Stand: 21.11.2017 17:14 Uhr | AutorIn: Chantale Rau

Verhütung: Zyklus-Apps im Test

Von Ghost-Detectors bis Beauty-Apps gibt es viele unsinnige, aber dafür spaßige Apps. Umso größer die Freude, wenn eine den Nutzer im realen Leben unterstützt – so wie Zyklus-Apps, die Eisprung und anstehende Perioden berechnen. Schade nur, wenn diese dann nichts taugen und neun Monate später eine süße, aber schreiende Überraschung bevorsteht.

Baby gefällig? Stiftung Warentest hat 23 Zyklus-Apps für die Betriebssysteme Android und iOS getestet - mit ernüchternden Ergebnissen. Nur drei erhielten die Note "Gut", zwei haben immerhin in Schulnoten eine Drei und eine Vier erreicht. Doch der Großteil ist mit der Note "Mangelhaft" durchgefallen.

Problem der Apps: Jede Frau hat einen anderen Zyklus

Das Hauptproblem liegt darin, dass die meisten Apps anhand von früheren Zyklus-Daten nur unzuverlässige Durchschnittswerte ermitteln. Der Haken: Körper und mathematische Formeln passen nicht immer hundertprozentig zusammen. Die weibliche Zykluslänge schwankt von Natur aus zwischen 25 bis 30 Tagen.

Weitere Faktoren wie sportliche Aktivität oder psychischer Stress können ebenso Einfluss nehmen, das berücksichtigen Algorithmen nicht. Ein weiteres No-go: Einige der getesteten Apps fragen von Geburtsdatum bis Geräteidentifikationsnummer des Smartphones unnötige Daten ab. Neun von ihnen geben die privaten Infos sogar für Werbezwecke weiter.

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Die Gewinner: Aufwendig in der Nutzung

Den drei Gewinner-Apps - Lady Cyle, MyNFP für Android und MyNFP für iOS - liegt das Prinzip der natürlichen Familienplanung zugrunde. Das bedeutet: Die Frau misst am Morgen ihre Körpertemperatur (Thermometer sind zusätzlich zu besorgen) und beobachtet zugleich ihren Zervixschleim. Die Temperatur steigt kurz vor und nach dem Eisprung, der Schleim ist in dieser Zeit klarer und flüssiger.

Die Apps interpretieren die eingegebenen Daten und sorgen so für Überblick. Laut Stiftung Warentest eignen sich die Apps für eine natürliche Familienplanung; diese gilt allerdings als eher unsichere Verhütungsmethode. Bisher gibt es noch keine Studien, die belegen, dass die Apps sicher vor einer Schwangerschaft schützen, weswegen die Tester die Note "Sehr gut" nicht vergeben haben.

Zyklus-Apps sind teilweise kostenpflichtig

Die App Lady Cycle ist komplett kostenfrei, während MyNFP für die Nutzung 3,33 Euro im Monat berechnet. Wer sich jedoch nicht tagtäglich mit Fernglas zur körperlichen Selbstwahrnehmung und -analyse auf die Lauer legen möchte, der kann auf andere Verhütungsmittel wie Pille, Kondom und Co. zurückgreifen.

Alle Ergebnisse findet ihr in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift "test" von Stiftung Warentest.

 

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