zu Hause, das längst Konkurrenten hat.

Was ist die Oculus Rift?

Die Oculus Rift läutete bereits im Sommer 2012 die Zukunft der Gaming-Branche ein. Als Kickstarter-Projekt startete die Idee einer Brille, die Zockern den Rundum-Blick ermöglicht. Das Layout der Brille erinnert an eine Taucherbrille, die allerdings nicht vor Wasser abschirmt, sondern vor der Realität. So macht ihr es euch gemütlich, zieht die Brille auf und taucht in das Spiel ein. Zwei Bildschirme zeigen euch die neue Umgebung: Fantastische Comic-Welten, aber auch Achterbahnfahrten oder Konzerte besucht ihr mit der neuen Technologie vom Sofa aus. Dabei verändert sich das Bild, sobald ihr den Kopf dreht. Wie in der Realität blickt ihr nach oben in den Himmel, nach rechts, nach links oder zu euren Füßen nach unten.

Was bekommt ihr für 699 Euro?

Da ist die Hardware: Der Sensor, die VR-Brille und der Xbox-One-Controller.

Im Starter-Kit verkauft Oculus die VR-Brille Rift derzeit zusammen mit einem Xbox-One-Controller und den beiden Spielen "EVE: Valkyrie" und "Lucky's Tale". Ersteres ist eine Raumschiff-Simulation, die extra für die Oculus Rift entwickelt wurde. Nur für Vorbesteller ist "EVE: Valkyrie gratis", später wird es extra kosten. Die Screenshots des zweiten Spiels erinnern an "Super Mario", doch statt dem Klempner spielt ein Fuchs die Hauptfigur in dem bunten Jump'n'Run. Leider gibt es bisher nur einen Xbox-One-Controller - in Zukunft sollen die Zocker die Brille mit der Oculus-eigenen Fernbedienung "Touch" bedienen. Bestellt ihr die Brille dennoch vor, soll sie bereits im März in eurem Briefkasten liegen.

Lohnt sich der Kauf?

Bisher ist die Brille wohl nur etwas für echte VR-Nerds. So verfügen bisher, laut Schätzungen des Chipherstellers Nvidia, nur wenige Computer über genug Leistung, um virtuelle Realität zu unterstützen. Die erste Version der Oculus Rift wird vermutlich noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen haben. Diese werden in der zweiten oder dritten Generation aber meist behoben. Erst dann könnte VR auch für alle Nicht-Nerds interessant werden. Der Preis sorgt aber für Proteste: Die Brille sei mit seinen 699 Euro viel zu teuer. Der Oculus-Rift-Erfinder rechtfertigte den Preis beim Tech-Magazinheise.de: Die Bauteile, also die beiden OLED-Displays und auch die Linsen wären kostenspielig, wie auch das hochwertige Audiosystem. Doch die Argumente sind nur teils nachvollziehbar. Die Entwicklerkits kosteten bei der Crowdfunding-Plattform Kickstarter ursprünglich 275 Dollar, schreibt das Tech-Magazin Gamona.de. Also nur die Hälfte des jetzt feststehenden Verkaufspreises.

Gibt es andere VR-Brillen?

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg kaufte das Start-up Oculus 2014 auf: Damit war das innovative Jungunternehmen vom Markt und Google wie auch Microsoft mussten nachlegen. Also: Ja, es gibt andere VR-Konzepte. Das einfachste und am weitesten verbreitetste ist das Google-Prinzip "Cardboard". Statt die Rechner in die Brille zu integrieren, klemmt man sich das Smartphone vor die Nase. Brillen, die nach diesem Prinzip funktionieren, gibt es in ganz unterschiedlichen Ausführungen mittlerweile von Zeiss, Samsung, LG oder auch als Do-It-Yourself-Bastelanleitung. Auch HTC arbeitet an einer Gaming-VR-Brille und sogar die Playstation-Entwickler tüfteln an der Zukunft des Gamings.

Wenn ihr also keine echten Spiele- oder VR-Nerds seid, wartet ab, bis die Rift in Elektromärkten liegt und macht euch selbst ein Bild von der neuen Realität.

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