Stand: 13.11.2017 18:31 Uhr

Geisterstädte - für immer verlassen

Es gibt sie. Orte, an denen früher gearbeitet, gefeiert und geliebt wurde - die heute nur noch blutleere, tote Gerippe einer Einöde sind. Die Gründe, warum aus einst belebten Orten sogenannte Geisterstädte wurden, sind unterschiedlich. Wir stellen euch ein paar Exemplare vor.

Unsere Reise beginnt im hohen Norden und führt uns über Kalifornien, die Ukraine und Namibia bis zurück ins Herz Europas.

 

Pyramiden auf Spitzbergen - eiskalt sitzengelassen

Pyramiden assoziiert man ja eher mit dem sonnigen Ägypten. Hier kommt der Gegenentwurf: Auf der nordnorwegischen Inselgruppe Spitzbergen liegt die verlassene sowjetische Bergarbeitersiedlung Pyramiden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Pyramiden aufgebaut - mit allen Annehmlichkeiten für die hier angesiedelten Arbeiter, wie dem wohl nördlichsten Hallenbad der Welt:

Bei einer ungefähren Durchschnittstemperatur von -7 Grad macht Sport in der Halle natürlich deutlich mehr Spaß:

Im Jahr 2000 haben die letzten Bewohner Pyramiden verlassen. Diese Balalaikas sind geblieben - manchmal spielen Touristen auf ihnen:

 

Bodie - die fetten Jahre sind vorbei

Früher war Bodie eine Goldgräbersiedlung, die um das Jahr 1880 immerhin 10.000 Einwohner vorzuweisen hatte. Heute ist der Ort eine sehr gut erhaltene Geisterstadt in Kalifornien.

Die relativ geringe Luftfeuchtigkeit verschonte Häuser und Autos von Schimmel und größerem Zerfall.

Selbst dieser Klassenraum sieht lediglich etwas angestaubt aus - die Rechenaufgaben an der Tafel sind noch bestens zu lesen.

 

Prypjat - verstrahlt und verlassen

Die Stadt Prypjat wurde nur ganze 16 Jahre alt. 1970 wurde sie nur vier Kilometer vom damaligen Kernkraftwerk Tschernobyl gegründet, 1986 nach dem Super-Gau komplett geräumt.

Mittlerweile gibt es sogar geführte Touristentouren durch die ehemals rund 50.000 Einwohner zählende Stadt.

Unheimlich wirkt diese Panorama-Aufnahme der Stadt. Im Hintergrund seht ihr den bogenförmigen Sarkophag, der die Atommeiler-Ruine unter sich begräbt.

 

Kolmannskuppe - ein Traum, der zu Sand wurde

Eine weitere Geisterstadt findet sich in der Wüste Namibias im Süd-Westen Afrikas: Kolmannskuppe. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Siedlung von Diamantensuchern gegründet. Und rasch mauserte sich das Örtchen zu einem wahren Luxusort - mitten in der Wüste.

Keine 30 Jahre später wurde der Diamantenabbau im Umfeld des Städtchens aber wieder eingestellt und die vielen Bewohner verließen Kolmannskuppe.

Heute wohnt hier niemand mehr und die Wüste holt sich ihren Raum wieder nach und nach zurück.

 

Alt-Graun - für immer versunken

Mitten aus dem südtiroler Reschensee ragt ein Kirchturm. Er ist das letzte Überbleibsel des Dorfes Alt-Graun, das 1950 einer Seestauung zum Opfer fiel. Über 160 Häuser mussten verlassen werden.

Ideal für Kulturbanausen: Ihr könnt die Kirche einfach von außen fotografieren und müsst nicht extra reinlatschen.

 

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | 15.11.2017 | 00:00 Uhr

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