Stand: 17.11.2016 17:00 Uhr | AutorIn: Eva Köhler

7 Tricks, um Fake-Apps zu enttarnen

In den AppStores von Google und Apple tummeln sich Fake-Shops. In Apples AppStore sollen es neuen Erkenntnissen nach mehrere hundert Fake-Apps sein. Woran ihr sie erkennt? Wir erklären es!

Foot Locker, Puma, Nike und Christian Dior haben eines gemeinsam: Unter den Namen dieser Marken tummeln sich in den AppStores Fake-Apps. Android-Nutzer kennen die Gefahr von Betrüger-Apps schon seit Beginn des Betriebssystems. Jetzt scheinen einige gefährliche Apps auch in Apples AppStore, der bisher als sicher galt, zu landen. Das hat die Tageszeitung New York Times entdeckt.

Apple hat bereits hunderte der betrügerischen Apps gelöscht, doch es fluten immer neue Apps in den Store. Die gute Nachricht: In den Fake-Apps für iPhones stecken keine Viren oder Malware.

Trotzdem besteht die Gefahr, dass die App Bank- oder Kreditkartendaten abfischen oder das Facebook-Passwort klauen, wenn ihr sie runterladet. Das kann teuer werden oder sogar in einem Identitätsdiebstahl gipfeln.

Egal, mit welchem Betriebssystem euer Smartphone läuft - wir erklären, wie ihr die Fake-Apps enttarnen könnt.

1. Lest die Bewertungen!

Achtet auf die Bewertungen: Eine Foot-Locker-App mit 1,2 Sternen und sehr wenigen oder gar keinen Bewertungen ist vielleicht ein Fake!

 

2. Buchstaben-Chaos in den App-Beschreibungen

Fake-Apps werden wie am Laufband und für unterschiedliche Länder produziert. Dabei schleichen sich Grammatik-Fehler, Rechtschreibfehler oder inhaltliche Ungereimtheiten ein. Einem großen Markenhersteller würden solche Fehler nicht unterlaufen.

 

3. Wie viele Apps hat der Entwickler hochgeladen?

Unterhalb der App zeigen Google und Apple jeweils weitere Apps des Entwicklers an. Schaut euch an, was für andere Apps der Entwickler schon hochgeladen hat. Ist es nur eine? Vorsicht, das kann ein Fake sein. Sind es viele Apps verschiedener Marken? Vorsicht, auch hier könnten sich Betrüger verstecken. Große Firmen laden ihre "echten" Apps meist unter dem Firmennamen hoch.

 

4. Funktionstest: Macht die App, was sie soll?

Die App ist schon heruntergeladen? Fragt euch: Macht die App, was sie soll? Blendet sie nur Werbung ein oder bietet sie sogar überhaupt keine Funktion? Das ist ein Hinweis auf eine Fake-App. Prüft, wenn ihr an der Glaubwürdigkeit der App auch ins Impressum - gibt es eines?

 

5. Checkt die Zugriffsrechte!

Welche Rechte hat die App? Wenn die App schon installiert ist, achtet darauf, ob die Shopping-App wirklich auf eure Kontakte oder eure SMS zugreifen muss. Ein Beispiel: Eine Taschenlampen-App muss nicht wissen, wo ihr seid oder welche Fotos in eurer Galerie liegen. Zuviele Zugriffsrechte deuten auf Apps von Betrügern hin.

 

6. Fake-Apps: Achtung vor dem Facebook-Login

Bietet die App nur die Möglichkeit, euch über Facebook zu registrieren? Vorsicht: Wenn Betrüger hinter der App stecken, klauen sie vielleicht euer Passwort und damit im schlimmsten Fall sogar eure Identität.

 

7. Bezahlen? Niemals per Vorab-Überweisung

Ihr könnt im Shop nur per Kreditkarte oder Vorab-Überweisung zahlen? Das deutet auf eine Fake-App hin. Deinstalliert die App und kauft die Sneaker lieber über einen bekannten Shop, der Zahlung per Rechnung oder PayPal anbietet.

 

Virenschutz-Apps: Ein Muss für Android-Nutzer

Der oft gegebene Tipp gilt auch hier: Installiert euch eine Virenschutz-Software. Das Problem: Solche Apps gibt es nur für Android-Telefone - damit könnt ihr euch zum Beispiel Avira, Avast oder Lookout runterladen. Die Apps sind kostenlos und prüfen alle Apps, die ihr installiert. Apple legt seinen Apps Restriktionen auf, weswegen es leider keine Virenschutz-Programme für iPhones oder iPads gibt. Apple-Nutzern bleibt daher nur ihr Bauchgefühl.

Generell gilt: Je größer die Marke und je größer der Hype, desto wahrscheinlicher ist es, dass es Fake-Apps gibt. Ein ungutes Gefühl bei einer App reicht schon aus, um sie im Zweifel einfach nicht zu installieren.

 

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