Stand: 31.07.2019 15:16 Uhr

Fake-Profile: Hübsches Foto lockt auf Abzockfalle

Mit Fotos von halbnackten Frauen locken Betrüger Nutzer auf Facebook in die Falle. So enttarnt ihr die Fake-Profile!

Blonde Haare, tiefer Ausschnitt, viel nackte Haut: Dina blickt lasziv in die Kamera. Es ist das Profilbild eines fremden Facebook-Accounts. Dina hat unserer N-JOY Kollegin eine Freundschaftsanfrage geschickt. Und sie ist kein Einzelfall. In den letzten Tagen wollten vermehrt fremde Frauen mit ihr befreundet sein.

Flirty-Facebook-Anfragen: So funktioniert die Masche!

Dahinter verbergen sich Fake-Accounts. Die Namen der Accounts sind erfunden oder von echten Nutzern geklaut und auch die Profil-Bilder kopieren die Betrüger teils von bestehenden Profilen. Die Masche um die betrügerischen Fake-Flirt-Accounts besteht aus drei Schritten, schreibt der Blog Mimikama.at.

Erstens: Die Kontaktaufnahme in Form der Freundschaftsanfrage soll das Opfer neugierig machen, damit es auf das Profil des Fake-Accounts klickt und dort das "Lock-Posting" entdeckt.

Zweitens: Das "Lock-Posting" des Fakeaccounts verspricht erotische und private Videos, wenn das Opfer auf den Link klickt.

Drittens: Der Link führt zu den Registrierungsseiten verschiedener dubioser Datingplattformen. Doch die Anmeldung ist laut Mimikama häufig nicht kostenlos. Die Folge: ungeplant und ungesehen Kosten. Außerdem warnt der Blog, die Webseiten würden häufig die eingetragenen Daten der Nutzer an "Dritte" weitergeben oder verkaufen. Die Folge: Spam-Mails, -SMS oder -Anrufe.

Freundschaftsanfrage bekommen? So erkennt ihr den Fake!

Es gibt viele verschiedene Arten von Fake-Profilen. Im aktuellen Fall setzen die Betrüger Erotik als Lockmittel ein: viel nackte Haut, Kussmund, tiefer Ausschnitt.

Schon auffällig professionelle Profil-Bilder können ein Hinweis auf einen Fake-Account sein, schreibt das Erste über Dating-Profile. Außerdem:

  • Überprüft wie alt der Account ist. Existiert er nur wenige Tage, kann das auf einen Fake hinweisen.
  • Werft einen Blick auf die Postings, die das Profil abgesetzt hat. Bilden sie die Lebenswirklichkeit eines echten Menschen ab oder finden sich hier nur übertrieben erotische Bikinifotos?
  • Sucht im Netz den Profil-Namen. Sind Profil und Name von echten Menschen geklaut, kann eine Suche im Netz auf den Betrugsversuch hinweisen.

Die Geheimwaffe gegen Fakes: Die Bilderrückwärtssuche!

Seid ihr euch immer noch nicht sicher, ob der Account echt oder gut gefälscht ist? Fragt die Bilderückwärtssuche. Sie verrät euch, wo das Bild oder ähnliche Fotos im Netz bereits aufgetaucht sind. Speichert dafür das Profilbild des Accounts auf dem Rechner und ladet es in eine Bildersuchmaschine hoch.

Im Fall des Profils von Dina zeigt die Suchmaschine Yandex, dass das Foto der Frau in verschiedenen Versionen im Netz kurzsiert - unter einem ganz anderen Namen. Die Google-Bildersuche und auch TinEye haben bei diesem Bild nur wenige Treffer. Ein Beispiel das zeigt: Ladet das Profilbild im Zweifelsfall bei allen drei Rückwärtsbildersuchen hoch, um herauszufinden, ob sich hinter dem Foto eine echte Person oder eine Betrugsmasche verbirgt.

Profi-Tipp: Vorbeugen statt reagieren!

Verbietet Fremden euch Freundschaftsanfragen oder Nachrichten zu schicken. Gebt in den Facebook-Einstellungen unter Privatsphäre an, dass nur Freunde von Freunden euch anschreiben dürfen. So minimiert ihr die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fake-Profil euch Nachrichten schickt.

 

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