Stand: 13.09.2018 14:10 Uhr

iPhone XS: Apple setzt auf Gleichberechtigung

Aufregung im Steve-Jobs-Theater: Apple zeigt seine neuen iPhone-Modelle und geht neue Wege. Das unausgesprochene Motto: Gleichheit statt Unterschiede!

Erst den Apple Park Way entlang, dann in den Steve Jobs Way einbiegen und dem Weg bis zum Steve Jobs Theater folgen: klingt wie eine Landkarte, die Marketing-Experten entworfen haben. Doch tatsächlich ist das der Weg zur diesjährigen Präsentation der neuen iPhones.

Im Steve-Jobs-Theater im Apple-Hauptquartier in Cupertino, Kalifornien, hat der Chef des Technikkonzerns Tim Cook die neuen Geräte vorgestellt: das iPhone XS Max, das iPhone XS und das iPhone XR!

iPhone XS und XS Max: Zwei neue High-End-Geräte!

Apple hat bereits vor der Vorstellung mit dem neuen Namen der Luxus-Smartphone-Reihe für Lacher gesorgt. Denn das neue Flaggschiff soll iPhone XS Max heißen. Das 6,5-Zoll-Gerät ist in der Größe vergleichbar mit dem iPhone 8 Plus, doch der Bildschirm des neuen iPhone-Modells füllt die gesamte Front. Denn die Optik bei den beiden neuen Flaggschiff-Modellen iPhone XS Max und iPhone XS hat Apple vom Vorgänger iPhone X übernommen. Das Besondere an den beiden High-End-Geräten: Apple hat sie erstmals nach der Norm IP68 wasserdicht gemacht.

iPhone XS und iPhone XS Max: Die Unterschiede?

Es ist wohl das erste Mal, dass Apple auf Gleichberechtigung setzt, denn der größte Unterschied zwischen den beiden neuen Flaggschiff-Modellen ist die Gehäusegröße: Das XS Max ist 6,5 Zoll groß, das iPhone XS hingegen ist durch die 5,8 Zoll handlicher und genau so groß wie das iPhone X. Die Preise beginnen bei einem iPhone XS Max mit 64 Gigabyte Speicherplatz bei 1.249 Euro, das iPhone XS kostet 100 Euro weniger. Wer mehr bezahlt, dem lässt Apple die Wahl zwischen 256 Gigabyte und 512 Gigabyte Speicherplatz. Dabei scheint die 512-GB-Variante eine Antwort auf Samsungs Galaxy Note 9 zu sein. Auch das steht in einer 512-Gigabyte-Version zum Verkauf.

Kamera: 12 Megapixel mit Dual-Kamera bei iPhone XS und XS Max

Bisher hat Apple die großen Geräte immer mit besserer Technik ausgestattet - vor allem, wenn es um die Kamera ging. Doch in diesem Jahr verändert der Konzern den Mechanismus. Beide iPhone XS-Modelle bieten Dual-Kameras auf der Rückseite mit 12 Megapixeln in jeder Linse und ermöglicht das Aufnehmen von 4K-Videos. Die Selfie-Cam lässt die Nutzer das Smartphone per Face-ID, also per Gesichtserkennung, entsperren und schießt Bilder mit 7 Megapixeln.

iPhone-XS-Modelle: Mehr Leistung, bessere Akkulaufzeit, mehr Speicherplatz

Auch in diesem Jahr hat Apple für seine Modelle einen neuen Prozessor entwickelt: den A12 Bionic. Das Erstaunliche daran: Der Chip soll die Geräte mit bis zu 40 Prozent mehr Leistung versorgen und gleichzeitig weniger Energie verbrauchen. Gleichzeitig kündigte Apple an, in den beiden iPhone XS-Smartphones den größten Akku eingebaut zu haben, der jemals in einem iPhone verwendet wurde. Das versprochene Ergebnis: Die Akkulaufzeit soll sich um 1,5 Stunden verlängert haben - im Vergleich zum iPhone X.

Das Profi-Feature: Apple gibt seinen Nutzern endlich die Möglichkeit zwei Telefonnummern in einem Telefon zu benutzen. Der Trick? Per eSim soll der Nutzer zwei Nummern in einem Smartphone benutzen können.

iPhone XR: Die große, günstigere Alternative

Es ist blau, rot, gelb, weiß oder korallenfarben. Und: Es ist das günstigste, der neuen iPhone-Modelle 2018. Das iPhone XR, kostet mindestens 849 Euro und auch dieses bunte Modell sieht aus wie das iPhone X. Es entsperrt sich per Face-ID und die Selfie-Cam ist identisch mit denen der iPhone-XS-Modelle.

Die Unterschiede hat Apple in der Größe (6,1 Zoll), im Display (LCD- statt OLED-Technologie) und in der Kamera auf der Rückseite gemacht: Denn das iPhone XR hat statt einer Dual-Kamera eine einfache Linse. Und damit die kleine Schwester den Großen den Rang nicht abläuft, verkauft Apple das iPhone XR erst ab Ende Oktober. Die beiden teureren Modelle hingegen werden bereits ab dem 21. September ausgeliefert.

Und sonst so? Apple Watch Series 4

Sie ist eine der begehrtesten Uhren der Welt: die Apple Watch. Kein Wunder also, das Apple auch 2018 eine neue Version der smarten Uhr zeigt. Die Unterschiede? Das Display ist mehr als 30 Prozent größer und 4 Millimeter dünner, die Uhr hat lautere Boxen als der Vorgänger, die bewegten Hintergründe hat der Tech-Konzern überarbeitet, die Uhr registriert die Körperfunktionen weiterhin, überwacht den Herzschlag und merkt bei der neuen Version der Uhr sogar, wenn Puls oder Blutdruck sinken. Eine Superkraft hat Apple der mindestens 429 Euro teuren Uhr noch verpasst: Die "Fall Detection". Sie erkennt automatisch, wenn der Träger fällt und kann bei einem Sturz den Notfallkontakt oder sogar den Rettungsdienst benachrichtigen.

Fazit: iPhone XS und XS Max. Lohnt sich das Vorbestellen?

Statt Innovation vorzustellen, verwaltet Apple in diesem Jahr den Erfolg des iPhone X. Das zeigen das Aussehen, der Preis, die Kamera und der nur leicht verbesserte Akku: Alles an den neuen Geräten erinnert an den Vorgänger. Gleichzeitig hat Apple hohe Preise für die neuen iPhones angesetzt: das iPhone XR kostet 850 Euro, das iPhone XS mindestens 1.150 Euro und für das iPhone XS Max müssen Nutzer zwischen 1.250 Euro und 1.649 Euro bezahlen.

Die Folge: Apple driftet weiter ins Luxus-Sortiment ab. Für den Preis eines High-End-Gerätes (850 Euro) bekommt der Nutzer bei Apple nur die schwächere Technik: Der Akku hat eine kürzere Laufzeit, der Kamera fehlt die zweite Linse und das Display arbeitet mit der LCD- statt mit der OLED-Technologie der größeren Modellen. Die Frage, die sich jetzt wohl jeder Apple-Fan stellen muss: Die hohen Preise akzeptieren oder reicht die Leistung des Modells vom Jahr zuvor?

 

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