Stand: 03.01.2019 17:44 Uhr

Single-Mann adoptiert Mädchen mit Down-Syndrom

Ein Kind mit Behinderung wird zur Adoption freigegeben, mehr als 20 Familien lehnen ab. Doch dann trifft Alba auf Luca - eine rührende Geschichte mit Happy End, die durch einen Bericht der BBC jetzt um die Welt geht.

Im Frühsommer 2017 wird in Italien ein kleines Mädchen geboren, das einen schweren Start ins Leben hat: Ihre Mutter gibt die kleine Alba kurz nach der Geburt zur Adoption frei, doch innerhalb weniger Wochen lehnen mehr als 20 Familien die Adoption ab. Bis Luca Trapanese kommt.

Adoption unter Bedingungen: "Ich war sofort einverstanden"

Der 41-jährige Italiener will schon seit Jahren ein Kind adoptieren, doch es scheint, als würde sein Traum platzen: Die langjährige Beziehung mit seinem Partner geht in die Brüche - und als Single darf Luca nach italienischem Recht kein Kind adoptieren.

2017 wird das Gesetz gekippt - allerdings gelten laut Luca trotzdem Einschränkungen für seinen Adoptionswunsch: "Mir wurde gesagt, man könne mir nur ein Kind mit Problemen geben, entweder mit einer Krankheit oder mit starken Behinderungen oder Verhaltensstörungen - ein Kind, das von allen anderen traditionellen Familien abgelehnt werde", erzählt er der BBC. Er sei sofort einverstanden gewesen.

Mit dem Anruf geht ein Traum in Erfüllung

Im Juli 2017 erhält Luca dann den langersehnten Anruf: Er kann ein Kind mit Down-Syndrom adoptieren - Alba, das Mädchen, das mehr als 20 Familien nicht wollten. Luca, der durch eine selbstgegründete gemeinnützige Einrichtung schon Erfahrung mit Menschen mit Behinderungen gesammelt hat, schließt das Mädchen sofort in sein Herz.

Alleinstehend, männlich, homosexuell: Adoption als Tabu-Bruch

Ein alleinstehender homosexueller Mann, der ein behindertes Kind adoptiert - das mag unkonventionell klingen, wahrscheinlich gibt es leider sogar Menschen, die aus dem einen oder anderen Grund darüber den Kopf schütteln. Luca Trapanese hat über seine Erfahrungen ein Buch geschrieben, das in Italien schon rund 10.000 Mal verkauft wurde.

"Ich denke, meine und Albas Geschichte zerschlägt viele Klischees über Vaterschaft, Religion und Familie", sagt er gegenüber der BBC. So sei es allerdings nicht gedacht gewesen: "Das ist nichts mehr als unsere Lebensgeschichte." Eine wunderschöne Geschichte mit Happy End.

 

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