Stand: 27.05.2020 12:51 Uhr

Die größten Grill-Mythen

Profimäßig am Feuer zu stehen weckt die Urinstinkte in uns - und natürlich hat jede Grillmeisterin und jeder Grillmeister seine eigenen Geheimtipps. Hoffentlich bringen die was, denn viele bekannte Ratschläge sind Quatsch.

Der Norden grillt an - und mit der Grillsaison kommen auch die Besserwisser aus ihren Löchern gekrochen. Aber Vorsicht: Rund ums Grillen wimmelt es von Halbwahrheiten und jeder Menge Unsinn.

Wir haben für euch die häufigsten Grill-Mythen entschlüsselt, damit ihr am Grill mit echtem Wissen glänzen könnt.

Anzünden

Mythos: Wer mit Holzkohle grillt, braucht eben eine Weile zum Anzünden.

Falsch: Mit einem Anzündkamin in Form eines schmalen Eimers, zum Beispiel aus Altpapier, geht’s viel schneller. Die Kohle wird gleichmäßig heiß und hat dann die perfekte Grill-Temperatur.


Bier zum Ablöschen

Mythos: Mit Bier abgelöschtes Fleisch erhält ein besonderes Aroma.

Falsch: Das Bier wirbelt nur die Asche auf, die sich dann aufs Fleisch legt. Wer's mag ...


Alufolie

Mythos: Grillen mit Alufolie ist gesünder.

Falsch: Wer sein Fleisch nicht verkohlen lässt, hat ohne Alufolie nichts zu befürchten. Verkohltes Fleisch ist nicht zum Verzehr geeignet - also nicht anbrennen lassen.


Verzehr

Mythos: Das Fleisch direkt nach dem Grillen verzehren.

Falsch: Viel zarter schmeckt das Fleisch, wenn man es anschließend in Alufolie verpackt und ein paar Minuten liegen lässt.


Fleisch anstechen

Mythos: Ob das Fleisch gar ist, findet man am besten raus, indem man es ansticht.

Falsch: Wer das Fleisch ansticht, der riskiert, dass Saft aus dem Fleisch austritt. Besser und viel professioneller ist die Daumenprobe. Dazu mit dem Daumen vorsichtig das Fleisch betasten.
Manche schwören auf den Vergleich mit dem eigenen Daumenballen: Fühlt sich das Fleisch so hart an wie der Daumenballen, wenn man Daumen- und Mittelfingerspitze aufeinanderdrückt, ist das Fleisch noch blutig, also "Englisch". Fühlt sich der Widerstand des Steaks so an wie der Daumenballen, wenn man Daumen Ringfinger aufeinanderdrückt, dann ist es "Medium". Daumen und kleiner Finger: Das Fleisch ist "Well Done"!


Marinade

Mythos: Je mehr Marinade, desto besser.

Falsch: Zu viel Marinade verdirbt den Geschmack. Und wenn Fett in die Kohle tropft, wird's richtig ungesund. Am besten vorher abtupfen. Noch besser: Lieber mehr Geld für ein gutes Stück Fleisch ausgeben und dafür weniger davon essen. Ein gutes Steak braucht nur Olivenöl, eventuell Rosmarin und etwas Salz und Pfeffer. Dazu viel Gemüse und ein paar Kartoffeln mit auf den Grill legen – auch lecker.


Nur Fleisch grillen

Mythos: Man kann nur Fleisch und Würstchen auf den Grill legen.

Falsch:
Wer einen Grill mit Deckel hat, kann auch wunderbar Gemüse darauf grillen. Für Fisch braucht man zusätzlich eine Fischgrillzange. Ein Kugelgrill mit einem Schamottstein (aus dem Baumarkt) eignet sich sogar zum Pizza backen.


Briketts

Mythos: Briketts sind ungesund und zum Grillen nicht geeignet.

Falsch:
Grillbriketts und Heizbriketts sind zwei unterschiedliche Dinge. Qualitäts-Briketts bestehen aus Buchenholzkohle und am Ende bleibt nur wenig Asche zurück.


Barbecue und Grillen

Mythos: Barbecue und Grillen sind ein und dasselbe.

Falsch:
Beim Grillen wird eine Temperatur von bis zu 250 Grad erreicht, beim BBQ sind es nur 90-160 Grad. Beim Barbecue wird das Grillgut vom heißen Rauch umgeben. Diese indirekte Methode eignet sich deswegen auch besser für größere Fleischstücke wie Haxen oder die berühmten Spare-Ribs – das ergibt den typischen BBQ-Geschmack.


Holzkohle- vs. Gasgrill

Mythos: Fleisch vom Gasgrill schmeckt deutlich anders als vom Holzkohlegrill.

Falsch:
Bei einer Blindverkostung schmeckte keiner der Tester einen Unterschied beim unterschiedlich gegrillten Fleisch heraus. Wer bei einem Gasgrill gern zusätzlich Raucharoma ins Grillgut zaubern will, greift am besten zu Smoking-Chips. Die gibt es in verschiedenen Aromen für das entsprechende Fleisch.

 

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Dieses Thema im Programm:

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