Stand: 13.02.2018 13:37 Uhr

Dieser Roboter öffnet seinem "Freund" die Tür

"Mist, die Türe bekomme ich nicht auf" - wer den neuesten Roboter der ehemaligen Militär-Roboter-Firma Boston Dynamics im Video beobachtet, möchte ihm sofort menschenähnliche Gefühle zuschreiben.

Der gelbe, hundeartige Roboter steht vor einer verschlossenen Tür und sieht sich vermeintlich hilflos nach Unterstützung um. Da kommt ein zweiter mechanischer Vierbeiner um die Ecke gewackelt, öffnet mit einem Greifarm die Tür, hält sie auf und lässt seinen "Kumpel" durch. Das Video wirft Fragen auf - wir beantworten die wichtigsten.


1. SpotMini: Was ist das Besondere an dem Roboter?

Die Kommunikation. Bisher konnten Roboter laufen, rennen, springen, schwere Gegenstände tragen. Jetzt scheint es, als würden zwei Roboter sich gegenseitig unterstützen und sogar zur Hilfe eilen. Der zweite neue Aspekt ist: Der Roboter öffnet Türen. Er erkennt den Türgriff, nutzt ihn und hält die Tür mit Hilfe eines Beines sogar auf. Dafür muss der Roboter das Beingelenk drehen können (siehe Bild) - eine Bewegung, die für Menschen natürlich ist, für Roboter aber eine Schwierigkeit darstellen kann.

 

2. Wofür soll er eingesetzt werden?

Der SpotMini-Roboter ist der kleine Bruder des Spot (im Bild), den die Firma noch unter Google weiterentwickelt hat. Er soll in Japan offenbar bald in den Läden landen, wie ein "Coming Soon"-Text auf der Webseite des Herstellers Boston Dynamics verrät. Der SpotMini soll Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen im Alltag helfen. Der 80 Zentimeter hohe Roboter kann immerhin 14 Kilogramm tragen, Treppen steigen und so eine Hilfe bei Einkäufen sein.

 

3. Boston Dynamics: Was steckt hinter der Firma?

Boston Dynamics hat sich darauf spezialisiert, laufende Roboter zu bauen. Das Unternehmen hat dann lange Aufträge einer Behörde des US-Verteidigungsministeriums (DARPA) bekommen und sollte an Militär-Robotern arbeiten, die Soldaten beim Entschärfen von Bomben oder in Notfallsituationen unterstützen sollten. Diesen Auftrag hatte das Unternehmen auch noch, als der Suchmaschinenkonzern Google die Roboter-Firma 2013 übernommen hat.

2017 hat Google die Firma wieder verkauft. Der menschenähnliche Roboter "Atlas" (oben im Bild) war der DARPA zu laut und Google sah offenbar keine Möglichkeit, die Roboter zu Alltagshelfern umzubauen. Dieser Aufgabe hat sich jetzt das japanische und Medienunternehmen Softbank gestellt. Das Ergebnis ist der Roboter, der Türen öffnet.

 

4. Welche Roboter gibt es noch?

In der Sammlung von Boston Dynamics finden sich viele tierähnliche Roboter. Der große Bruder des Spot (SpotMini) sowie drei große Hunde-Roboter: LS3 (1,70 Meter hoch), Wildcat (oben im Bild - immerhin 1,17 Meter hoch) und BigDog (1 Meter hoch).

Zusätzlich zu den Vierbeinern hat die Firma einen kleineren Roboter mit sechs Beinen gebaut, der auch über Steine und unwegsames Gelände laufen kann. Außerdem gibt es einen Roboter auf Rollen, der bis zu 45 Kilogramm tragen und sogar springen kann.

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Der Graf | 13.02.2018 | 14:20 Uhr

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