Stand: 04.08.2020 11:07 Uhr

13 Gründe, warum Camping-Trips ein besonderes Lebensgefühl sind

Tagsüber entdeckt ihr immer Neues, abends kommt ihr zurück in euer vertrautes Zuhause auf Zeit - und das ist nur einer der Gründe, warum ein Urlaub im Bulli, Zelt oder Caravan unglaublich erholsam ist!

Camping spaltet die Gemüter - die einen sind nach ihrem Jungfern-Trip so angefixt, dass sie nie wieder einen anderen Urlaub machen möchten, die anderen schließen von vornherein aus, es überhaupt jemals ausprobieren zu wollen.

Seit einigen Jahren zeichnet sich allerdings ab, dass das Pro-Camping-Lager immer größer wird: Mittlerweile sind in Deutschland über eine halbe Million Wohnmobile zugelassen, Tendenz stetig steigend. Für etwa elf Millionen Deutsche ist der Camping-Urlaub die Lieblings-Urlaubsform.

Auch junge Menschen lassen sich nicht mehr von dem verstaubten Ruf abhalten, den Camping früher mal hatte: Sharing-Portale boomen, vor allem kompakte, aber stylische Bullis sind auf dem Vormarsch. Wer es rustikal mag, kann sich ab etwa 40 Euro am Tag einen Camping-Bus oder auch einen Wohnwagen mieten. Wer auf mehr Komfort und neuere Modelle steht, kann allerdings auch 120 Euro oder mehr loswerden.

Ob Bulli oder Zelt, ob klassisches Wohnmobil oder Wohnwagen: So ein Camping-Urlaub ist ein erholsames Abenteuer, von dem ihr Freunden und Familie noch lange erzählen werdet. Warum? Darum:

1. Euer Urlaub - eure Route

Seid euer eigener Boss - immer und überall! Egal, ob ihr eure Route vorher plant und Stell- oder Campingplätze reserviert, oder ob ihr einfach drauf los fahrt und schaut, wohin es euch verschlägt und wo ihr die Nacht verbringt: Ihr habt es selbst in der Hand!

Flugzeiten oder andere feste Termine, wann ihr wo zu sein habt? Gibt es nur, wenn ihr es so wollt! Wählt ihr die flexible und spontane Reise-Art, könnt ihr jederzeit schauen, an welchem Traum-Ort ihr länger bleiben wollt und wann es an der Zeit ist, die Stühle wieder einzupacken und weiter zu ziehen.

TIPP: Wollt ihr auf Camping- und Stellplätzen übernachten, informiert euch am besten vorher, wie ausgelastet diese in eurer Urlaubsregion zu eurer Reisezeit sind. In einigen europäischen Ländern wie Schweden und Belgien gibt es zum Beispiel zentrale Sommerferien, in denen es gerne mal voll wird. Auf Facebook gibt es viele Gruppen, in denen sich Camper zusammentun, um Erfahrungen auszutauschen.

 

2. Frische Luft und Natur pur

Egal, ob ihr die Küste Kroatiens oder die Fjorde Norwegens entdecken wollt: Euer Camping-Gefährt bringt euch an die entlegendsten Orte! Wenn ihr mögt, könnt ihr jeden Tag einen anderen Spot anfahren, um ihn per Mountainbike, zu Fuß oder mit dem Schlauchboot zu entdecken.

Und wenn ihr doch einfach mal faul sein wollt? Kein Problem - dann sucht ihr euch einen guten Platz und entspannt im Camping-Stuhl mitten in der Natur. Aber Achtung, so viel frische Luft macht müde!

TIPP: In einigen Ländern ist es erlaubt, außerhalb von offiziellen Plätzen zu campen. Großzügig gehandhabt wird das Wildcampen zum Beispiel in Schweden, Norwegen und Finnland sowie in Estland, Lettland und Litauen. In Deutschland ist Wildcampen grundsätzlich verboten, es gibt allerdings einige Ausnahmen und Schlupflöcher. Einen Überblick darüber, was in welchen europäischen Ländern erlaubt ist, findet ihr hier.

 

3. Die Landschaft ändert sich - euer Zuhause bleibt

Apropos müde - einer der nicht zu unterschätzenden Vorteile am Campen ist, dass ihr zwar immer andere Umgebungen sehen könnt, gleichzeitig aber euer vertrautes Zuhause dabei habt. Selbst wenn ihr mal an einem Spot landet, der euch nicht gefällt oder ziemlich schäbige Gemeinschaftsräume bietet, wisst ihr genau, dass ihr euch am Ende des Tages in euer sauberes Bettchen zurückziehen könnt.

Am nächsten Tag - ihr wisst ja, euer Urlaub, eure Route - lasst ihr den Griff ins Klo einfach hinter euch, um einen schöneren Ort für den weiteren Urlaubsverlauf zu suchen.

TIPP: Ihr wollt sofort weg von eurem Horror-Platz und sucht was Neues, Wildcampen kommt aber nicht in Frage? Es gibt einige nützliche Apps, die euch nahegelegene Camping- und Stellplätze anzeigen - zum Beispiel den "Promobil Stellplatzführer", "Campercontact", "Womo-Stellplatz", den "ADAC Camping- und Stellplatzführer" oder "Park4Night".

 

4. Der Dreck im "Hotel" ist euer eigener Dreck!

Das haben wir bestimmt alle schon mal erlebt: Wir kommen in ein Hotelzimmer oder in eine Ferienwohnung und ekeln uns zu Tode. Fremde Haare im Abfluss oder im Bett - das muss nicht sein!

Beim Camping kann euch das höchstens passieren, wenn ihr ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen anmietet. In diesem Fall schaut ihr bei der Übergabe am besten ganz genau hin. Ansonsten lautet das Motto: Der Dreck, den ihr während eures Urlaubs in eurem Zuhause auf Zeit seht, ist euer eigener Dreck - also halb so schlimm!

TIPP: Seid ihr mit eurer Camping-Ausstattung nicht autark, sondern auf Duschen und Toiletten auf Camping- oder Stellplätzen angewiesen, schaut euch vorab die Bewertungen der angesteuerten Location an. Dort wird meist auch der Zustand der Sanitäranlagen erwähnt.

 

5. Macht euch die Welt, wie sie euch gefällt!

Ob Camping oder Glamping, ob Zelt oder stylischer Bulli, ob Wildcampen oder Sterne-Campingplatz mit Pool und Co.: Jeder Camper kann sich sein ganz persönliches Urlaubserlebnis so zusammenstellen, wie er oder sie es mag.

Seid ihr eher der pragmatische Typ? Dann reicht euch vielleicht ein Zelt oder ein alter Camping-Bus mit Gaskocher und Plumpsklo. Ihr mögt es etwas luxuriöser und stylischer? Dann mietet euch am besten ein ganz individuelles Gefährt.

TIPP: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt - das gilt sowohl für Deko und Ausstattung eures Gefährts als auch für die Gestaltung des Stauraums. Nichts ist nerviger, als ewig räumen zu müssen, um während einer Fahrtpause mal kurz die Campingstühle rauszuholen. Überlegt euch also am besten schon vor eurer Reise, was ihr wohin packt. In vielen Fällen helfen einige Kunststoffboxen für Schuhe & Co. schon weiter, um das Chaos in den Griff zu bekommen.

 

6. Seid euer eigener Wetter-Gott!

Das Wetter soll am nächsten Tag schlecht werden? Dann nutzt ihn doch, um Strecke zu machen und den nächsten Spot auf eurer Route zu erreichen. Ihr steht gerade direkt am Strand und am Himmel ist keine Wolke in Sicht? Dann bleibt ihr halt noch einen Tag länger!

Beim Camping seid ihr euer eigener Reiseveranstalter und könnt viel flexibler auf Wetterlagen reagieren, als wenn ihr euren kompletten Urlaub an einem Ort verbringt. Das ist Freiheit pur!

TIPP: Neben den gängigen Wetter-Apps könnt ihr auch das "Regenradar" nutzen. Damit seht ihr ziemlich genau, welche Regenwolken in den nächsten Stunden auf euch zukommen könnten. Vielleicht sind die Tropfen am Morgen ja auch nur ein kleiner Schauer, für den es sich nicht lohnt, den Traum-Platz am Meer aufzugeben?

 

7. Echte Campingplatz-Romantik

Nach einem Ausflug oder einem faulen Tag am Strand kocht oder grillt ihr euch etwas zu essen, gönnt euch einen kühlen Drink und beobachtet das Geschehen um euch herum: Es gibt kaum etwas, das so romantisch ist wie die Atmosphäre auf einem Campingplatz, wenn der Tag sich langsam dem Ende zuneigt!

Jeder zieht sich gemütlich in seine Parzelle zurück, vereinzelt steigt Grill-Rauch auf, manche spielen leise Musik ab, überall sind gemütliche Abendgespräche zu hören. Einfach hyggelig!

TIPP: Achtet darauf, was in eurer Urlaubsregion erlaubt ist. Gerade in den Sommer-Monaten ist es vielerorts trocken, dadurch kann es passieren, dass offenes Feuer nicht gestattet ist und Holzkohlegrills nicht benutzt werden dürfen.

 

8. Einfach mal offline bleiben

Ihr, die Natur, eure Camping-Ausstattung und eure Reise-Buddys: Meist passiert es ganz automatisch, dass ihr die "normale" Welt ausblendet und einfach im Hier und Jetzt lebt. Den ganzen Tag am Handy daddeln? Das könnt ihr auch zu Hause. Ein Spieleabend im Campingstuhl ist viel entspannter und bringt euch auf andere Gedanken.

Das Gute an Camping-Trips - vor allem für diejenigen, die das Smartphone einfach nicht zur Seite legen können: Je nachdem, wie weit ihr raus fahrt, habt ihr ganz automatisch keinen Empfang und kein High-Speed-Internet mehr.

TIPP: Bevor ihr in die Pampa fahrt, ladet euch am besten Offline-Karten eurer Urlaubsregion aufs Smartphone herunter. Wir wollen ja nicht, dass ihr euch verirrt und nicht in die Zivilisation zurückfindet!

 

9. Ihr werdet nicht lethargisch

Seien wir ehrlich: Für jemanden, der einfach nur zwei Wochen an einem Fleck sitzen und nichts tun möchte, ist so ein Camping-Trip nichts. Denn Camping ist immer mit ein wenig Arbeit verbunden: Zelt aufbauen oder Markise ausfahren, Stühle rausholen, Tisch aufbauen, Geschirr vor der Weiterfahrt sichern, Wasser holen oder den Wassertank auffüllen, beim Kochen und Abwaschen improvisieren - es gibt immer was zu tun!

Das hat aber auch zwei ganz große Vorteile: Erstens fragt ihr euch am Ende des Urlaubs nicht, was ihr überhaupt gemacht habt - und zweitens ist dieses Survival-Feeling auf eine wundersame Art und Weise erholsam!

TIPP: Nehmt euch auf eurer Route nicht zu viel vor - einfach mal zwei Tage an einem Fleck zu bleiben, statt jeden Tag alles zu packen und weiterzufahren, ist auch ganz erholsam!

 

10. Der Kopf ist aus

Diese wundersame Art der Erholung rührt wahrscheinlich daher, dass euer Kopf beim Camping ganz automatisch auf eure Grundbedürfnisse konzentriert ist.

Hunger, Pipi, Durst - ihr müsst euch immer wieder in neuen Umgebungen zurechtfinden und auf andere Situationen reagieren. Auf diesem Survival-Trip vergesst ihr die Alltagsprobleme, die euch zu Hause plagen, ganz automatisch!

TIPP: Falls ihr Camping-Neulinge seid, spielt die wichtigsten Situationen vorher im Kopf einmal durch: Wo dusche ich? Was wird gegessen, wie gekocht? Wie kriegen wir das Geschirr wieder sauber? So vermeidet ihr, dass ihr in der Vorbereitung etwas Elementares vergesst.

 

11. Ihr lernt ganz unterschiedliche Menschen kennen

Auf Campingplätzen und in Camping-Hochburgen tummeln sich ganz unterschiedliche Arten von Menschen: Junge und ältere Menschen, Klein- und Großfamilien, Paare und Singles, gesprächige und zurückgezogene Camper.

Mal hat man Glück, neben sehr netten Campern zu landen, mal steht man neben mürrischen Nachbarn, die jeden unserer Schritte mit skeptischen Blicken verfolgen. Und dann gibt es noch diejenigen, die nicht mehr aufhören zu reden und sehr, sehr neugierig sind. So oder so: All diese Begegnungen und Bekanntschaften machen euren Trip einzigartig.

TIPP: Erfahrene Camper nörgeln oft, dass Neu-Camper nicht grüßen. Das ist tatsächlich so ein Ding unter vielen Campern: Kommt man sich mit seinem Gefährt auf der Straße entgegen, grüßt man per Handzeichen. Auch ein freundliches "Moin" am Waschhaus kann nicht schaden und trägt zur guten Stimmung unter den Nachbarn auf Zeit bei.

 

12. Der Urlaub bleibt bezahlbar

... zumindest, wenn ihr es so wollt und nicht auf Luxus-Camping aus seid! Je nachdem, wohin ihr fahrt, könnt ihr frei stehen, euch auf günstige Stellplätze stellen oder den Campingplatz mit dem Luxus-Pool ansteuern. Ihr könnt selbst kochen oder jeden Tag schick essen gehen. Ihr habt die Wahl!

TIPP: Ein guter Campingplatz muss nicht teuer sein. Wie auch bei Hotels lassen sich viele Betreiber eine Lage direkt am Meer natürlich gut bezahlen - doch es gibt so einige günstige Perlen, bei denen die sanitären Einrichtungen vielleicht etwas rustikaler sind, die aber ansonsten alles bieten, was ihr für das perfekte Camping-Erlebnis braucht!

 

13. Auch nach Hause kommen ist eine Wohltat

Und auch das gehört dazu: So schön ein Camping-Trip auch ist, danach seid ihr sicherlich froh, wohlbehalten und gut erholt wieder zu Hause anzukommen. Das eigene Bett, ein echtes Badezimmer, die eigene Waschmaschine, viel Platz und Stauraum - das alles wissen wir danach wieder viel mehr zu schätzen.

TIPP: Damit ihr euch nach dem Urlaub immer wieder erinnern und euren Freunden euer Abenteuer zeigen könnt, könnt ihr eure Reiseroute mit Hilfe von Apps wie "PolarSteps" oder "TripLine" verewigen. Bei "PolarSteps" könnt ihr auch Fotos zu den einzelnen Zwischenstopps einfügen und so eine Art Reisetagebuch führen. Ob ihr der entsprechenden App Zugriff auf euren Standort gewähren wollt, müsst ihr allerdings selbst entscheiden.

 

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Dieses Thema im Programm:

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