Stand: 14.03.2018 13:18 Uhr

Betrugswelle: Vorsicht vor Mails von "Klarna"

Momentan landen in vielen Mail-Postfächern gefälschte Zahlungsaufforderungen im Namen des Bezahldienstes Klarna. Das LKA warnt vor den Betrügern. So schützt ihr euch.

Klarna ist ein schwedischer Zahlungsdienstleister über den ihr in ganz Europa in diversen Online-Shops (Zara, Media Markt, Asos, Deutsche Bahn & Co.) bezahlen könnt. Das machen sich aktuell Betrüger zunutze. Ein riesiges rotes Banner auf der Website des Unternehmens warnt vor gefälschten Mails mit dem Absender Klarna:

Wenn Sie eine verdächtige E-Mail erhalten, so raten wir Ihnen, die angehängte Datei nicht zu öffnen, da diese schädliche Software enthalten könnte.

Klarna-Mahnungen: Virus im Anhang

Diese Warnung hat jetzt auch das Landeskriminalamt Niedersachsen ausgesprochen. Betrüger verschicken im Namen des Bezahldienstes Mails. Darin werden die Empfänger informiert, sie hätten angeblich eine Rechnung nicht bezahlt. Details stünden im Anhang. Öffnet man diesen Anhang, installiert sich laut LKA Schadsoftware auf dem Rechner, die aktuell "nur von wenigen Antivirenprogrammen" erkannt wird.

Gefälschte Klarna-Mahnung erinnert an authentische Mails

Klarna-Kunden haben sich bereits über eine Reihe von Bewertungs-Portalen beschwert. Absender der unseriösen E-Mails sind bisher: Klarna Rechnung; Klarna Bank AB <kundendienst@klarna.de> oder kundendienst@klarna.at. Diese Masche ist besonders fies, da der normale Zahlungs-Ablauf bei Online-Einkäufen über Klarna ähnlich abläuft. Ihr shoppt, wählt als Zahlungsoption Klarna und bekommt eine Mail mit Rechnung im Anhang.

Das LKA Niedersachsen warnt vor gefälschten Mails mit angeblichen Mahnungen von Klarna.
Was tun, wenn ihr eine vermeintliche Klarna-Mail bekommt?

Landet eine angebliche Mahnung von Klarna in eurem Posteingang, öffnet auf keinen Fall den Anhang. Nicht mal dann, wenn ihr mit eurem richtigen Namen und eurer Adresse angeschrieben werdet. Klarna selbst empfiehlt:

  • Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr tatsächlich noch eine Rechnung offen habt, loggt euch direkt auf klarna.de oder über die App ein.
  • Dort findet ihr aktuell offene Rechnungen und eine Übersicht eurer Einkäufe.
  • Im Zweifel wendet euch direkt an das Unternehmen. Wegen des großen Andrangs, am besten über deren Facebook-Seite.

Was tun, wenn ihr schon einen Anhang geöffnet habt?

Jetzt müsst ihr sicher gehen, dass keine Schadsoftware eingeschleust wurde, die eure privaten Daten auf dem PC ausspäht. Das LKA empfiehlt:

  • Lasst euer aktuelles Virenprogramm sofort eine vollständige Prüfung machen.
  • Zusätzlich könnt ihr auch die EU-/PC-Cleaner von www.botfrei.de nutzen.
  • Im schlimmsten Fall hilft es nur, einmal den ganzen PC platt zu machen und das Betriebssystem neu zu installieren.
  • Solange ihr euch nicht zu 100% sicher seid, dass euer Computer sauber ist: Auf keinen Fall irgendwo einloggen (Websites, Mailprogramm, Onlinebanking etc.)!
  • Erstattet bei eurer zuständigen Polizei-Dienstelle Anzeige

HILFE

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