Stand: 10.07.2019 14:52 Uhr

Diese 11 Dinge kommen im Norden gut an

Unsere Fußballvereine dissen? Ständig übers Wetter meckern? Kommt bei uns in Norddeutschland nicht so gut an - im Gegensatz zu diesen Dingen.

Die Norddeutschen sind ein ganz eigener Schlag Mensch: Wir sind manchmal ein bisschen wortkarg, wirken ab und zu ein bisschen dröge und können mit klugen Weisheiten um uns werfen. Aber hinter unserer harten Schale steckt auch ein weicher Kern, hinter unserer trägen Art ein sanftes Gemüt. Stellen wir fest, dass jemand bereit ist, sich mit unseren Eigenheiten und den Besonderheiten im Norden wohlwollend auseinander zu setzen, sind wir jederzeit bereit, uns zu öffnen und auch Nicht-Nordlichtern unseren wunderbaren Norden näher zu bringen.

Menschen mit einem "Moin" begrüßen, unsere Strände sauber halten und mehr: Ob ihr hier zu Hause, zugezogen oder nur zu Besuch seid - so macht ihr euch in Norddeutschland Freunde.

1. Den Begriff "Norddeutschland" richtig verwenden

"Ich war schon mal im Norden - in Münster!" Oha - kein guter Start für einen Small Talk mit einem echten Nordlicht. Denn: Je weiter nördlich ein Ur-Norddeutscher wohnt, desto wichtiger ist es ihm, dass er das echteste Nordlicht überhaupt ist.

Da sogar gebürtige Norddeutsche darüber streiten, wo der Norden anfängt und wo er aufhört, seid ihr selten auf der sicheren Seite. Generell solltet ihr Orte, die außerhalb von Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern oder Hamburg liegen, niemals als norddeutsch bezeichnen. Freunde macht ihr euch hingegen, wenn ihr eure Norddeutschland-Definition weiter ausdifferenziert: Seid ihr in Flensburg oder Hamburg, solltet ihr Braunschweig eher als Süd-Norddeutschland einordnen. Sprecht ihr mit Göttingern, könnt ihr getrost einfach von "Norddeutschland" sprechen.

2. Wetterfeste Kleidung statt ständiger Meckereien

Mit dem Schietwetter im Norden ist es wie mit der kleinen Schwester. Als Bruder darf man über sie schimpfen. Aber wehe es lästert jemand anderes. Deswegen: Wir geben es ja selbst zu - unser Wetter kann etwas störrisch und unvorhersehbar sein. Aber man gewöhnt sich an das Schietwetter - und kann sogar gemeinsam darüber lachen. Also: Wenn ihr Tipps für regenfeste und gleichzeitig stylische Outfits braucht, seid ihr im Norden genau richtig. Wenn ihr nur über das Wetter schimpfen wollt, bleibt lieber im Süden. Übrigens: Ihr sammelt schnell Pluspunkte, indem ihr den coolen Friesennerz oder die hübsch gepunkteten Gummistiefel eures Gegenübers lobt.

3. Menschen mit "Moin" begrüßen

"Moin" könnt ihr den ganzen Tag über sagen, nicht nur morgens. Wir versprechen euch, dass ihr einen freundlich-norddeutschen Gruß zurückbekommen werdet - und sei es nur ein kurzes Nicken. Die Profis unter euch können das allseits beliebte Wort noch ein bisschen in die Länge ziehen, um noch besser anzukommen: "Mohooooin!" Aber ihr wisst ja: "Moin Moin" ist schon Gesabbel! Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären.

4. Auch mal den Sabbel halten

Wir Norddeutschen schnacken und tratschen gerne mal - allerdings längst nicht immer. Habt ihr nichts zur Situation beizutragen, ist es ratsam, nicht zu viel zu schnacken. Habt ihr jedoch etwas Interessantes zu sagen, sabbelt gerne drauflos - wie ihr dabei im Norden einen besonders guten Eindruck macht, lernt ihr hier.

5. Fragen knackig beantworten

Wir freuen uns über nichts so sehr wie über ein knackiges "Jo" oder ein schmerzloses "Nee". Also: Nicht lange um den heißen Brei herumreden, sondern geraderaus sagen, was ihr denkt. Kommt garantiert gut an.

6. Plattdeutsch sprechen

Weil wir Klugscheißer sind, werden wir Nicht-Plattdeutsch-Profis garantiert korrigieren, wenn sie einen Fehler machen oder ihre Aussprache nicht "platt" genug ist. Das macht uns aber glücklich, es gibt also keinen Grund, es nicht zu versuchen!

7. Geduld haben

Ob an der Supermarktkasse, beim Bäcker oder im Schuhladen: Für einen kleinen Plausch unter alten Bekannten muss Zeit sein. Zugegeben, in norddeutschen Großstädten wie Hannover oder Hamburg kann es auch mal hektischer zugehen - auf dem Land macht ihr euch aber definitiv Freunde, wenn ihr die Leute vor euch an der Kasse nicht dafür anraunzt, dass sie mit den Mitarbeitern kurz den neuesten Tratsch austauschen.

8. Den eigenen Müll selbst wegräumen

Unsere Strände sind nicht nur unsere große Liebe, sondern auch das Kapital vieler Menschen, die im Tourismus arbeiten. Außerdem liegt uns unsere wunderschöne norddeutsche Natur generell sehr am Herzen. Aus diesem Grund feiern wir jeden, der seinen Müll in die Tonne statt in die Natur wirft - oder vielleicht sogar fremden liegengebliebenen Müll mitnimmt.

9. Sich konstruktiv mit unseren Fußball-Vereinen auseinandersetzen

HSV-, St. Pauli- und Werder-Fans dissen sich gerne gegenseitig. Das heißt aber nicht, dass Nicht-Nordlichter wie wild auf unsere Vereine eindreschen dürfen. Der tausendste scheinbar urkomische Spruch über den HSV? Gääähn! Viel besser kommt es an, ernsthaft über Fußball zu reden. Welche Spieler haben eine gute Saison abgeliefert und wer hat einfach nichts gerissen? Wie haben echte Fans die letzte Saison erlebt? Alles erlaubt und gern gesehen - und vielleicht kommt die Selbstironie dann von ganz allein, sodass euch auch ein kleiner Scherz nicht übel genommen wird. Aber nur vielleicht!


10. Einen guten Tee servieren

Kein Klischee: Ostfriesen sind Rekord-Teetrinker. Auch im Rest von Norddeutschland ist Tee trinken für viele Menschen ein Lebensgefühl. Dementsprechend beliebt könnt ihr euch machen, wenn ihr eine gute Kanne Tee auf einem Stövchen serviert.

11. Unsere norddeutschen Gerichte probieren

Grünkohl, Labskaus, Aalsuppe, Krabbenbrötchen - wir könnten ewig weiter machen. Lasst euch unbedingt auf Essensexperimente ein, denn davon profitiert nicht nur euer Gaumen, sondern auch euer Verhältnis zu anderen Nordlichtern. Und hey - wenn ihr Pinkelwurst nach dem Probieren wirklich eklig findet, ist das auch okay.

 

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | N-JOY Weekend | 28.04.2018 | 12:00 Uhr

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