Stand: 26.04.2017 14:00 Uhr | AutorIn: Dhala Rosado

Schluss mit dem Alltags-Stress

Mehr als die Hälfte aller Deutschen steht regelmäßig unter Strom - beruflich und privat. Aber Stress fühlt sich nicht nur unangenehm an, er macht auf Dauer auch krank. In diesem N-JOY Brainhack klären wir, woher Stress kommt und wie ihr richtig mit ihm umgeht: 11 Tipps, um gelassener durch den Alltag zu kommen.

Den Wecker nicht gehört. Zu lange geschlafen. Schnell anziehen, Tasche packen und los. Keine Zeit für ein Frühstück. Keine Zeit in Ruhe einen Parkplatz zu suchen. Zu spät zur Arbeit gekommen und der Tag ist gelaufen ...

Ob im Job oder in der Freizeit - für viele Deutsche ist es völlig normal, gestresst durch ihren Alltag zu hetzen. Ein gefährliches Gesellschaftsphänomen, denn langfristig kann Stress schlimme gesundheitliche Folgen haben. Eine Studie der Techniker Krankenkasse hat ergeben: Immer mehr Menschen müssen sich wegen Depressionen, Angst- und Belastungsstörungen krank melden. 2016 gab es 90 Prozent mehr Fehlzeiten als noch vor 15 Jahren. Die Ursache: Stress.

Woher kommt Stress?

Es gibt zwei Arten von Stress:

  • Positiver (Eustress) spornt an und macht leistungsfähiger.
  • Negativer (Dysstress) blockiert und schädigt langfristig die Gesundheit: Schlafstörungen, Migräne, Übergewicht, Magengeschwüre, Burnout - um nur ein paar Symptome zu nennen.

Die Ursache für negativen Stress ist Angst. Angst, dass der Partner einen Streit nicht verzeiht. Angst, dass die Präsentation für den Chef nicht rechtzeitig fertig wird. Angst zu versagen. Das Problem: Das menschliche Gehirn ist faul. Anstatt im Moment der Angst nach einer Lösung zu suchen, versetzt es lieber den gesamten Körper in Alarmbereitschaft. Die Hormone Adrenalin und Kortisol werden ausgeschüttet, der Blutdruck steigt, das Herz schlägt schneller, die Pupillen weiten sich, die Atmung wird kürzer und die Verdauung gedrosselt. Jetzt seid ihr bereit, es mit der ganzen Welt aufzunehmen. Ihr könntet wunderbar wegrennen oder den Stressfaktor verprügeln - aber eben nicht mehr klar denken.

1. Bewegt euch!

Sport ist eine der effektivsten Waffen im Kampf gegen Alltags-Stress. Experten empfehlen: mindestens eine halbe Stunde am Tag den Puls auf Trab bringen. Völlig egal, mit welchem Sport - so könnt ihr eurem Körper helfen, die ganzen Stresshormone wieder auszuschwitzen. Lauft zügig von der Arbeit nach Hause, tanzt eine Runde in eurer Küche oder ...

2. Habt mehr Sex!

Mediziner sagen nämlich: Sex hilft mehr als Sport oder frische Luft bei der Bewältigung von Stresssituationen.

3. Zieht euch gemütlich an!

Figurbetont ist vielleicht sexy, aber in engen Hosen, BHs und Oberteilen kann man nicht richtig atmen. Der Körper bekommt dauerhaft zu wenig Sauerstoff und das stresst zusätzlich. Also schafft eurem Körper ein Wohlfühlklima.

4. Organisiert euch!

Der beste Stresschutz ist einfach eine optimale Vorbereitung. Ein schlecht organisierter Tag - egal, ob vollgestopft oder nicht - stellt euren Kopf auf eine harte Probe. Ihr wisst nicht, was auf euch zukommt, lauft Gefahr, Dinge zu vergessen und Zeiten falsch einzuschätzen. Das stresst automatisch. Routinen und gut geführte To-Do-Listen können da eine großartige Hilfe sein. Steht rechtzeitig auf, führt ein Morgenritual ein (ein bisschen Yoga, danach eine Dusche, in Ruhe frühstücken und dann entspannt in den Tag starten zum Beispiel). Und plant eure Aufgaben rechtzeitig. Wichtig: Nicht zu viel vornehmen. Entgegen der geläufigen Ansicht, Multitasking sei eine Qualität, wissen Forscher: Das menschliche Gehirn ist nicht darauf ausgelegt, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun. Konzentriert euch lieber auf eine Sache und bringt die zu Ende. Das ist befriedigend und ihr könnt 100% eurer Gedächtnisleistung darauf verwenden.

5. Schlaft genug!

Euer Körper kann sich nur beim Schlafen richtig erholen. Wie viele Stunden optimal für die Regeneration sind, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Aber Schlafforscher empfehlen mindestens sieben oder acht Stunden pro Nacht zu schlafen. Dauerhafter Schlafmangel lässt euch nicht nur müde und älter aussehen - er ist auch schlecht für die Gesundheit. Dazu gehören auch schlechtere Gedächtnisleistungen, hoher Blutzuckerspiegel, mangelnde Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit - dass das keine guten Voraussetzungen sind, um stabil und entspannt durch den Alltag zu kommen, ist logisch.

6. Lacht den Stress weg!

Forscher haben nämlich herausgefunden, dass Lachen die beste Medizin gegen Stress ist. Bis zu 70 Prozent eurer Stresshormone könnt ihr weglachen und sogar die Erwartung von etwas Witzigem kann schon Wunder wirken. Der Grund: Zwischen eurem Gehirn und der Gesichtsmuskulatur besteht eine gegenseitige Verbindung. Das Gehirn kann also sagen: Du bist fröhlich - lächle! Genau so kann aber auch der Mund dem Gehirn sagen: Ich lächle, also sei fröhlich! Sobald der Mensch lächelt, fühlt er sich nachgewiesen besser. Außerdem werden beim Lachen der Blutdruck gesenkt und Abwehrkräfte gestärkt. Ein witziges Video ist also ein gutes Mittel, um Stress zu bekämpfen.

7. Konzentriert euch auf eure Atmung!

Wenn ihr das nächste Mal im Büro so richtig unter Strom steht, geht kurz auf die Toilette, setzt euch hin, schließt die Augen und atmet ganz bewusst. Sehr hilfreich gegen Stress ist zum Beispiel das 4-6-8-Atemprogramm: Atmet tief ein und zählt dabei bis 4, haltet die Luft an und zählt dabei bis 6 und atmet dann wieder aus, während ihr bis 8 zählt. Die Übung wiederholt ihr mindestens vier Mal und der Stress löst sich in Luft auf.

8. Spannt euch an!

Klingt erst mal seltsam, wenn ihr eh schon total verkrampft seid, aber progressive Muskelentspannung hilft gegen körperliche Beschwerden wie Nacken- oder Kopfschmerzen. Atmet ein und spannt einzelne Muskeln Abschnitt für Abschnitt mit aller Kraft an. Nach ein paar Sekunden atmet ihr laut aus und entspannt die Muskeln wieder.

9. Hört euren Lieblingssong!

Weil das Gehirn automatisch auf Klänge und Musik reagiert, verwandeln sich negative Schwingungen so blitzschnell in gute Vibes. Eine Studie hat außerdem rausgefunden, dass Menschen nach dem Singen glücklicher sind und verstärkt Antikörper gebildet haben.

10. Gönnt euch ein Konter-Getränk!

Und damit ist kein Alkohol gemeint. Schnappt euch ein großes Glas mit stillem Wasser und trinkt es ganz langsam aus. Der Schluckreflex reizt nämlich einen Teil eures vegetativen Nervensystems - den Parasympathikus oder auch Entspannungsnerv. Der stimmt euren Körper auf Erholung und Ruhe ein.

11. Lenkt euch ab!

Bücher, Handyspiele, Gespräche mit Freunden - alles, was das Gehirn fordert, aber nichts mit der Stressursache zu tun hat, hilft! Ein Experiment hat gezeigt: Wenn ihr es schafft, euch abzulenken, kreisen nur noch 17 Prozent eurer Gedanken um die Stressoren - und die sind viel schneller abgeschüttelt als 100 Prozent.

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der N-JOY Nachmittag mit Nina und dem Haacke | 25.04.2017 | 16:20 Uhr

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