Stand: 13.10.2017 11:56 Uhr

Oculus Go: Neue VR-Brille für Einsteiger

Die großen Tech-Konzerne kämpfen um die virtuelle Realität: Wir sorgen im Virtual-Reality-Brillen-Chaos für Überblick: Welche Brille kann was und wie teuer sind die Geräte jeweils?

Mark Zuckerberg ist Gründer von Facebook und beruflich Visionär. Am Mittwoch, den 11. Oktober, hat er eine neue Brille für die virtuelle Realität vorgestellt, mit großen Worten:

Die Zukunft wird von Menschen gebaut, die daran glauben, dass es besser geht! Mark Zuckerberg, Facebook-Gründer

Das Ergebnis der Menschen, die für ihn die Zukunft entwickeln heißt Oculus Go. Eine Brille, mit der ihr Träger Video-Spiele, Filme und Fotos in 360-Grad-Optik angucken kann. Doch die virtuelle Realität soll nicht nur zeigen, was wir schon kennen, meint Zuckerberg:

Bei virtueller Realität geht es darum, die Welt so zu sehen, wie sie sein könnte. Mark Zuckerberg bei der Vorstellung der Oculus-Go-Brille

An dieser Vision arbeiten Google, Microsoft, Facebook, Samsung und auch HTC - wie nah sie ihrem Ziel schon sind? Wir erklären, welche Brille was kann!

Facebook: Oculus Go und Oculus Rift

Millionen Menschen will Mark Zuckerberg mit der neuen Oculus-Go-Brille in die virtuelle Realität holen. Die Brille ist komplett kabellos, die gesamte Technik ist in dem Headset verbaut und ein kleiner Controller soll Nutzern helfen, durch die Menüs zu navigieren. Anfang 2018 soll die Brille in den Verkauf kommen, gab das Unternehmen bekannt. Der Preis soll in den USA bei 200 Dollar liegen - was die Brille in Deutschland kosten soll, ist noch nicht klar. Das Besondere an der Brille: Sie verbindet einen vergleichsweise günstigen Preis mit aktueller Technik. Genau wie Google Daydream View oder Samsung Gear VR besitzt sie jedoch nur Sensoren, um Kopfdrehungen des Users zu erkennen, jedoch keine für Bewegungen im Raum.

Schon seit letztem Jahr auf dem Markt ist die Oculus Rift. Das High-End-Modell der Facebook-Tochter wird wie die HTC Vive an den PC angeschlossen und wird mit zwei externen Positionssensoren sowie zwei Handcontrollern namens Oculus Touch ausgeliefert. Der Preis wurde gerade erst dauerhaft auf 399 Dollar beziehungsweise 449 Euro gesenkt.

Google: Daydream View

Sie ist leicht, sitzt gut und kostet nur gut 100 Euro. Die DayDream View ist Googles aktuelle VR-Brille. Statt die Technik in der Brille zu integrieren, setzt der Suchmaschinen-Konzern auf das Smartphone. Vorne in der Klappe müssen Nutzer das Gerät einsetzen. Eine kleine Fernbedienung zum Navigieren ist auch dabei. Seit Google diese Fernbedienung eingeführt hat, stellen auch viele andere VR-Brillen-Hersteller - wie Samsung oder jetzt Oculus - ähnliche Controller zur Verfügung. Weil die Brille nur mithilfe eines Smartphones läuft, ist sie natürlich kabellos. Die Brille eignet sich aber als Einstieg für Menschen, die VR zumindest ausprobieren möchten.

 

Samsung: Gear VR

Samsung und Facebook arbeiten zusammen: Deswegen gibt es alle Spiele, die auf der neuen Oculus-Go-Brille laufen, auch auf Samsungs Gear VR. Die hat in der aktuellen Version auch eine Fernbedienung und und kostet etwa 130 Euro. Anders als bei der neuen Facebook-Brille lagert auch Samsung die Technik noch aus. Statt sie in der Brille einzubauen, muss der Nutzer das Smartphone in die Brille klemmen. Bei der Samsung-Brille gilt das Gleiche wie bei Googles DayDream View: Wer VR-Brillen noch nie ausprobiert hat, kann hier für verhältnismäßig wenig Geld einen Ausflug in die virtuelle Realität wagen, sofern er ein kompatibles Handy besitzt.

 

HTC: Vive

Der Smartphone-Konzern HTC hat eines der Flaggschiffe der VR-Welt entwickelt: die HTC Vive. Dahinter versteckt sich eine Profi-Brille der aktuellen kommerziellen VR-Brillen-Generation. Sie läuft nur mit einem leistungsfähigen Spiele-PC, an den die Brille über Kabel angeschlossen ist. Derzeit gibt es Gerüchte über neue Modelle - offenbar auch ein VR-Headset ohne Kabel.

 

Microsoft: Windows Mixed Reality

Zu den ersten VR-Brillen nach dem Standard "Windows Mixed Reality" gehört die Samsung Odyssey.

Mit der Benennung seines VR-Standards stiftet Microsoft derzeit viel Verwirrung: Unter dem Oberbegriff "Windows Mixed Reality" sollen bis zum Jahresende VR-Brillen von den Hardware-Herstellern Samsung, Acer, Lenovo, HP und Acer erscheinen. "Mixed Reality" suggeriert, dass diese Brillen etwas mit Augmented Reality (erweiterte Realität) zu tun hätten. Anders als klassische VR-Systeme kombinieren AR-Brillen digitale Objekte mit Kamerabildern der echten Umgebung des Users. Keine der angekündigten "MR"-Brillen kann das allerdings. Zwar haben alle Modelle Kameras integriert. Die dienen allerdings nur zum "Positional Tracking" - dank dieser Technik werden Bewegungen des Spielers im Raum in die Spielwelt übertragen - ein Schritt nach vorn im wahren Leben ist ein Schritt nach vorn in der virtuellen Realität. Für dieses "Positional Tracking" brauchen HTC Vive und Oculus Rift noch externe Sensoren, die man im Wohnzimmer platzieren muss. "Mixed Reality"-Brillen können darauf verzichten. Worauf sie nicht verzichten können, ist ein leistungsfähiger PC, mit dem die Headsets per Kabel verbunden werden. Die ersten "Windows MR"-Headsets sollen ab circa 450 Euro kosten.

 

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